Der Kampf um Wien: Warum die Wahl im Gemeindebau entschieden wird

Die Wiener Landtagswahlen werden in den Gemeindebauten entschieden, in denen ein Drittel der Wählerschaft wohnt. Die Strache-FPÖ hat die Bastionen des Roten Wien zur Hauptkampfzone erklärt.

Im Bau in der Favoritener Ettenreichgasse seien die Keller feucht; im Schwimmbecken einer Wohnhausanlage in der Brigittenau würden Moslemfrauen in wallender Bekleidung baden; allenthalben schächte man Tiere in Waschküchen, im Gemeindebau auf der Ottakringer Sandleiten habe man vor einigen Tagen sogar schon Schüsse gehört.

Auf den Websites – pardon: Netzseiten – der Wiener FPÖ häufen sich dieser Tage Hiobsbotschaften apokalyptischer Dimension. Schon im vergangenen Oktober hatte Parteichef Heinz-Christian Strache seinen „Blauen Bus“, bemannt mit „FPÖ-Wohnbauspezialisten“, zwecks Lageerhebung losgeschickt. Binnen zwei Wochen wollte er Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) „einen ersten Überblick über die wahren Sorgen und Ängste der Gemeindebaumieter“ geben.

Der Stadtrat wartet noch immer. Zu mehr als ein paar Agitprop-Netzseiten hat es bei Straches FPÖ dann doch nicht gereicht. Aber dass die Freiheitlichen dereinst die Sozialdemokratie selbst in deren mächtigsten Festungen angreifen würden – das hätte noch Mitte der achtziger Jahre als blanke Spinnerei gegolten. Bei fünf Prozent dümpelte die rechte Burschenschafter- und Honoratiorenpartei in Wien damals dahin. Fünf turbulente Jahre später, bei den Landtagswahlen 1991, vervierfachten die Freiheitlichen ihren Anteil und schafften 22 Prozent. 1996 waren es dann schon 28 Prozent – bis heute das Rekordergebnis der Hauptstadt-Blauen. Die Sozialdemokraten waren damals, bei Michael Häupls erster Wahl, nur noch elf Prozentpunkte vor Jörg Haiders Kadern gelegen. Einen noch größeren Erdrutsch hatte es in den Gemeindebauten gegeben: In der Großfeldsiedlung (21.000 Mieter) und am Rennbahnweg (8000 Mieter) hatten die Freiheitlichen 1996 fast 33 Prozent erreicht. Sogar im Allerheiligsten, dem Karl-Marx-Hof in Wien-Döbling, hatten 30 Prozent der Wahlberechtigten die FPÖ gewählt.

Flugsand.
Nach der wenig ruhmreichen Regierungsbeteiligung und der Spaltung der Freiheitlichen war die alte Ordnung 2005 fast wiederhergestellt: Die SPÖ errang in fast allen großen Gemeindebauten Wiens eine Zweidrittelmehrheit.

Schon drei Jahre später, bei den Nationalratswahlen 2008, zeigte sich, dass die ehemalige Stammwählerschaft Flugsand geworden war: Abermals wählte ein Drittel der Bewohner von Großfeldsiedlung und Rennbahnweg die FPÖ, wiederum kratzte die Strache-Partei im Marx-Hof an der 30-Prozent-Marke.

Hier findet auch im Landtagswahlkampf 2010 die wahre Auseinandersetzung statt. In den Wiener Gemeindebauten wohnt eine halbe Million Menschen – mehr als in Graz, Salzburg und Klagenfurt zusammen. Jede dritte Stimme kommt bei Wahlen in Wien aus dem Gemeindebau.

Um sie wird seit Monaten gekämpft:
Schon seit Herbst vergangenen Jahres durchkämmen von der Stadt entsandte „OrdnungsberaterInnen“ die Wohnhausanlagen, um die Einhaltung der Hausordnung einzumahnen. Seit vergangenem Jänner patrouillieren überdies 106 so genannte „Wohnpartner“ durch die Höfe, die Konflikte schon im Keim ersticken sollen. Nur keine Wellen – schon gar nicht im sensiblen Revier Gemeindebau, lautet die Devise der Rathaus-SPÖ im Wahljahr.

