Der Mann am Gashahn

Der russische Staatskonzern Gazprom will bald das größte Unternehmen der Welt sein. Das politisch mächtigste ist er bereits: profil traf dessen Vizepräsidenten Alexander Medvedev, von dem die Energieversorgung Europas und damit Österreichs abhängt.

Postleitzahl 117997 Moskau, 16 Nametkina Ulica, fünfter Stock: an den Wänden Edelholz, an der Decke Kristalllüster. Auf einem Bord ein eineinhalb Meter langes Schwert, in einer Vitrine Pokale.

An der Stirnseite des Raumes schimmert eine Ikone.

Hier befindet sich, um Präsident Wladimir Putin zu zitieren, das „Heiligste vom Heiligen“ Russlands – die Vorstandsetage des Energiekonzerns Gazprom: 13 Kilometer Luftlinie vom Kreml entfernt und trotzdem ganz nahe an der Macht. Ein Gigant mit 44 Milliarden Dollar Umsatz, 7,5 Milliarden Dollar Gewinn nach Steuern und rund 236 Milliarden Dollar Börsewert.*) Noch nicht das größte, wahrscheinlich aber bereits jetzt das einflussreichste Unternehmen der Welt.

Gazprom wird mit einer Mehrheit von 50 Prozent plus einer Aktie vom Staat Russland kontrolliert – und kontrolliert seinerseits mehr als 60 Prozent der russischen respektive 17 Prozent der weltweiten Gasreserven.

Ohne Gazprom würde die Energieversorgung Europas zusammenbrechen, würden Kraftwerke und Industriebetriebe stillstehen, Heizungen kalt bleiben und Öfen nicht zünden. Die EU bezieht annähernd ein Viertel ihres gesamten Erdgasbedarfs aus Russland, Österreich sogar mehr als 60 Prozent.

Und der Mann, der gerade fast unbemerkt durch eine Seitentür eingetreten ist, hat das Monopol auf das Auslandsgeschäft mit russischem Erdgas: Alexander Ivanovich Medvedev, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Gazprom und Direktor von Gazexport, gewährt nur selten Interviews. Für profil macht der 51-Jährige, der zwischen 1989 und 1991 als Leiter der russischen Donau-Bank AG (siehe Kasten) in Wien tätig war, eine Ausnahme.

An Selbstbewusstsein lässt er es dabei nicht mangeln.

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profil: Herr Medvedev, Sie haben kürzlich vorausgesagt, dass Gazprom in den nächsten sieben bis zehn Jahren mit einem Börsenwert von tausend Milliarden Dollar das größte Unternehmen der Welt sein wird. Meinen Sie das ernst?
Medvedev: Diese Voraussage basiert sogar auf einer sehr konservativen Schätzung. Derzeit liegt der Börsewert von Gazprom bei rund 240 Milliarden Dollar. Wenn wir unsere Reserven betrachten und als Vergleich Exxon heranziehen, müsste er zehnmal so hoch sein wie heute. Wir reden also von fast 2,5 Billionen Dollar. Das ist zwar noch Zukunftsmusik, die nette Zahl von einer Billion sollten wir durch mehr Effizienz und Produktivität aber binnen zehn Jahren erreichen.

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Die Dimensionen, von denen Medvedev spricht, werden erst 3000 Kilometer nordöstlich von Moskau, im autonomen Bezirk der Jamal-Nenzen, fassbar. Dort, in der Weite des westsibirischen Beckens, liegt das Kapital von Gazprom: die größten Gasfelder Russlands. Das Leben in dieser Gegend, die Anfang April gerade stockfleckig aus Schnee und Eis herausapert, ist eine Zumutung für jeden Menschen. Im Winter Temperaturen bis minus 56 Grad, im kurzen, heißen Sommer Mückenschwärme, die aus Sümpfen, Tümpeln und Wasserläufen aufsteigen.

In Nojabrsk, der Hauptstadt des Bezirks, leben 100.000 Menschen, 30.000 sind in der Gas- und Ölförderung beschäftigt, 3000 arbeiten für die Gazprom-Produktionsgesellschaft NGD.

