Eine Renaissance für die Kernenergie: Staaten setzen auf nukleare Gewinnung

Angesichts des Klimawandels erlebt die Atom­kraft eine Renaissance. Viele Staaten setzen wieder auf nukleare Stromge­winnung. Kann Kernenergie die Erderwärmung tatsächlich stoppen?

Großbritannien läuft die Zeit davon: Noch liefern die zehn Atomkraftwerke der Insel ein Fünftel des heimischen Strombedarfs. Doch der Kraftwerkspark ist hoffnungslos überaltert, in den kommenden Jahren müsste nach herkömmlichen Laufzeiten ein Meiler nach dem anderen vom Netz genommen werden. Auch die Vorräte an Öl und Gas in der Nordsee neigen sich dem Ende zu, was die Abhängigkeit des Inselreichs von Importen erhöht. Wie soll das Land also seinen ständig steigenden Energiebedarf decken?
„Ich will, dass bis zum Jahr 2050 Strom und Wärme nur noch in klimafreundlichen Kraftwerken produziert werden“, verkündete der britische Premierminister Gordon Brown bereits im vergangenen November. Und seit drei Wochen ist auch klar, wie er das anstellen will: Am 10. Jänner präsentierte die Regierung Brown ihr neues Ener­gie-Weißbuch, in welchem unmissverständlich klargestellt wird, dass man den Bau neuer Atomkraftwerke fördern will.

Tatsächlich scheint sich in den vergangenen Jahren die Stimmung gegenüber der umstrittenen Technologie gewandelt zu haben, nicht nur in Großbritannien. 21 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl verblasst die Sorge vor nuklearen Pannen, während zugleich die Angst vor den Auswirkungen des Klimawandels wächst. Die emissionsarme Kernkraft rückt deshalb wieder verstärkt ins Blickfeld, auch für den britischen Umweltforscher James Lovelock. Mit seiner romantischen „Gaia-Theorie“, wonach der Planet Erde ein sich selbst regulierender Organismus ist, avancierte er zum Säulenheiligen der Umweltbewegung. Nun sagt er mit Bezug auf den Klimawandel: Gaia hat schweres Fieber, das nur mit der sauberen Atomkraft zu senken sei.

„Ja, wir brauchen Atomkraft“, verkündete Nobuo Tanaka, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), in der Vorwoche am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Laut „Standard“ erwartet sich Tanaka, dass ab 2013 jährlich rund 30 neue AKWs gebaut werden – auch in Europa. Und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeichnet in ihrem jüngsten Welt­energiebericht ein Szenario, in dem die weltweit betriebenen AKWs bis zum Jahr 2030 doppelt so viel Strom produzieren könnten wie heute. Entsprechend euphorisiert gibt sich die Atomindustrie: Laut Ralf Güldner, dem Leiter der World Nuclear Association, erlebt die Branche derzeit eine „Renaissance in voller Blüte“.

Riesenmeiler. Steht tatsächlich ein neuer Atomboom bevor? Erlebt die Atomindus­trie nach rund 20 mageren Jahren ohne wesentliche Impulse doch noch einen zweiten Frühling? Und: Kann sie tatsächlich die Belastung der Atmosphäre mit Treibhausgasen bremsen und einen rasanten Klimawandel verhindern? Zumindest das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), das im Auftrag der UN den Klimawandel sowie Maßnahmen zu dessen Eindämmung erforscht, nannte die Atomkraft in ihrem im März 2007 veröffentlichten Bericht eine „wirtschaftlich verfügbare Technologie zur Minderung des Klimawandels“.

Auch das „Klimapaket“, das EU-Kommissionspräsident José Barroso in der Vorwoche präsentierte, sorgt für atomaren Aufwind. Ziel der Maßnahmen ist es, den weltweiten Temperaturanstieg auf plus zwei Grad zu beschränken. In einem Schritt sollen die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gesenkt werden. Mit welchen Energiequellen die Mitgliedsstaaten dieses Ziel schaffen, bleibt ihnen selbst überlassen. Angesichts der Klimabedrohung wischt EU-Umweltkommissar Stavros Dimas alle Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit von Kraftwerken und die nach wie vor ungelöste Frage der Atommüll-Endlagerung vom Tisch: Den Mitgliedsländern stehe es selbstverständlich offen, neue Atomkraftwerke zu errichten, wenn sie dies für sinnvoll hielten. Klar ist außerdem: Strom aus Kohle- und Gaskraftwerken wird durch empfindliche Emissionssteuern teurer, was die Marktposition von Atomstrom erheblich verbessert.