Wer eine dieser von der Stadt großzügig geförderten Wohnungen bekommen will (Durchschnittsgröße: 66 Quadratmeter), muss heutzutage nicht mehr bettelarm sein: Bei 4700 Euro netto monatlich liegt die Einkom­mensobergrenze für eine dreiköpfige Familie. ­Gegenüber dem Vorjahr wurde sie um 50 Prozent angehoben, um mehr soziale Durchmischung zu erreichen: Armenghettos dürfen die städtischen Wohnhausanlagen nicht werden, das lehrt Paris. „Man soll an der Adresse nicht die soziale Klasse ablesen können“, formuliert das Wohnbaustadtrat Ludwig.

Die Mieten sind freilich auch nicht mehr so realsozialistisch wie früher. Auf 2,74 Euro beläuft sich der durchschnittliche Quadratmeter-„Zins“ in einem Wiener Gemeindebau inklusive Betriebskosten. Neu vermietete Gemeindewohnungen der Kategorie A kosten 4,40 pro Quadratmeter und Monat. 6,90 Euro zahlt man dafür in einer Genossenschaftswohnung und fast zehn in einem Privathaus.

Aber bloß als kostengünstige Wohngelegenheit hatten ihre Erfinder die Gemeindebauten ohnehin nie gesehen. Sie waren eine kleine Welt, in der die große ihre Probe halten sollte. 54 Prozent hatten die Sozialdemokraten 1919 bei den ersten Gemeinderatswahlen nach dem Ende der Monarchie erreicht. 1922 wurde Wien ein eigenes Bundesland, eine rote Insel inmitten eines schwarzen Meers, die einzige von Sozialdemokraten regierte Millionenstadt der Welt.

Hier ließ sich der Sozialismus probieren. Ein anderer als jener gewaltsam errungene und gewaltsam verteidigte, der eben in Bayern und Ungarn gescheitert war und sich in Russland merkwürdig entwickelte. Die Männer, die sich in Wien ans Werk machten, um ihren „Austromarxismus“ in die Tat umzusetzen, waren relativ jung. 1919, beim Regierungsantritt der Sozialdemokraten, war Chefdenker Otto Bauer 37, Landtagspräsident Robert Danneberg 34 und Finanzstadtrat Hugo Breitner 45. Bloß das Bürgermeisteramt besetzte man mit einem Veteranen: Jakob Reumann war schon 66.

Die brennendste Aufgabe war die Lösung der Wohnungsfrage. 90.000 „Bettgeher“ (sie teilten das Bett im Schichtbetrieb mit jemand anderem) hatte es vor dem Weltkrieg gegeben, dazu kamen Tausende Obdachlose, die in Kanälen hausten. In keiner anderen Großstadt fanden Seuchen wie die Tuberkulose, die „Wiener Krankheit“, so viele Opfer wie hier. Nur fünf Prozent der Wohnungen hatten Wasser oder WC. In den Zimmer-Küche-Wohnungen der mit Pseudo-Ringstraßen-Fassaden behübschten „Gründerzeit“-Häuser in den Wiener Gürtel-­Bezirken wurden bis zu 50 Menschen zusammengepfercht.