Ein einziger ihrer vielen Verarbeitungsbetriebe, die hochmoderne Fabrik Wyngajacha nahe dem Polarkreis, speist pro Jahr 20 Milliarden Kubikmeter Gas in die Pipelines ein. Der jährliche Verbrauch in Österreich liegt bei rund neun Milliarden Kubikmetern.

Im Westsibirischen Becken bündeln sich die Kapillaren der Gasrohre von den Bohrlöchern nach und nach zu zwei Hauptschlagadern: der Jamal-Pipeline, die über Weißrussland nach Deutschland führt, und weiter südlich der Sojus-Pipeline durch die Ukraine und die Slowakei nach Österreich und Tschechien.
An ihnen hängt Europa.

Wenig verwunderlich, dass der energiewirtschaftlich-politische Komplex Russlands in der EU inzwischen für ähnliches Unbehagen sorgt wie früher der militärisch-industrielle Komplex des Sowjetimperiums. Der Kreml mag keine mächtige Rote Armee mehr haben. Aber er hat Gas und Öl. Und eine leistbare Alternative dazu ist derzeit nicht in Sicht.

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profil: Es gibt in Europa schon jetzt Kritik am Einfluss von Gazprom. Glauben Sie nicht, dass die Vorbehalte im gleichen Maße wachsen werden, in dem auch Gazprom wächst?
Medvedev: Die Kritik in den Medien hat nichts mit unseren wirklichen Absichten und unserer Funktion zu tun. Wir entwickeln lediglich unser Business weiter – wir liefern Produkte, die für jeden Wirtschaftsraum notwendig sind. Ohne Energie kann kein Land im Wettbewerb bestehen. Wobei es sowohl geologisch als auch finanziell immer schwieriger wird, das dafür notwendige Öl und Gas zu gewinnen.
profil: Die Kritik kommt nicht nur aus den Medien: EU-Kommissar Andris Piebalgs beklagt immer wieder die wachsende Abhängigkeit Europas von Russland, Österreichs Kanzler Alfred Gusenbauer hat kürzlich vor dem Ausverkauf europäischer Energienetze und dabei ausdrücklich vor Gazprom gewarnt.
Medvedev: Niemand verkauft ein Auto ohne Reifen. Mit anderen Worten: Würden wir nicht in die Transportsysteme investieren, könnten wir den Kunden unsere Produkte nicht liefern. Und wer wäre imstande, Erdgas nicht nur zu produzieren, sondern auch termingerecht und den Erfordernissen verschiedenster Kunden entsprechend bereitzustellen?
profil: Würden Sie es denn begrüßen, wenn Russland in so hohem Maße von europäischen Energielieferungen abhängig wäre, wie es derzeit Europa von Russland ist?
Medvedev: Zwischen Europa und Russland besteht keine einseitige Abhängigkeit. Wir sind genauso abhängig von den Exporterlösen, die zwei Drittel unserer Einkünfte ausmachen, wie umgekehrt unsere Kunden von den Lieferungen. Vergessen wir auch eines nicht: Russland ist schon sehr lange im Gasgeschäft und hat sogar in der Zeit des Kalten Kriegs gegen den Widerstand der USA mit Europa kooperiert. Die heutige Wettbewerbsfähigkeit Europas in seiner Gesamtheit und seiner einzelnen Länder basiert in substanzieller Weise auf dem jahrzehntelangen Zugang zu russischem Gas und Öl.

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Tatsächlich: Russland braucht die Devisen aus der EU dringend. Am westeuropäischen Markt kann Gazprom für 1000 Kubikmeter Gas 260 Dollar verlangen – von seinen Kunden im Inland nur 49 Dollar. Erst im Jahr 2011 sollen die Preise auf ein einheitliches Niveau angehoben sein. Und Europa gegen mögliche Konkurrenzmärkte wie China oder Indien auszuspielen scheitert zurzeit noch an leistungsfähigen Pipelines Richtung Osten.