Finnland hat sich bereits vor Jahren für den Ausbau der Kernenergie entschieden. Auf einer Halbinsel im Bottnischen Meerbusen entsteht derzeit der modernste und stärkste Atomreaktor der Welt, Olkiluoto 3. Einmal am Netz, soll der Riesenmeiler 1600 Megawatt Strom liefern, herkömmliche Reaktoren leisten gerade einmal halb so viel. Die Anlage ist ein Prototyp des so genannten Europäischen Druckwasser-Reaktors (EPR), der effizienter und sicherer sein soll als herkömmliche Atommeiler. Errichtet wird die Anlage vom französischen Atomausstatter Areva in Kooperation mit Siemens. Sogar die Angst vor den Folgen eines Terroranschlags glauben die Hersteller zerstreuen zu können: Olkiluoto 3 bekommt eine Betonhülle, die selbst dem Aufprall eines voll betankten Airbus standhalten soll. Auch das Problem der Endlagerung ihrer abgebrannten Brennstäbe glauben die Finnen gelöst zu haben: Gleich neben dem Kraftwerk wollen sie einen Tiefspeicher graben, sodass die häufig umstrittenen Transporte des strahlenden Mists entfallen. Auch Frankreich, mit 59 Kernkraftwerken größter AKW-Betreiber in Europa, baut jetzt einen EPR-Reaktor.

Kürzere Bauphase. Das größte Hoffnungsgebiet der Atombranche ist jedoch der Ferne Osten. China plant, seine Atomkapazitäten bis zum Jahr 2020 von derzeit neun auf 40 Gigawatt auszubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die Chinesen das bisherige Tempo ihres Kraftwerksbaus verdreifachen, was ihnen selbst Skeptiker durchaus zutrauen. Immerhin rechnet die Atombranche nunmehr mit deutlich kürzeren Planungs- und Bauzeiten als in der Vergangenheit. Denn bei früheren Kraftwerksbauten waren Einzelanfertigungen erforderlich, künftig soll es typisierte Kraftwerke geben, welche die Dauer von Genehmigungsverfahren sowie die Bauzeit um etwa ein Drittel verkürzen könnten.

Spektakuläre Ankündigungen kommen auch aus den USA – nachdem es dort 34 Jahre lang keinen einzigen Antrag auf die Bewilligung einer neuen Atomanlage mehr gegeben hat. Auslöser für das Frühlingserwachen war das Versprechen von Präsident George Bush, die Errichter neuer Kraftwerke mit massiven Steuererleichterungen zu unterstützen. Als erster Energiekonzern will NRG in Südtexas eine bestehende Atomanlage um zwei Reaktorblöcke erweitern. Da auch andere Betreiber ihr Interesse am Bau neuer AKWs bekundet haben, rechnen die Behörden bis zum Jahr 2009 mit Genehmigungsanträgen für insgesamt 31 Anlagen. Doch werden all diese Anstrengungen reichen, um den Klimawandel zu bremsen? Welchen Anteil am weltweiten Bedarf an Licht, Wärme und Mobilität könnte die Atomkraft decken?

Die Daten der Weltenergiebehörde sind ernüchternd: Derzeit liefern alle 440 weltweit bestehenden Meiler lediglich 17 Prozent des verbrauchten Stroms. Bezieht man auch die verfeuerten Treib- und Brennstoffe in die Rechnung mit ein, liegt der Beitrag der Nuklearenergie bei nur noch drei Prozent. Zum Vergleich: Um diesen Anteil wächst weltweit der Energiebedarf – pro Jahr. Allein um mit diesem Wachstum Schritt zu halten, müssten pro Jahr rund 400 Reaktoren fertig gestellt werden.

Dennoch wäre ein solcher Kraftakt nur ein vergleichsweise bescheidener Beitrag zum Klimaschutz. Laut Berechnungen des Intergovernmental Panel on Climate Change genügt es nicht, nur zusätzliche Emissionen zu verhindern. Der CO2-Ausstoß müsste laut IPCC bis zum Jahr 2050 um 50 bis 85 Prozent reduziert werden, um den Klimawandel spürbar zu bremsen. „Selbst wenn die ambitioniertesten Ausbaupläne realisiert werden, kann die Atomkraft keinen wesentlichen Beitrag zum Klimawandel bringen“, meint Erwin Mayer, Klima- und Energiesprecher der Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Aber auch die von Umweltschützern angepriesenen Alternativenergien können das Klimaproblem allein nicht lösen. Eine Analyse des Nuklearforums Schweiz kommt zu dem Schluss, dass Sonnen- und Windenergie aufgrund ihrer geringen Leis­tungsdichte und des damit verbundenen Material- und Flächenbedarfs unwirtschaftlich sind. „Um die Energieproduktion eines 1000-Megawatt-Kernkraftwerks zu ersetzen, müsste man ein mindestens 200 Quadratkilometer großes Solarkraftwerk oder einen Kraftwerkspark mit 10.000 Windgeneratoren bauen“, heißt es dort. Zudem könnten Sonne und Wind aufgrund ihrer Abhängigkeit von Tageszeiten und Wetter keine konstante Versorgung gewährleisten.

