Die vielen Gesichter des Hannes Androsch: Risikokapitalist und Sozialist der alten Garde

Hannes Androsch hat sich bei seinen Geschäften mit bwin und dem US-Fonds Cerberus auf dünnes Eis gewagt. Wie Kreiskys Kronprinz zu einem der erfolgreichsten Unternehmer des Landes avancierte – und trotzdem an seinem Lebenstraum scheiterte.

Hannes Androsch lehnt sich tief in das dick gepolsterte Chesterfield-Gestühl seines Arbeitszimmers. Es ist 17 Uhr. Die Nachmittagssonne taucht die Fassade der gegenüberliegenden Wiener Staatsoper in freundliches Licht. Androsch wirkt müde. Immer wieder lässt er den Blick gedankenverloren durch den Raum schweifen. Der Raum atmet Geschichte. Androschs Geschichte. Dutzende Fotos, Auszeichnungen, Erinnerungsstücke, ein Ölporträt. Ein angejahrter Schrein, kaum mehr als 30 Quadratmeter groß.

Das Monument Hannes Androsch hat Risse bekommen. Seit Tagen nun muss sich Österreichs einst lautester Investor für seine Rolle im US-Debakel um den Glücksspiel- und Sportwettenanbieter bwin rechtfertigen. Androsch hält nicht nur zehn Prozent, er präsidiert auch den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Am 19. April musste bwin für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 einen Verlust in der Höhe von mehr als 500 Millionen Euro eingestehen. Erst im März 2006 war bwin mit großem Trara in den vermeintlich boomenden US-Markt eingestiegen – mitfinanziert über eine millionenschwere Kapitalerhöhung. Im Oktober aber machte eine angeblich überraschende Gesetzesänderung das Geschäft vor Ort zunichte, der Kurs rasselte in den Keller (profil berichtete).

Auf der Strecke bleiben jene Anleger, die 2006 im Vertrauen auf Androschs Integrität bwin-Aktien gezeichnet hatten.

Auch an der Politbörse notierte die Aktie Androsch schon höher. Er steht zwar unmittelbar davor, den Aufsichtsratsvorsitz beim skandalumwitterten Forschungszentrum Seibersdorf zu übernehmen. Erste Wahl war er dafür nicht. Die SPÖ-Spitze hatte zunächst erfolglos bei Ferdinand Lacina angeklopft.

Vor viereinhalb Jahren noch war Androsch die unumstrittene Nummer eins unter Österreichs Finanzministern a. D. gewesen. In den entscheidenden Tagen vor der Wahl 2002, als die ÖVP einen gewissen Karl-Heinz Grasser in allerletzter Minute als Joker aufbot, klopfte kein Geringerer als Alfred Gusenbauer bei ihm an. Um ihn als potenziellen Finanzminister zu gewinnen. „Ich habe Nein gesagt“, rekapituliert Androsch mit belegter Stimme.

Der heute 69-Jährige blickt auf eine schillernde Karriere zurück. Als SPÖ-Finanzminister und Vizekanzler der Republik Österreich; als Herrscher über ein Unternehmensimperium mit gut 8000 Mitarbeitern und einem Privatvermögen jenseits der 300 Millionen Euro. Hätte Androsch in letzter Zeit öfter Nein gesagt – ihm wären wohl Zores erspart geblieben. Ein Vorzeige-Sozialdemokrat inmitten von bwin-Glücksspielrittern kommt bei Genossen ebenso schlecht an wie die allzu leidenschaftliche Fürsprache zugunsten einer US-Heuschrecke, die eine Gewerkschaftsbank schnupft (siehe Kasten Seite 22).

Es sind die Gegensätze, die Androsch zu einer der interessantesten Erscheinungen der österreichischen Nachkriegsgeschichte machen. „Der Hannes war immer ein politischer Abfahrer“, doziert Parteifreund, Tennispartner und Ex-Verstaatlichtenminister Rudolf Streicher, „die Kunst des Slaloms, ohne einzufädeln, hat er aber nie beherrscht.“

Androsch, der Glücksritter, die Ich-AG, der Erfinder des Nadelstreifsozialismus, der Vatermörder. profil zeichnet das Porträt eines Mannes mit vielen Gesichtern.

