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Advertorial
04/23/2021

Vorfahrt

Österreichs Fahrzeugindustrie spielt beim autonomen Fahren eine gewichtige Rolle – nicht zuletzt dank ambitionierter Forschungsprojekte.

Noch scheint es undenkbar, dass Autos, Busse und Lkw auf den Straßen unterwegs sind, ohne dass sie von Menschen gelenkt werden. Doch das autonome Fahren kommt sicher, die Technologien dafür werden ständig verfeinert bzw. sind bereits verfügbar – unter anderem mobiles Breitbandinternet. Und Österreich wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Dazu tragen Forschungsprojekte einen wesentlichen Teil bei; vor allem die starke Kooperation zwischen Universitäten und Unternehmen in diesem Sektor zeichnet Österreich im Vergleich zu anderen Ländern aus. Das ist nötig, weil die Automotive-Branche für den Standort Österreich wichtig ist – die Aufregung um das Steyrer Werk des deutschen Nutzfahrzeugherstellers MAN zeigt die Bedeutung dieser Industrie auch für die Arbeitsplätze.

1 Milliarde Euro gibt die österreichische Fahrzeugindustrie jährlich für Forschung und Entwicklung aus.

Wachstum statt Rückzug ist bei den meisten Unternehmen der Branche jedenfalls nicht zuletzt wegen der Chancen geplant, die sich durch autonomes Fahren und die Vorstufe davon, das automatisierte Fahren, bieten. So hat sich die Wiener TTTech Group, aus einem Spin-off der Technischen Universität Wien entstanden, als Spezialist für Hardware- und Softwarelösungen für Fahrzeuge weltweit einen Namen gemacht: Zu ihren Kunden zählen Branchenriesen wie VW, BMW, Hyundai und der chinesische SAIC-Konzern. Innerhalb der Gruppe entwickelt TTTech Auto die Software für das autonome Fahren. Ein Knackpunkt für die weitere Entwicklung der selbstständig fahrenden Autos werden die Sensoren sein. Bei dem Projekt mit dem komplizierten Namen „iLIDS4SAM“ (das steht for Integrated Lidar Sensors für Safe & Smart Automated Mobility) haben sich mehrere Firmen und Institute zusammengetan, um zuverlässige Sensorsysteme zu erforschen und in der Praxis auszuprobieren. Mit an Bord sind neben der erwähnten TTTech unter anderem Infineon, AVL List und die Technische Universität Graz.

2,1 Millionen Getriebe werden jährlich in Österreich hergestellt.

Zu den wichtigsten Forschungszentren für die Weiterentwicklung der Automobil- und der Bahnindustrie zählt die Virtual Vehicle Research GmbH in Graz mit 300 Mitarbeitern. Hier arbeiten Mathematiker, Physiker, Elektronikexperten, Spezialisten für Cybersecurity und sogar Psychologen zusammen – schließlich ist beim automatisierten Fahren auch Verständnis für menschliche Faktoren nötig. In einem Fahrsimulator wird das (mögliche) Verhalten der Fahrer genauer untersucht. Weltweit bekannt ist auch das Institute for Machine Learning des Bioinformatikers Sepp Hochreiter an der Johannes-Kepler-Universität Linz; in Zusammenarbeit mit Audi wurde ein Zentrum für künstliche Intelligenz geschaffen, in dem die Grundlagen für das autonome Fahren geschaffen werden sollen.

Autonomes Fahren steht für voll automatisierten Fahrbetrieb ohne Eingriffsmöglichkeiten des Fahrers. Es ist die letzte von fünf Stufen des automatisierten Fahrens, das in der Praxis schrittweise umgesetzt wird – etwa in Form automatisierter Systeme zur Notbremsung. Als Vorstufe zum autonomen Fahren kann der Fahrer eingreifen und Korrekturen vornehmen.

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