Hausfassaden. Das muss nicht immer so sein. Insbesondere in der Solartechnologie zeichnen sich Neuerungen ab, die eine nicht unbeträchtliche Energieausbeute versprechen, etwa dann, wenn ganze Hochhausfassaden aus stromerzeugenden Solarpaneelen oder aus nanotechnologisch mit Fotovoltaikzellen beschichtetem Glas gefertigt wären, sodass sie Strom für Heizung oder Kühlung liefern könnten. Energieexperten plädieren daher für ein ganzes Bündel von Maßnahmen, die nur in Summe den gewünschten Effekt bringen können, von effizienten energiesparenden Maßnahmen über erneuerbare Energien bis zur Atomkraft. „Ich bin überzeugt, dass Nuklearenergie dazugehört, aber nicht in dem Sinne, dass das jetzt der Königsweg ist. Das ist Unsinn“, sagt Herbert Reul, Energiesprecher der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europa-Parlament.

Und selbst ein noch so ausgewogenes Bündel von Maßnahmen kann langfristig nur eine Übergangslösung darstellen, bis neue Technologien die alten ablösen. An solchen neuen Technologien tüfteln Forscher in aller Welt – auch im Bereich der Kernkraft. Doch bevor neue, effizientere und sauberere AKWs ans Netz gehen, muss sich die Erde noch eine Zeit lang mit großteils veralteten Anlagen durchfretten. Das Durchschnittsalter der weltweit bestehenden 440 Meiler liegt bereits bei 23 Jahren. Erwartet wird, dass moderne Reaktoren rund 40 Jahre lang Strom liefern und danach aus Altersgründen abgeschaltet werden müssen. Der Energieconsulter Mycle Schneider hat im Auftrag der grünen Fraktion im Europäischen Parlament eine Alterspyramide der Reaktoren erstellt und kommt zu dem Schluss, dass allein wegen der Überalterung bis 2015 insgesamt 93 Reaktoren abgeschaltet werden müssen. Nach offiziellen Prognosen werden bis dahin aber bestenfalls 23 neue Reaktoren ihren Betrieb aufnehmen. Nur um die derzeit verfügbare Menge an Atomstrom weiterhin produzieren zu können, müssten bis 2015 weltweit weitere 25 Kraftwerke von der Leistung des AKW Olkiluoto 3 neu errichtet werden. In den Jahren 2015 bis 2025 werden dann weitere 192 Reaktoren mit einer Leistung von insgesamt 168 Gigawatt ihr Pensionsalter erreichen.

Längere Laufzeit. Entscheidend für solche Szenarien ist freilich die Frage, ob ein Reaktor wirklich im Alter von 40 Jahren zum verstrahlten Alteisen muss. Viele Betreiber, etwa jene des ungarischen Atomkraftwerks Pács, bemühen sich um eine Verlängerung der Laufzeit. Betriebswirtschaftlich – auch vom Standpunkt des Klimaschutzes – ist das durchaus sinnvoll: Die Anlagen haben die hohen Investitionen längst hereingespielt; die Aufwendungen für den Uran-Brennstoff machen trotz massiver Preissteigerungen in den vergangenen Jahren nur einen Bruchteil der Produktionskosten aus. In dieser Betriebsphase verdienen Kernkraftwerke gutes Geld. Und nicht zuletzt aufgrund guter Betriebserfahrungen trachten daher manche Betreiber, die Laufzeit ihrer Meiler bis auf 60 Jahre auszudehnen. Die Internationale Atomenergiebehörde rechnet durch diese Laufzeitverlängerungen mit nur 145 stillzulegenden Meilern bis 2030. Ungefähr ebenso viele müssten neu gebaut werden, nur um den derzeitigen Marktanteil des Atomstroms zu halten. Einziger Haken: Mit dem Alter steigt auch das Risiko eines Atomunfalls. Die ständige Bestrahlung führt zu Materialermüdungen, Schweißnähte können platzen. Wie bei einem alten Auto wird es selbst bei permanentem Austausch von Teilen immer schwieriger, die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten. Trotz der Verlockung hat deshalb noch kein Betreiber Erfahrungen mit dem Betrieb eines „Methusalem“-Meilers gesammelt, offenbar trauen sie der Zuverlässigkeit ihrer Anlagen selbst nicht: Die insgesamt 117 Reaktoren, die bis vergangenen Oktober auf der ganzen Welt stillgelegt worden sind, waren im Durchschnitt gerade einmal 23 Jahre alt. Gut möglich, dass viele Anlagen schon vor ihrem 40-Jahr-Jubiläum abgeschaltet werden und dass der Gesamtoutput an Kernenergie noch schneller sinkt als von Schneider prognostiziert – trotz der aktuellen Atom-Hausse.