I. Der Glücksritter
Hannes Androsch sei ein „Profiteur der Privatisierung“, sagt Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina, und er will das keineswegs als Vorwurf verstanden wissen. Brigitte Ederer, Chefin von Siemens Österreich, die als Jungsozialistin 1981 für den Rücktritt Androschs eintrat, urteilt ebensfalls milde. „Als Sozialdemokratin kann auch ich den Kapitalismus nicht außer Kraft setzen“, sagt Ederer. Prinzipiell sei sie für jeden roten Unternehmer dankbar: „Das nimmt dem politischen Vorwurf, Sozialdemokraten könnten nicht wirtschaften, ein wenig die Schärfe.“

Androsch ist der erste sozialdemokratische Politiker in Österreich, der es in seinem zweiten Leben zum millionenschweren Unternehmer gebracht hat. Dabei war Androsch einmal schon ziemlich angeschlagen: als sich Ende der siebziger Jahre herausstellte, dass die Steuerberatungskanzlei Consultatio, an der er bis heute beteiligt ist, in seinen Jahren als Finanzminister ihr Auftragsvolumen verdreifacht hatte. Als er vor Gericht nicht überzeugend erklären konnte, woher er die Millionen für seine Villa genommen hatte, und verdeckte Gewinnausschüttung vermutet wurde, war Androsch schon aus der Politik ausgeschieden. Den Posten des Generaldirektors der Creditanstalt musste er 1988 räumen, weil ihm eine falsche Zeugenaussage vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss nachgewiesen werden konnte. Am Ende wurde er auch noch wegen Steuerhinterziehung belangt.

Ein anderer hätte wahrscheinlich aufgegeben. Androsch gründete ein Beratungsunternehmen für Investoren in den früheren Ostblockländern, das bald florierte. 1994 erwarb er die staatliche Leiterplattenfirma AT&S, die Chips für Mobiltelefone herstellt, und profitierte vom Handyboom. Wäre die Privatisierung nur ein halbes Jahr später erfolgt, hätte Androsch den Betrieb sicher nicht mehr um den Pappenstiel von 6,5 Millionen Euro bekommen. Die Kenntnis der Firma und ein politisches Netzwerk aus besseren Zeiten verhalfen ihm zu diesem Coup. 1997 erwarb er die Österreichische Salinen AG – unter Einsatz spezieller Geschäftsmethoden, wie er einst freimütig eingestand: „Wer da alles bei mir aufmarschiert ist, was ich mit denen gesoffen habe, unvorstellbar.“

Die Salinen AG ist an der Flugzeugkomponentenfirma FACC beteiligt, die heute an Eurofighter-Gegengeschäften mitnascht.

Politischer Loyalitäten wusste sich Androsch zeit seines Lebens zu versichern, etwa indem er mithalf, den Steinmetzbetrieb des verstorbenen ÖVP-Wirtschaftskammerpräsidenten Rudolf Sallinger vor dem peinlichen Konkurs zu retten. Das Geld, das er anfangs nicht hatte, streckte der oberösterreichische Raiffeisen-Chef Ludwig Scharinger vor, bei AT&S ebenso wie bei den Salinen. Vor Geschäften mit dem freiheitlichen Unternehmer Ernst Hoffmann schreckte Androsch genauso wenig zurück wie vor Geschäftsbeziehungen mit Jörg Haider. In kleiner Runde beklagt sich Androsch gern über seinen Ex-Spezi Franz Vranitzky, der ihm als Bundeskanzler einige der besten Geschäfte – voestalpine oder auch die Donaudampfschifffahrt – vermasselt haben soll.

Androsch hatte Glück, aber auch immer das richtige Gespür. Und wenn es einmal doch danebengeht, wie eben jüngst bei bwin, dann liegt die Verantwortung anderswo, etwa bei Maschinenstürmern (siehe Interview Seite 18).

II. Der Zeitgeistige
Wenn Androsch heute gefragt wird, was denn das Sozialdemokratische an ihm sei, reagiert er unwirsch, wirft einen Blick auf seine Maßschuhe und sagt: „Darf ein Sozialdemokrat vielleicht nicht gut angezogen sein?“ Sein Herz schlage links, wirtschaftspolitisch sei er jedoch ein Liberaler. Diese Haltung, heute fast Allgemeingut, war einmal Vorbote der neuen Sozialdemokratie. Für SPÖ-Vorsitzenden Bruno Kreisky hatte Ende der sechziger Jahre der Begriff Arbeiterklasse ausgedient. Kein Angestellter wolle sich damit identifizieren, es sei „die natürliche Neigung vieler Menschen, etwas zu werden“, begründete Kreisky die Öffnung der Partei. Die SPÖ müsse die Aufsteiger ansprechen. Die damit einhergehende Entideologisierung sah Kreisky „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Lacina, der später Kreiskys Kabinettschef wurde.

