Die Esterházys: Der Fluch von Macht und Geld

Schloss Esterhazy

Schloss Esterhazy

Die Esterházys gehörten einst zu Österreichs reichsten und mächtigsten Adelsfamilien. Doch Glanz und Einfluss sind dahin – und statt eines Fürsten herrscht nun ein Schweizer Manager über das Imperium. Jüngster Akt im Drama: die Doch-nicht-Entführung einer alten Dame mitten in Eisenstadt.

Von Sebastian Hofer und Rosemarie Schwaiger

Die Esterházystraße in Eisenstadt ist etwa 500 Meter lang, führt mit leichter Steigung stadtauswärts und gilt, obwohl zentrumsnah, nicht als erste Adresse für Spaziergänger. Sonderlich hübsch ist diese Gegend der burgenländischen Landeshauptstadt nämlich nicht. Zu den wenigen Hinguckern auf der stark befahrenen Verkehrsachse gehören zwei Kirchen: der Konvent der Barmherzigen Brüder und die Bergkirche.

Auf halber Strecke zwischen diesen zwei Gotteshäusern ereignet sich am Dienstagnachmittag der Vorwoche ein, nun ja, Kriminalfall, über den man in Eisenstadt und Umgebung wohl noch länger schmunzeln wird: Gegen 15.30 Uhr halten zwei schwarze Limousinen mit deutschen Kennzeichen auf Höhe der Hausnummer 29. Mehrere Menschen steigen kurz aus, darunter eine groß gewachsene blonde Frau. Eine 88-jährige Frau steigt ein. Die Pflegerin, mit der die Greisin unterwegs war, ist vorher zur Seite geschubst worden. Etwa eine Stunde später wird bei der Eisenstädter Polizei eine mutmaßliche Entführung angezeigt. Um 19.31 Uhr kommt die erste "Eilt"-Meldung der Austria Presse Agentur: "Entführung auf offener Straße in Eisenstadt sorgte für Großfahndung."

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