Die christlichsoziale Stadtregierung vor 1919 vermochte das Problem nicht zu lösen. 18 ihrer 31 Gemeinderäte waren Zinshausbesitzer. Hugo Breitner wurde zur Zentralfigur der roten Wende. „Nur wenn der Kopf dieses Asiaten in den Sand rollt, wird der Sieg unser sein“, sollte Heimwehrführer Ernst Rüdiger von Starhemberg 1932 grollen. Der Sohn eines aus Budapest zugewanderten jüdischen Getreidehändlers hatte Wege zur Finanzierung eines gewaltigen Wohnbauprogramms ersonnen: Er hob gestaffelte Grundsteuern ein. Für Kleinwohnungen waren zwei Prozent an „Wohnbausteuer“ abzuführen, für Luxuswohnungen 36 Prozent. Neue Abgaben waren für Pferde, Champagner, Autos und Hauspersonal zu entrichten. 1920 wurde der erste so finanzierte Gemeindebau eröffnet, der Metzleins­talerhof am Margaretengürtel.

Rotes Wien.
Bis 1934 sollten 61.000 neue Wohnungen gebaut werden. Die Anlagen tragen bis heute die Namen roter Vorväter: Es gibt den Friedrich-Engels-Hof, den Lassalle-Hof, den Bebel-Hof. Der Karl-Marx-Hof in Wien-Heiligenstadt, der größte von allen, erstreckt sich über eineinhalb Kilometer und vier Straßenbahn-Haltestellen.

Die Wohnungen des Roten Wien waren mit Normgrößen von 35 und 45 Quadratmetern klein, aber für die aus den Elendsquartieren Kommenden dennoch unendlich groß. Zudem wurde vieles in Gemeinschafts­einrichtungen in den gewaltigen Höfen ausgelagert: Da gab es Kindergärten, Horte und Wäschereien, Bibliotheken, Ambulatorien, Versammlungslokale, Bäder und Kinos. Jenes im Rabenhof ist heute eines der wichtigen Wiener Theater. Geplant wurden die Bauten von den besten Architekten ihrer Zeit, wie Josef Hoffmann, Hubert Gessner und Josef Frank.
Bis heute werden die Sozialdemokraten an diesen Großtaten gemessen – auch von jenen, die ihnen damals ein Ende setzten.

Der Karl-Marx-Hof, den das Bundesheer am 12. Februar 1934 von der Hohen Warte her beschoss, wurde nach dem Verbot der Sozialdemokraten „Heiligenstädter Hof“ genannt. Der prächtige Austerlitz-Hof in Wien-Erdberg, benannt nach dem legendären Chefredakteur der „Arbeiter Zeitung“, hieß nach 1934 Rabenhof. In den Engels-Hof wie in viele andere Gemeindebauten setzte man anstelle der Bibliothek eine katholische „Notkirche“ – zwecks Bekehrung, sozusagen. Einige Jahre später dünnten die Nazis die Bewohnerschaft aus. Tausende Juden verloren bald nach dem Einmarsch das Mietrecht im Gemeindebau und wenig später ihr Leben.
Als die Nazis 1945 vertrieben waren, lagen in der Stadt ebenso viele Wohnungen in Schutt und Asche, wie in den 13 Jahren des Roten Wien gebaut worden waren.

Der Wiederaufbau musste rasch vor sich gehen. Architektonische Schönheit war kein Kriterium. Die Verarmung der zahlenmäßig größten Bevölkerungsschicht, der Arbeiterfamilien in den Städten, konservierte in den Gemeindebauten aber noch in den fünfziger Jahren einen Teil des Geistes von früher.

„Da ja niemand etwas hatte, ist die Armut keinem aufgefallen“, erinnert sich Jahrhundertfußballer Herbert Prohaska, Jahrgang 1955, an Kindheit und Jugend im Gemeindebau in der Simmeringer Hasenleitengasse. Die Prohaskas lebten zu viert in einer 2-Zimmer-Parterrewohnung. Herbert schlief bis zum elften Lebensjahr zwischen den Eltern. „Wir haben auch im Erdgeschoß immer das Fenster offen gelassen, es konnte uns ja nichts gestohlen werden.“ Man ­hatte weder Telefon noch Fernsehapparat noch Auto. Urlaub machte keine der Familien, so blieb Herbert mehr Zeit zum Kicken. „Ich war sehr glücklich. Ich wollte nie dort weg.“