Androsch war ein Aufsteiger wie aus dem Lehrbuch. Seine Großeltern waren noch in einer Straßenbahnersiedlung aufgewachsen, die Eltern hatten – nach längeren Zeiten von Krankheit und Arbeitslosigkeit – die Steuergesetze der Nazis gebüffelt und sich als Steuerberater selbstständig gemacht. Im Alter von 28 Jahren, das war 1967, war auch Androsch Steuerberater, allerdings mit dem Doktor der Wirtschaftswissenschaften im Gepäck. In seiner Kindheit hatte er immer an den 1.-Mai-Aufmärschen teilgenommen, während des Studiums war er Obmann der Sozialistischen Studenten gewesen, nach dem Bergunglück einer Genossin saß er 1967 als jüngster Abgeordneter im Nationalrat.

Jetzt fehlte nur noch die große Chance. Androsch zögerte keine Sekunde, als ihm Kreisky – nachdem andere abgesagt hatten – das Finanzressort anbot. Da war er knapp 32 Jahre alt, ein Jüngling, der praktisch über Nacht Maßanzüge und Maßschuhe trug und „Tennis spielte wie ein Filmstar auf Welttournee“, wie eine Redakteurin der Schweizer „Weltwoche“ bemerkte. Konservative Großbürger, die Kreisky als einen der ihren akzeptierten, rümpften die Nase. Androschs Vorgänger an der CA-Spitze, der tiefbürgerliche Heinrich Treichl, bedachte Androsch einmal mit dem schlichten Epitheton „Parvenu“. In seinen Memoiren („Fast ein Jahrhundert“) schreibt Treichl: „Als sonderbar entwaffnend empfand ich Androschs spürbares Bestreben, weltmännisch zu wirken, einen gehobenen Lifestyle zu pflegen, als Ersatz für das nicht Angeborene oder Anerzogene.“

Kreisky soll die Nachahmung später schwer auf die Nerven gegangen sein, nicht zuletzt als die beiden einmal im identen grauen Dreiteiler am Ministerratstisch saßen. Paradoxerweise wurde Androsch für das feine Tuch und das Knallen der Sektkorken in der Opernballloge vom Parteivolk geliebt, während Vranitzky Jahrzehnte später – die beiden sprechen heute kühl von einer „Nichtbeziehung“ – als Nadelstreifkanzler in die Geschichte einging, der die Liebe der Genossen mühsam erkämpfen musste.

III. Die Ich-AG
Mit Ex-Finanzminister und Szenestar Karl-Heinz Grasser, der ebenfalls einmal spektakulärer jüngster Finanzminister gewesen ist, will Hannes Androsch keinesfalls verglichen werden. „Ich hatte von Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft ein bisserl mehr Ahnung als Grasser“, grollt er. „Androsch war fachlich wirklich gut, was man von Grasser nicht behaupten kann“, sagt auch Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina, dem Androschs Inszenierungen immer wesensfremd waren.

Bei Androschs erster Pressekonferenz nach hundert Tagen im Amt wurden handverlesene Journalisten zu einem AUA-Rundflug über Österreich eingeladen. Die Mehrwertsteuer, eine im Grunde unpopuläre Massensteuer, wurde mit dem Zusatz der Luxussteuer auf Pelze und Sekt populär gemacht, ihre Einführung mit einer von Androsch persönlich bespielten Schallplatte beworben. „Wir haben die Mehrwertsteuer zu einem Schlager gemacht“, erläuterte Beppo Mauhart, damals Androschs Pressesprecher.

Es war eine Pionierleistung des Eventmarketing, das Androsch immer noch blendend beherrscht. Geschäftsfreunde von Androsch klagen heute über seinen „Egoismus“ und dass er jederzeit in der Lage sei, die öffentliche Meinung zu seinen Gunsten einzunehmen. Wann immer in den vergangenen Jahren ein runder Geburtstag zu feiern war, erschien eine Biografie über Androsch, ein Bildband oder eine Festschrift, von Freunden gestaltet. Zu seinem 60. Geburtstag wurde Androsch in die ORF-„Pressestunde“ geladen, höchst ungewöhnlich für einen Privatier ohne öffentliches Amt. In der „Kronen Zeitung“ erscheinen in unregelmäßigen Abständen Kolumnen. Zu seinem 70. Geburtstag im kommenden Jahr ist eine weitere Androsch-Biografie in Vorbereitung, diesmal mit tatkräftiger Mitwirkung von Alfred Reiter, Kreiskys ehemaligem Kabinettschef.

