Faktencheck

Erratum

Falsch dargestelltes Zitat zur Teuerung von Verbund-Chef Michael Strugl.

Drucken

Schriftgröße

In eigener Sache: In der profil-Ausgabe vom 23.7.2023 ist ein Faktencheck mit folgendem Zitat erschienen, welches Verbund-Chef und Oesterreichs Energie-Präsident Michael Strugl zugeordnet wurde: „Die Aussage, dass Energiepreise Treiber der Inflation sind, hatte für das Vorjahr Gültigkeit, nicht aber für dieses Jahr.“ Verwiesen wurde auf ein Interview mit Ö1 1. Juli. Dabei handelt es sich um eine verkürzte Darstellung und Michael Strugl hat dies so auch nicht gesagt. Das vollständige Zitat lautet: „Die Aussage, dass die Energiepreise die Haupttreiber sind, das hat auch für das Vorjahr Gültigkeit. Für dieses Jahr – und das werden Ihnen die Experten bestätigen und das lässt sich auch mit den Daten belegen – sind es nicht mehr die Energiepreise, die der Haupttreiber sind und daher muss man auch sagen – wenn man sich darauf beschränkt – insbesondere bei den Stromversorgern Gewinne abzuschöpfen – dann ist wohl der Ansatz doch einer der nicht wirklich an der Wurzel ansetzt.“ Die Aussage stammt aus dem Ö1-Mittagsjournal vom 3. Juni. 

Somit ist auch die Schlussfolgerung des Faktenchecks, dass die Aussage des Herr Strugl „größtenteils falsch“ ist und Energiepreise Treiber der Inflation sind, in diesem Kontext nicht richtig. Zwar haben Energiepreise, vor allem der Gaspreis, noch immer einen positiven Inflationseffekt, Strom spielt allerdings keine wesentliche Rolle mehr.  Die Haupttreiber der Inflation sind derzeit der Bereich Dienstleistungen, gefolgt von den Industriegütern. Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Michael Strugl zudem die Stromkostenbremse und ihre Wirksamkeit positiv erwähnt. Wir bedauern den Fehler sehr und bitten um Entschuldigung für die falsche Wiedergabe des Zitats.