Angesichts der Alterspyramide gibt sich sogar die europäische Atomlobby bescheiden: „Wir wären froh, wenn wir den derzeitigen Anteil von 30 Prozent der Stromproduktion in Europa halten könnten“, sagt Santiago San Antonio. Der Atomkraft-Lobbyist traut seiner Branche offenbar weniger zu als der Umweltschützer ­James Lovelock, der in einem massiven Ausbau der Stromproduktion durch Kernenergie die einzige Möglichkeit sieht, die Klimakatastrophe noch aufzuhalten. Lovelock hat auch keine Sicherheitsbedenken, im Gegenteil, er glaubt, dass diese Problematik krass übertrieben wurde („Wo sind die Massengräber von Tschnernobyl?“) und dass der Klimawandel schon bisher – etwa durch extreme Hitzeperioden, Überschwemmungen oder Wirbelstürme – mehr Todesopfer gefordert habe als die Kernkraftwerke. Selbst tausende Atommeiler würden nur einen verschwindenden Bruchteil jener Gefahr ausmachen, die die Klimakatastrophe bedeute.

Wie wenig allerdings die Atomkraft derzeit mit der Entwicklung auf den Energiemärkten Schritt halten kann, zeigt auch das Beispiel China: „Dort werden zwar derzeit die meisten Reaktoren gebaut“, sagt Peter Biermayr von der Energy Economics Group an der Technischen Universität in Graz. „Gleichzeitig eröffnen die Betreiber dort aber pro Woche ein großes Kohlekraftwerk.“ So sinkt der Anteil des Atomstroms am gesamten Energieverbrauch sogar im Hoffnungsmarkt Fernost.

Und in Europa gibt es Atomkraftgegner, die mächtiger sind als alle Öko-Fundis zusammen – die Strombörsen. Der Grund: Atomkraftwerke brauchen enorm viel Zeit, bis sie geplant, genehmigt und errichtet sind. Investoren müssen deshalb bis zu 20 Jahre auf Gewinne warten. In dieser Zeit kann in einem deregulierten Markt viel passieren, und es laufen enorme Kapitalkosten auf. Gaskraftwerke können dagegen innerhalb von nur sechs Jahren profitabel sein. „Die Liberalisierung der Strommärkte hat die Entwicklung der Atomenergie in Europa mindestens genauso stark gebremst wie die Katastrophe von Tschernobyl“, konstatiert Biermayr.

Imageprobleme. Unter der Reaktorkatas­trophe des Jahres 1986 leidet das Image der Atomtechnologie bis heute. Obwohl es seither keinen schweren AKW-Unfall mehr gegeben hat, sprachen sich bei einer im September 2005 durchgeführten Eurobarometer-Umfrage 55 Prozent der EU-Bürger gegen die Stromgewinnung durch Atomenergie aus, 37 Prozent waren dafür. Die meisten Fans hat die Kernkraft in Ungarn mit 65 Prozent Befürwortern, gefolgt von Schweden (64 Prozent) und Tschechien (61 Prozent). Das schlechteste Image hat die Kernenergie in Österreich. Nur acht Prozent der Befragten sind hierzulande für Atomkraft. Das von den Medien geschürte Feindbild Nummer eins ist nach wie vor das grenznahe tschechische Atomkraftwerk Temelin, dem die Chefin der tschechischen Atomaufsichtsbehörde, Dana Drábová, ein gutes Sicherheitsprofil bescheinigt.

Dennoch scheinen die Sicherheitsbedenken der Bevölkerung derzeit unüberwindlich zu sein. Dass das nicht immer so sein muss, verdeutlicht das Beispiel Deutschland. „Unsere Umfragen zeigen, dass wir auf die 50 Prozent Zustimmung zur Kernenergie zusteuern. Manchmal sind wir sogar darüber“, sagt EVP-Abgeordneter Reul. „Aber wenn es einen Störfall gibt, sind wir gleich wieder unten.“ Manchmal verhindert die Industrie selbst, dass sich die Imagewerte deutlich bessern: Als es im Dezember 2001 im AKW Brunsbüttel zum bisher schwersten Störfall in einem deutschen Kernkraftwerk kam, versuchten die Betreiber zunächst, das Ausmaß des Unfalls zu vertuschen. Erst als immer mehr Details an die Öffentlichkeit durchsickerten, rollten die Köpfe im Management.

Gut möglich, dass die Branche lernt und dass das Frühlingserwachen der Kernenergie irgendwann auch wieder in die Köpfe der Deutschen dringt. Aber dass ­allein AKWs die großen Problemlöser wären, glauben nicht einmal Atombefürworter. „Kernenergie kann nicht die globale Antwort auf den Klimawandel sein“, verkündete der finnische Premierminister Matti Vanhanen Mitte Jänner vor Journalisten in Washington.