Familie: Die Baby-Falle

Mütter, die rasch wieder in den Beruf einsteigen wollen, haben in Österreich ein Problem: Es gibt zu wenige Kinderbetreuungsplätze. Dass Kinder, die frühzeitig außer Haus gegeben werden, psychologische Fehlentwicklungen erleiden, ist jedoch nicht erwiesen.

Guten Morgen, Rabenmütter: Was der bekannte deutsche Kinderpsychiater Johannes Pechstein im Sommer in einem aufsehenerregenden Aufsatz in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ verlauten ließ, löste wohl bei vielen Müttern kleiner Kinder einen gelinden Schock aus.

Der Direktor des Kinderneurologischen Zentrums Mainz erklärte unter dem Titel „Zulasten der Schwächsten“, es sei entwicklungspsychologisch verantwortungslos, Kinder vor dem vollendeten dritten Lebensjahr in außerfamiliäre Betreuung zu geben. Pechstein sprach von „Aufbewahrung“ und „Kinderparken“. Er lehnt jede Betreuung außerhalb des engsten Familienkreises ab, also Krabbelstuben, Kindergärten und Tagesmütter, selbst von der Betreuung der Kinder durch ihre Großmütter riet Pechstein ab. Auch die Nachmittagsbetreuung von Volksschülern sei nicht empfehlenswert.

Es ist medizinisch unbestritten, dass 50 Prozent der Hirnentwicklung im ersten Lebensjahr stattfinden, 80 Prozent bis zum Ende des dritten und 95 Prozent bis zum 15. Lebensjahr. Darauf bezieht sich auch Pechstein, doch anders als andere Kinderpsychiater geht Pechstein davon aus, dass die primäre Sozialisation des Kindes aufs Ungünstigste beeinflusst werde, wenn es in den ersten drei Jahren anderen Einflüssen als jenen des engsten Familienkreises ausgesetzt werde. „Kinder benötigen am Beginn ihres Lebens drei Jahre lang die liebevolle, zuverlässige Einzelbetreuung in der Familie, möglichst mit Geschwistern“, schrieb Pechstein. Erst ab dem vierten Lebensjahr sei die „allmähliche angstfreie Einführung in außerfamiliäre Gruppen (...) für begrenzte Stunden des Tages wünschenswert“.

Diese Expertise betoniert schön wissenschaftlich jenes schlechte Gewissen, das jede Mutter sowieso hat, die nach einer gewissen Zeit wieder etwas anderes als die Betreuung ihrer Brut ins Zentrum ihres Alltags rückt; freiwillig oder nicht. Einmal abgesehen davon, dass viele Mütter, besonders die etwa 300.000 österreichischen Alleinerzieherinnen – von denen über 87 Prozent erwerbstätig sind –, gar nicht die Wahl haben, ob sie ein paar Jahre ausschließlich ihrem Kleinkind widmen wollen oder vielleicht doch auch etwas Zeit für die Geldbeschaffung mittels Arbeit erübrigen können: Diese These würde nur dann überzeugen, wenn sich die heute erwachsene Gesellschaft tatsächlich in eine sozial kompetente, suchtunanfällige, konfliktbewältigende Gruppe von ehemals rein mutterbetreuten Kleinkindern und in eine sozial auffällige, suchtkriminelle, gewaltbereite Versagergruppe von einst außerfamiliär versauten Kindern einteilen ließe.

Das ist bekanntlich nicht der Fall. Die Erfahrungen in anderen Ländern wie Finnland oder Frankreich zeigen vielmehr, dass die generell gepflogene außerfamiliäre Betreuung von Kleinkindern zu keiner grundsätzlichen Kriminalisierung, Psychopathisierung oder Degenerierung von Gesellschaften führt.

Am besten so? In diesem Sinne ist Österreich beinahe ein Pechstein’sches Wunderland. Nur 9,8 Prozent, nämlich 22.800, der österreichischen unter Dreijährigen sind tagsüber in außerfamiliärer Betreuung, werden also von Tagesmüttern oder in Krabbelstuben versorgt, während ihre Mütter wieder arbeiten gehen. Im internationalen Vergleich liegt Österreich damit im unteren Drittel, bei den öffentlich finanzierten Betreuungsplätzen für unter Dreijährige sogar an vorletzter Stelle (siehe Grafik). Was bedeutet, dass in Österreich sehr viele Frauen nicht in ihren Beruf zurückkehren, solange ihre Kinder noch klein sind.

Dahinter versteckt sich eine familienpolitische Henne-oder-Ei-Frage: Arbeiten die Frauen nicht, weil sie keine Betreuung für ihre Kinder haben? Oder braucht es keine Kinderbetreuung, weil die Frauen eh nicht arbeiten wollen? Und ist es nicht überhaupt am besten so? Vor allem für die Kinder?