Am 1. Mai schmückten die Prohaskas das Fahrrad mit rotem Krepp und marschierten wie die anderen im Bau zur SPÖ-Kundgebung am Rathausplatz. Dort kam vielleicht eben von Kaisermühlen her die Familie Pilz aufmarschiert. Großvater Pilz war in der Erinnerung seines Enkels Peter „ein Radikalsozialist“, die Oma Straßenbahnschaffnerin. Seit vielen Jahren wohnt Peter Pilz, Nationalratsabgeordneter der Grünen, mit seiner Frau auf den von den Großeltern übernommenen 60 Quadratmetern im Goethe-Hof, wo Ernst Hinterbergers „Kaisermühlen Blues“ gedreht wurde. Pilz weiß: „Ich werde hier mein Lebtag nicht mehr ausziehen.“ Die Bewohnerschaft sei „sozial wunderbar durchmischt, ein Beispiel für gelungene Integration“. Redet man sich da das Leben im Gemeindebau schön, verklärt da die Erinnerung, werden Probleme einfach verdrängt?

Seit einigen Jahren gibt es jedenfalls eine neue Problemzone: Entsprechend einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2006 können auch Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern eine Gemeindewohnung beantragen, sofern der Bewerber seit fünf Jahren in Wien lebt. Unterschrieben wurde die Richtlinie bei den entsprechenden EU-Ratssitzungen übrigens von Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) und Justizminister Dieter Böhmdorfer (FPÖ). Dennoch ein saftiger Wahlkampf-Happen für die Strache-Partei: Kaum eine Kundgebung, bei der nicht gegen die Wohnungsvergabe an Ausländer agitiert wird.
Ehemalige Gemeindebaubewohnerinnen wie die Schauspielerin Chris Lohner, aufgewachsen im Eiselsberg-Hof in Margareten, sehen in solchen Auftritten „die Grenzen des Anstands klar überschritten“: „Strache hat nicht die Menschen, sondern sich selbst im Auge. Er ist asozial“, meint Chris Lohner.

Sehen das die Menschen, die noch heute in Gemeindebauten wohnen, vielleicht etwas anders? Tatsache ist, dass rund 70 Prozent der Gemeindebaubewohner gebürtige Österreicher sind. Weitere zehn Prozent kommen aus der Türkei, sieben aus dem ehemaligen Jugoslawien. Der Rest teilt sich auf viele Nationalitäten auf.

Das schafft Spannungen.
Etwa ein Fünftel der österreichischen Bewohner sieht im Zuzug von Ausländern das größte Problem im Bau, ergab eine Umfrage der Gemeindebau-Verwaltung Wiener Wohnen. Auf den Plätzen folgten schlechter Bauzustand, mangelnde Sauberkeit und die unvermeidlichen Hundstrümmerln. Aber 66 Prozent der Bewohner haben noch nie oder „eher selten“ tatsächlich Konflikte zwischen Österreichern und Zuwanderern wahrgenommen. „Häufig“ und „sehr häufig“ bekommen solche Auseinandersetzungen nur acht Prozent mit. Auf die Nachfrage, um welche Konflikte es sich da handle, antwortete die Mehrheit mit „Lärmbelästigung“. Wohnbaustadtrat Ludwig: „Wenn früher Kinder Lärm gemacht haben, waren’s halt Fratzn. Wenn jetzt türkische Buben beim Fußballspielen laut sind, wird das zum interkulturellen Konflikt erklärt.“

Konkurrenz.
Die Einstellung gegenüber Ausländern in Gemeindebauten unterscheidet sich damit nicht sehr von jener der „Außenwelt“. Was insofern verwunderlich ist, als in den städtischen Wohnhausanlagen lebende Österreicher eher im unteren Teil der Sozialskala angesiedelt sind, also etwa am Arbeitsmarkt direkt mit Zuwanderern konkurrieren. Nur 16 Prozent der Gemeindebaumieter haben Matura (im Wien-Schnitt sind es 30). 36 Prozent müssen mit weniger als 1000 Euro im Monat auskommen (Wien-Schnitt: 25 Prozent), die Arbeitslosenrate in den Gemeindebauten ist meist doppelt so hoch wie in Wien insgesamt.

