Die Seele und das Geld: Wie Psyche und Kindheit den Umgang mit Geld prägen

Die Seele und das Geld: Wie Psyche und Kindheit den Umgang mit Geld prägen

Pathologischer Geizhals, haltloser Verschwender, Sparefroh oder für immer im Minus? Wie Psyche und Kindheit unseren Umgang mit Geld prägen. Warum Besitz nicht nur glücklich, sondern auch klug macht. Und manche erst in der Pleite Sinn finden.

Auf der Höhe seines Ruhms war F. Scott Fitzgerald der höchst bezahlte Schriftsteller seiner Zeit. In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verdiente er 4000 Dollar für ein Stück „happy trash“, wie er seine von ihm gering geschätzten Kurzgeschichten kokett nannte, was dem Dreijahres-Gehalt eines Fabrikarbeiters entsprach.

„Wir waren trotzdem immer zu pleite“, schrieb er in einem literarischen Selbstbekenntnis, „denn wir waren Teil dieses großartigen und prachtvollsten Rausches in der Geschichte Amerikas mit all seinen empörenden Verderbtheiten.“ Zum Tanz auf dem Vulkan gehörte für das Glamourpaar der Jazz-Ära, F.Scott und Zelda Fitzgerald, Verschwendungssucht de luxe: Sie duschten mit Champagner, heuerten Armeen von Personal, feierten allabendlich dekadente Orgien, die in Fitzgeralds opus magnum „Der große Gatsby“ in die Weltliteratur eingingen, und lebten trotz der anfangs so irrwitzigen Einnahmen immer „auf Pump“. Als der „Pokal“ ihres Lebens „zerbrochen war“, übte sich der ausgebrannte Schriftsteller, der nur 44 Jahre alt werden sollte, in Realitätsverweigerung: „Wir sind zu arm, um zu sparen ...

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