IV. Der Vatermörder
Die griechisch anmutende Tragödie eines Mannes, der mehrfach über sich selbst stolperte und der von seinem Ziehvater Bruno Kreisky geradezu verstoßen wurde, ist noch heute präsent. Kein Besucher Androschs kommt ohne einen längeren Monolog über die Hartwährungspolitik des Schillings davon. Noch immer will Androsch über den lang Verstorbenen Recht behalten. Kreisky war es vor 30 Jahren ähnlich gegangen. Erwähnte jemand in seiner Gegenwart den harten Schilling, folgte eine Schimpfkanonade. Es handelte sich dabei wohl um die rationalisierte Fassung einer tiefen Enttäuschung. Kreisky hatte in Androsch jahrelang seinen Nachfolger gesehen, ihn bevorzugt, gehätschelt, seine Jugend und Tatkraft wahrscheinlich auch neidvoll bewundert. 1981 zwang er Androsch zum Rücktritt, weil der auf seine Beteiligungen an der Steuerberatungskanzlei Consultatio nicht verzichten wollte. Der eigentliche Bruch war schon davor geschehen. Dem Schriftsteller Gerhard Roth erzählte Kreisky Anfang der achtziger Jahre, der tiefe Konflikt sei entstanden, als er Androsch angeboten habe, sein Nachfolger zu werden. Dieser habe abgelehnt und gesagt, er wäre lieber Nationalbankpräsident. „Was ist das für ein Arbeiterführer, der das Bundeskanzleramt, das den Sozialisten so lange vorenthalten gewesen war, verschmäht und stattdessen den vom Kapital beherrschten Nationalbankpräsidenten anstrebt“, erinnert sich Roth an Kreiskys Ausruf.

Androsch jedoch vermutet niedere Beweggründe. Er glaubt, Kreisky habe ihm die Nationalbank nicht geben wollen, „weil ich dann mehr verdient hätte als er“.

V. Der Pragmatiker
Von Freund wie Feind wird Androsch enormes Fachwissen und Kreativität in der Gestaltung der Steuerpolitik attestiert. Trotz der zwölf Jahre, in denen die SPÖ mit absoluter Mehrheit allein regierte (1971–1983) und Androsch das Finanzressort führte, würde heute keiner sagen, Androsch habe eine linke Steuerpolitik gemacht. „Aber mit Sicherheit auch keine rechte Politik“, sagt SPÖ-Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter, der ihm als Jungsozi einst „Anbiederung an das Kapital“ vorwarf.

Androschs Steuerpolitik war pragmatisch. Er hörte auf die Meinung prominenter Wirtschaftswissenschafter, hing jedoch keiner Schule an. Die Ökonomie-Abteilung der Arbeiterkammer ließ er links liegen. Er führte die Individualbesteuerung ein, was vor allem den berufstätigen Frauen nutzte, und nahm Rücksicht auf den ÖGB. Von seiner Steuerpolitik profitierten die hohen Einkommen, ohne dass er den Schwächeren etwas wegnehmen musste. Seinem Leitsatz „Um etwas verteilen zu können, muss man erst etwas verdienen“, den auch jeder ÖVPler unterschreiben würde, huldigte Androsch schon damals. Es fiel nur nicht auf, weil es noch vieles zu verteilen gab.

VI. Der Netzwerker
Seine Freunde, sagt Androsch, wolle er nicht preisgeben. Zu Androschs Seilschaft gehören Freunde aus Studententagen, rechte VSStÖler, die damals gegen die Linken fraktionierten. Das Herzstück war die einst junge, arbeitswütige und ehrgeizige Truppe im Finanzministerium, Beppo Mauhart, später Generaldirektor der Austria Tabak, Herbert Cordt, später Länderbank-Vorstand und heute Investmentbanker, oder Rudolf Streicher, heute Aufsichtsratspräsident bei Böhler-Uddeholm. An Androschs runden Geburtstagen findet man sie meist in einem Sammelband vereint. Vranitzky, der dazugehörte, bis er das erreichte, was Androsch nie gelang, nämlich Bundeskanzler zu werden, ist heute so etwas wie Androschs Feindbild. Androsch machte den „Unpolitischen“ für den Aufstieg Haiders und den Niedergang der SPÖ verantwortlich. Androsch meint, man dürfe sich keine Option verbauen. Auch das ist im Grunde keine neue Seite an ihm. Schon in den sechziger Jahren, erzählt Lacina, habe Androsch die antisemitischen Auftritte von Taras Borodajkewycz, Professor an der Universität für Welthandel, bagatellisiert.

Zum weiteren Kreis gehören Künstler, Geschäftspartner und Menschen, die einem nützlich waren oder es werden können. Mit den obersten Gewerkschaftern pflegt Androsch ebenfalls gute Kontakte. Zuletzt mischte er, wohl auf Bitten seines Freundes Ewald Nowotny, Bawag-Chef, beim Verkauf der Gewerkschaftsbank mit. „In den kritischen Wochen konnte ich in der Tat ein bisschen helfen“, kommentiert Androsch mit untypischer Bescheidenheit. Dass er dabei mit dem US-Fonds Cerberus, Archetyp der Heuschrecke, gemeinsames Spiel macht, rundet das Bild nur ab.


Von Eva Linsinger, Michael Nikbakhsh, Christa Zöchling