In Russland hält Gazprom ein Monopol auf den Gastransport, in Osteuropa und mehreren EU-Ländern hat sich der Konzern inzwischen bei Pipeline-Betreibern eingekauft – oder versucht es zumindest. Gemeinsam mit Deutschland arbeiten die Russen am Projekt „Nord Stream“, besser bekannt als Ostsee-Pipeline. Der ehemalige Kanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte sich für das Projekt stark gemacht, bevor er nach seinem Rückzug aus der Politik für ein stattliches Gehalt als Konsulent zu Gazprom wechselte.

Von Kleinasien aus wiederum will Gazprom seine Bluestream-Pipeline durch das Schwarze Meer bis nach Mitteleuropa verlängern. Das Projekt steht in direkter Konkurrenz zur Nabucco-Pipeline der OMV, die ab 2011 Gas aus dem Iran an Russland vorbei in die EU pumpen soll.

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profil: Warum beteiligt sich Gazprom nicht an „Nabucco“, statt auf fast derselben Route eine zweite Pipeline zu bauen?
Medvedev: Für Pipelines sind einige Vorbedingungen notwendig: die Verfügbarkeit von Gas, die Verfügbarkeit eines Marktes und die Verfügbarkeit gemeinsamer Interessen der Investitionspartner. Bei „Nabucco“ sehe ich keine dieser drei Bedingungen erfüllt. Bei „Bluestream“ haben wir hingegen alles: Gas, einen Markt und eine Interessengleichheit mit unseren potenziellen Partnern.

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Bei seiner Expansion profitiert Russland von der Liberalisierung der europäischen Energiemärkte. In Deutschland ist Gazprom etwa an E.ON Ruhrgas und an der BASF-Tochter Wintershall beteiligt. Gleichzeitig lässt der Kreml aber keine ausländischen Beteiligungen am eigenen Markt zu. Die so genannte „Energiecharta“, die einen wechselseitigen Zugang erlauben würde, hat der Kreml zwar unterschrieben, bislang aber nicht ratifiziert.

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profil: Warum wehrt sich Russland so vehement gegen die Energiecharta?
Medvedev: Weil wir einfach nicht sehen, wie dieses Abkommen umgesetzt werden könnte. In mehreren sehr kritischen Situationen, etwa im Konflikt mit der Ukraine, war diese Organisation untätig und hat ihre Kontrollaufgaben nicht wahrgenommen.

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Der Konflikt mit der Ukraine zur Jahreswende 2005/2006 markierte für die EU das Ende der gefühlten Versorgungssicherheit. Nach monatelangen Preisstreitigkeiten reduzierte Gazprom seine Einspeisungen in die Sojus-Pipeline. Damit waren auch Teile Europas von der Gasversorgung abgeschnitten. Russland, so viel wurde damit klar, war bereit, seine Energielieferungen bei Bedarf auch als Druckmittel einzusetzen.

