25 Fragen an den Kinderarzt

Was hilft meinem Kind wirklich? Im Durcheinander widersprüchlicher Ratschläge bleiben Eltern oft ratlos zurück. profil holte professionelle Expertisen ein.

Mein Kind hat plötzlich Fieber. Soll ich einen Arzt rufen oder noch zuwarten? Bei welchen Krankheiten helfen Hausmittel, bei welchen genügt Homöopathie, wann ist auf jeden Fall die Verabreichung eines Antibiotikums angezeigt? Jeder, der Kinder hat, steht irgendwann vor solchen Fragen. Jetzt, während der Wintermonate, häufiger als sonst.

Was ist ein Infekt, was deutet auf eine Grippeerkrankung oder gar eine Hirnhautentzündung hin? Es kommt immer wieder vor, dass selbst kundige Eltern falsch reagieren, die Zeichen nicht richtig deuten – mit manchmal schwer wiegenden Folgen. Deshalb ist es sinnvoll, sich beizeiten wissenschaftlich fundierte Ratschläge zu holen.

In den vergangenen Jahrzehnten hat es eine ganze Reihe unterschiedlicher Moden gegeben: stillen oder nicht stillen, Bauch- oder Rückenlage, verzärteln oder nicht verzärteln, impfen oder nicht impfen, Fernsehen schadet, schadet nicht und so fort. Und trotz einer Fülle von Büchern, Ratgebern und Zeitungsartikeln sind viele Eltern verunsichert: Wie ist das mit dem plötzlichen Kindstod? Was mache ich, wenn mein Kind Durchfall hat? Ab welchem Alter sollte mein Kind sprechen können? Viele Eltern wissen nicht, dass Kinder von Rauchern durch das Mitrauchen häufiger Infekte oder Mittelohrentzündung entwickeln. Und viele verzweifelte Eltern von Neurodermitis-geplagten Kindern wissen noch immer nicht, dass es seit dem Vorjahr wirksame kortisonfreie Salben gegen die Krankheit gibt.

Aufgrund neuer Erkenntnisse und zahlreicher Langzeitstudien ist die Medizin heute viel sicherer in der Beurteilung von kindlichen Erkrankungen, sie weiß auch sehr viel mehr über Entstehung und dahinter steckende Mechanismen. Auch die einst viel kritisierten Impfungen sind heute sicherer und so gut wie nebenwirkungsfrei, sodass man sie auch Kleinkindern gefahrlos verabreichen kann. Die hier abgedruckten Antworten können freilich nicht auf jede Situation eingehen. Im Zweifelsfall sollten Sie immer einen Kinderarzt aufsuchen.