„In einen Gemeindebau hineingeboren zu sein heißt darum ja auch immer, ihn verlassen zu wollen, es einmal weiterzubringen“, meint Burgschauspieler Karlheinz Hackl, Jahrgang 1949, früher ein „Schlüsselkind“ im Körner-Hof in Margareten. Hackl lebt heute mit seiner Familie in einem Haus in Grinzing. An die Zeit am Margaretengürtel denkt er mit Liebe.

Auch seinem entfernten Berufskollegen, dem Kabarettisten und Autor Dieter Chmelar, aufgewachsen in Liesing, fehlt der inzwischen etwas schäbig gewordene Gemeindebau nicht, „aber ich möchte
diese Trutzburg des blutroten Wien als Teil meiner Menschwerdung nicht missen und schon gar nicht verleugnen. Es war eine wichtige Phase des sozialen Lernens.“

Wenig Markt.
Heute logiert Chmelar mit seiner Frau in einer Genossenschaftswohnung in Wien-Ottakring, der zweiten Form geförderten Wohnens. Wien hält diesbezüglich einen Weltrekord: Nicht weniger als 60 Prozent der Einwohner leben in öffentlich geförderten Wohnungen, nur 25 Prozent bedienen sich am freien Wohnungsmarkt, weitere 15 besitzen Eigentumswohnungen oder Häuser. Das hält die Preise insgesamt niedrig: In Wien liegen die durchschnittlichen Wohnkosten um etwa 40 Prozent unter dem Niveau von München. In London ist Wohnen doppelt so teuer.
Wenig verwunderlich, dass Gemeindebaumieter nicht auf den freien Wohnungsmarkt drängen: Nur drei Prozent würden lieber in einem privaten Mietshaus leben.

Wobei die Zahl der „echten“ Gemeindebaubewohner tendenziell sinken wird. Seit 2004 errichtet die Gemeinde Wien keine neuen Bauten mehr, die Stadt konzentriert sich auf die Förderung von Genossenschaftswohnungen: „Die Genossenschaften können billiger bauen als wir“, begründet der Wohnbaustadtrat die historische Wende.

So wird die Stadt dereinst um einige der Schnurren ärmer sein, die sich um die Wiener Gemeindebauten ranken. Etwa um jener in der Döblinger Daringergasse, in dem der Familie Horowitz im Sommer 1959 eine Wohnung zugewiesen wurde. Vater Horowitz war Fotograf und hatte öfter Stadtrat Franz Glaser (SPÖ) abgelichtet. Der hatte es sich in den Kopf gesetzt, einen Promi-Gemeindebau ins vornehme Sievering zu platzieren. „Bei uns hat Helmut Qualtinger gewohnt, die Schauspieler Leopold Rudolf, Ernst Meister und Peter Weck, Luise Martini, der Jazzer Bill Grah, Teddy Podgorski und gleich vis-à-vis auf Tür 1 Dagmar Koller, damals eine junge Soubrette“, erzählt Sohn Michael Horowitz, Fotograf wie sein Vater und Chef der „Kurier“-Samstagbeilage „Freizeit“. Frau Koller wurde mitunter von Verehrern mit spektakulären Autos abgeholt. Einmal kam sogar ein Mercedes 600, der ihm entsteigende Herr im Kamelhaarmantel entpuppte sich als der berühmte Tenor Giuseppe di Stefano. Weit interessanter als den Star fanden die Gemeindebau-­Buben aus der Daringergasse allerdings die ins ­Armaturenbrett eingelassene vergoldete ­Espressomaschine. So etwas hatten sie drüben im Karl-Marx-Hof wirklich noch nie gesehen.