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profil: Würden Sie der Ukraine bei Bedarf wieder das Gas abdrehen?
Medvedev: Wir haben der Ukraine das Gas nicht abgedreht. Russland hatte mit der Ukraine zuvor lange verhandelt. Aber die Ukraine glaubte, sie könnte uns als Transitland für Lieferungen an Europa erpressen und uns ihre Bedingungen diktieren. Daher haben wir nur mehr jene Menge Gas in die Pipelines eingespeist, die für Europa bestimmt war. Die Ukraine hat dieses Gas gestohlen.
profil: Es ist aber ziemlich offenkundig, dass Russland Gas auch als strategisches Instrument einsetzt.
Medvedev: Wir haben Gas nie als politische Waffe verwendet. Erinnern Sie sich doch an die orange Revolution in der Ukraine: Das wäre möglicherweise der perfekte Zeitpunkt gewesen, sich dieses Druckmittels zu bedienen. Aber wir setzten unsere Lieferungen damals in voller Übereinstimmung mit den Verträgen fort.
profil: Warum bekennt sich Russland eigentlich nicht dazu, seine Ressourcen als Mittel der Politik zu verwenden? Andere Länder tun das ja auch.
Medvedev: Wir sollten Weltpolitik von der künstlichen Politisierung zwischenstaatlicher Beziehungen im Energiesektor trennen. Aus Sicht von Gazprom sollten die Beziehungen mit allen Handelspartnern, eingeschlossen die Länder der früheren Sowjetunion, nach Marktkriterien gestaltet sein.
profil: Wie erklären Sie es dann, dass Georgien, mit dem Russland ein extrem gespanntes Verhältnis hat, das Doppelte für Gas zahlt wie etwa Weißrussland?
Medvedev: Das ist ein Resultat von Verhandlungen. Wir haben allen unseren Partnern angeboten, zumindest einen Teil der Gaslieferungen mit Beteiligungen, die für uns interessant sind, zu bezahlen. Im Fall Weißrussland haben wir zum Beispiel 50 Prozent des Pipelinesystems bekommen. Bis 2011 wird der Preis zudem schrittweise angehoben, dann wird auch Weißrussland das Gleiche zahlen wie unsere Kunden in der EU.
profil: Gazprom gehört zu 50 Prozent plus einer Aktie dem russischen Staat. Wie wäre es denn damit, den Einfluss zu reduzieren?
Medvedev: Es ist eine prinzipielle strategische Entscheidung, dass der Staat bei Gazprom die Mehrheit behält. Das versetzt uns in die Lage, auf der einen Seite die marktwirtschaftlichen Erfordernisse zu erfüllen und auf der anderen unsere sozialen Aufgaben, etwa die Versorgung der Bevölkerung mit Gas.

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Sein soziales Engagement führt Gazprom gerne vor. Etwa in der Region um Nojabrsk in Sibirien. Dort ist der Konzern ein bestimmender Faktor: Er zahlt seinen Angestellten anständige Löhne, er hat für den Bau der russisch-orthodoxen Kathedrale ebenso großzügig gespendet wie für die Moschee. Im Sommer, wenn die Dörfer draußen in der Tundra auf dem Landweg nicht mehr erreichbar sind, fliegt Gazprom mit Hubschraubern frisches Obst und Gemüse ein. Manchmal sogar Kokosnüsse.

Auch was die Nenzen – Ureinwohner, die immer noch ein traditionelles Nomadenleben führen – betrifft, lässt sich Gazprom nicht lumpen: Da die Rohrleitungen die Bewegungsfreiheit ihrer Rentierherden einschränken, werden alle paar Kilometer Überstiegshilfen gebaut. Soll sich keiner beschweren können. Tut auch niemand.

Nicht einmal die ausländischen Investoren, denen jetzt nach und nach jene Claims wieder abgenommen werden, die sie sich während der wilden Privatisierung Russlands in den neunziger Jahren sichern konnten. Zum Beispiel der Erdölkonzern Shell, der erst vor Kurzem die Mehrheit am Förderprojekt „Sachalin II“, einem großen Gasfeld vor der russischen Pazifikküste, an Gazprom verkaufen musste – nach fragwürdigen Vorwürfen über angebliche Umweltsünden und damit verbundene Baublockaden.

