17 Wahrheiten über Katzen

17 Wahrheiten über Katzen

Wie jeder Katzenhalter weiß, sind Katzen ziemlich faszinierende, sprich: beim besten Willen nicht zu kapierende Haustiere. Selbst Katzenkapazunder wie John Bradshaw, immerhin Gründungsdirektor des Instituts für Anthrozoologie an der Universität Bristol, müssen zugeben, dass sie ihre Forschungsobjekte höchstens ansatzweise verstehen.

In seiner famosen Katzenkultur- und -naturgeschichte "Cat Sense“ versucht der britische Biologe John Bradshaw dennoch tapfer, seinem flüchtigen Gegenstand durch akribische Forschung Herr zu werden. Hier ein paar (relativ) gesicherte Wahrheiten über den schrägsten Freund des Menschen:

1. Es gibt dreimal so viele Katzen wie Hunde auf der Welt.

2. Anders als Hunde wurden Katzen nie dazu gezüchtet, Haustiere zu sein - und verhalten sich dementsprechend.

3. Katzen werden im Lauf ihrer evolutionären Partnerschaft mit dem Menschen nicht haustierhafter, sondern im Gegenteil eher wieder wilder. Die am besten an den Menschen angepassten Tiere, also die braven Sofakuscheltiere , sind eher kastriert als wilde Streuner.

4. Katzen leben in matriarchalen Strukturen - wenn sie in Gruppen leben (also vor allem im Streunerverband; Sofakuscheltiere vertragen gleichartige Gesellschaft dagegen nicht besonders gut).

5. Katzen wirken nur so Zen-haft unbeteiligt . Tatsächlich verfügen sie über ein ausgeprägtes emotionales Spektrum, aber halt über keine dem Menschen einleuchtenden Ausdrucksmöglichkeiten.

6. Eine Ausnahme: Steht der Schweif steil nach oben, heißt das so viel wie: Hallo, große Katze. Denn:

7. Katzen betrachten Menschen als große Katzen.

8. Menschen dagegen betrachten Katzen unter anderem als Gottheiten (im alten Ägypten), als Botschafter des Teufels (im europäischen Mittelalter, nach einer äußerst katzenfeindlichen Bulle Papst Gregors IX. 1233), als Brennmaterial für Scheiterhaufen (unter anderem am französischen Hof unter Ludwig XIV.), als Stadtwohnungsgenossen (seit ungefähr 60 Jahren) und Internet-Spaßmacher (seit Erfindung des Internet).

9. Katzen können geschlossene von offenen Formen unterscheiden (was ihr Faible für Kisten erklären könnte).

10. Wenn Katzen Mauskadaver oder andere Beute nach Hause bringen und dort liegenlassen, machen sie keine Geschenke, sondern horten bloß ihre Beute - um sie später zugunsten des doch wesentlich attraktiveren Katzenfutters zu vergessen.

11. Wenn Katzen spielen , üben sie jagen . Wenn sie hungrig sind, spielen sie deshalb umso aktiver.

12. 40 bis 70 Prozent aller Hauskatzen töten nie in ihrem Leben eine Maus .

13. Katzenaugen sehen mehr Bilder pro Sekunde als menschliche (weshalb Fernsehbilder sie ziemlich irritieren). Dafür sind sie rot-grün-blind.

14. Katzenohren können zwar über elf Oktaven hören, aber kleine Variationen in der Tonhöhe nicht unterscheiden. Die Konsequenz, laut Bradshaw: "Wenn man einer Katze das Singen beibringen könnte, würde sie ziemlich falsch singen.“

15. Katzen können sich nicht nur im Fallen umdrehen, um auf den Füßen zu landen, sondern ihren Körper auch zu einer Art Fallschirm ausbreiten, um einen Sturz aus großer Höhe abzuschwächen.

16. Katzen bleiben undurchschaubar , auch für den Zoologen. Bradshaw: "Katzen sind unberechenbar. Das ist wohl auch Teil ihres Charmes, aber anders als bei Hunden gilt: Es gibt keine Regeln.“

17. Wenn Katzen Regeln verletzen, erklärt man ihnen das am besten mit Spuckgeräuschen (Katzenmütter machen das auch so).