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profil: Will Russland westliche Investoren bewusst abschrecken, indem es Unternehmen wie Shell bei dem Projekt „Sachalin II“ aus dem Geschäft drängt?
Medvedev: Das ist doch nicht der Fall. Wir haben mit Shell vier Jahre lang über 25 Prozent plus eine Aktie verhandelt. Dann sind wir gemeinsam zu der Einsicht gelangt, dass Gazprom als Mehrheitseigentümer die beste Möglichkeit ist, die Probleme des Projekts aus dem Weg zu räumen: Überschreitungen beim Zeitplan und bei den Kosten, Schwierigkeiten im Umweltschutzbereich und so weiter. Sachalin ist in vielerlei Hinsicht eine sensible Region. Abgesehen davon begrüßen die ausländischen Aktionäre das Engagement von Gazprom als Mehrheitseigentümer.
profil: Gazprom kann sich mit Konzernen wie Shell bereits messen, was den Börsenwert betrifft. Kann es sich auch in puncto Effizienz messen?
Medvedev: Effizienz kann man nicht über Nacht erhöhen, das braucht Zeit und Zugang zu neuen Technologien. Aber wir sind entschlossen, diesen Weg zu gehen, und wir sehen auch bereits Resultate, etwa beim Budget oder der Kostenkontrolle. Dabei ist uns die Kooperation mit westlichen Unternehmen wichtig – auch weil wir damit Zugang zu neuen Managementtechniken erhalten.
profil: Vielfach wird kritisiert, dass Gazprom zwar in alle Richtungen expandiert, gleichzeitig aber zu wenig in die Gasförderung investiert. Kann das Unternehmen auf lange Sicht seine Verpflichtungen überhaupt erfüllen?
Medvedev: Was Investments betrifft, die nicht zu unserem Kerngeschäft gehören, wie etwa die Medienbeteiligungen …
profil: … durch die der Staatsbetrieb Gazprom einige der wichtigsten TV-Sender und Zeitungen Russlands kontrolliert …
Medvedev: … haben wir schon einige an Gazprombank, unsere Tochtergesellschaft, ausgelagert, die sie als eigenständige Geschäftsprojekte betreibt. Die Diversifizierung der Aktivitäten im Energiegeschäft selbst ist objektiv ein Trend der Branche. Wir bewegen uns auch in Richtung Öl, Energie und Wärme. Das ist eine ganz normale Entwicklung, die auch bei anderen internationalen Konzernen stattfindet.

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Dass Gazprom dabei auch an direkte Geschäfte mit dem Endverbraucher denkt, ist ein offenes Geheimnis. In Italien darf der Konzern bereits jetzt drei Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr direkt verkaufen; in Österreich versorgt er die Landesgasgesellschaften von Kärnten, Salzburg und der Steiermark.

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profil: Soll dieses Engagement auf andere Bundesländer ausgeweitet werden?
Medvedev: Das Geschäft läuft sehr gut, niemand beschwert sich, und wenn der Bedarf in Österreich steigt, können wir auch neuen Kunden Gas zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten.
profil: Und warum sollen wir davon ausgehen, dass unsere Versorgung mit russischem Gas gesichert ist?
Medvedev: Einerseits ist das Risiko, das von Transitländern wie der Ukraine oder Weißrussland ausging, durch erstklassige Verträge eliminiert. Das war, besonders durch den Mangel an Unterstützung durch unsere europäischen Partner, übrigens nicht leicht. Zudem bauen wir die Speicherkapazitäten für Gas sukzessive aus. Ende Mai wird das Gasdepot Heidach in Salzburg, das zweitgrößte unterirdische Lager in Europa, eröffnet, ein Joint Venture zwischen der österreichischen RAG und Gazprom-Tochterfirmen. Das ist die beste Antwort auf all diese Spekulationen: Je mehr Gas hier gebunkert wird, desto größer ist die Energiesicherheit, weil die Fluktuationen des täglichen oder saisonalen Bedarfs leichter zu kontrollieren und sogar Krisensituationen wie terroristische Anschläge zu meistern sind.

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Am Dienstag vergangener Woche, vier Tage nach dem profil-Interview mit Medvedev, kündigte Gazprom eine Offensive zur Verbesserung seines Images in Westeuropa an: „Wir wollen nicht, dass man uns liebt, aber uns ist wichtig, dass man uns versteht“, so ein Sprecher.

Konzernintern hat das Programm den Spitznamen „Shrek 2“ – nach dem Helden des erfolgreichen US-Zeichentrickfilms: einem grüngesichtigen Riesen, hässlich und tollpatschig.

Aber eine Seele von Mensch.

*) Umsatz und Gewinn: Unternehmensangaben für 2005, Börsewert: Kurs Anfang April 2007.

Von Martin Staudinger und Andrej Iwanowski (Moskau und Nojabrsk, Sibirien)