Bisher schien es, als sei sich die derzeitige Regierung über die Antwort auf Letzteres stillschweigend einig. Aber dann äußerte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer den Wunsch, die heutige Jugend solle zur Sicherung der Pensionen weniger auf Partys abhängen und mehr Kinder zeugen. Unglücklicherweise fiel Gehrers Bemerkung in ein gähnendes Sommerloch, wurde von den Medien dankbar entgegengenommen und brachte die Regierung in Erklärungsnotstand, woraus sich wiederum Handlungsbedarf ergab.

Denn die erbosten Reaktionen auf Gehrers lautes Wunschdenken hatten einen gemeinsamen Konsens: Die Frauen würden eigentlich schon gerne mehr Kinder kriegen, wenn man nur die Voraussetzungen und Umstände dafür stark optimieren würde. Und wenn das Kinderkriegen sie nicht so komplett aus ihrem Leben – vor allem aus ihrem Erwerbsleben – katapultieren würde, wie das hierzulande eben der Fall ist. Wenn man also nicht von ihnen erwarten würde, dass sie sich über viele Jahre hinweg freiwillig von ihrer Familie versklaven lassen. Genau das haben die Umstände bislang faktisch von ihnen verlangt. Zumindest auf dem Lande.

Das Thema Kinderbetreuung ist in Österreich noch immer ideologisches Kampfgebiet, besonders wenn es um die Betreuung von Kindern unter drei Jahren geht – und der Kampf wird vorwiegend auf dem Rücken der Mütter ausgetragen. In vielen ländlicheren Gegenden Österreichs – Vorarlberg ist da ein typisches Beispiel – gilt es als völlig normal, dass Frauen zu Hause bleiben, bis die Sprösslinge mit vier oder fünf in einem öffentlichen Kindergarten betreut werden können. Der allerdings hat jeweils nur bis Mittag sowie an einem Nachmittag pro Woche geöffnet. Das lässt vermuten, dass kein allgemeiner öffentlicher Wunsch danach besteht, dass die Mütter dem Vorarlberger Arbeitsmarkt erhalten bleiben – eher im Gegenteil.

Familiendienerinnen. Denn vor allem in ländlichen Gegenden dominiert noch immer eine Ächtung der außerfamiliären Kleinkindbetreuung, gelten Mütter, die vor der Einschulung ihrer Kinder wieder ihrem Beruf nachgehen wollen – vor allem, wenn sie gar nicht müssten! –, als eher zweifelhafte Erziehungsberechtigte und müssen sich stets die Frage gefallen lassen, wieso sie denn Kinder haben wollten, wo ihnen doch alles andere wichtiger sei. Natürlich müssen sich die Väter (von denen sich in Österreich nur zwei Prozent zur Kinderversorgung karenzieren lassen) solchen Fragen nicht stellen.

Es ist ja auch noch nicht so lange her, da war es vor allem auf dem Land durchaus üblich, dass man als Frau mit der Eheschließung zu arbeiten aufhörte: bevor man Kinder hatte, bevor man schwanger war, bevor man wusste, ob man überhaupt Kinder kriegen würde. Noch in der Generation jener Frauen, die heute um die 60 sind, haben viele einen Beruf nur ergriffen, um ihn, kaum grüßten sie als Gattin, wieder aufzugeben, um einer höheren Instanz zu dienen: der Familie. Viele dieser Frauen sind, obwohl sie ihre Kinder, wie es Sitte war, Anfang 20 bekamen, erst jetzt Großmütter geworden, weil sich in der Zwischenzeit einiges verändert hat: weil ihre Töchter es vorziehen, ihre Kinder erst Mitte 30 oder Anfang 40 zu kriegen.

Genau das könnte vielleicht dazu beitragen, das Image der Mutterschaft auch hierzulande zu modernisieren: Die jungen Mütter werden immer älter, die österreichische Erstgebärende ist im Durchschnitt bereits 29 Jahre alt. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob man ein Kind mit Anfang 20 oder mit Ende 30 in die Biografie lässt, und wer bereits ein bis zwei Jahrzehnte in einen Beruf, eine Karriere investiert hat, wer etwas ist und etwas kann, wird das auch für ein Wunschkind nicht ohne weiteres aufgeben wollen.

Keine Versklavung, bitte. Das bedeutet für immer mehr Frauen: Mutterschaft ja, aber nicht zum Preis der totalen Versklavung. Das heißt: Babypause ja, aber sicher nicht als weibliches Lebensprinzip. Das heißt, dass viele Mütter meinen, dass sie nicht nur ein Recht auf ein gewisses Maß an extramaternaler Selbstverwirklichung haben, sondern auch einen Anspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz. Letzterer existiert in Österreich allerdings nicht.

In anderen Ländern – in Finnland zum Beispiel – besteht ein solches Recht tatsächlich. Der Wiener Kinderpsychiater Max Friedrich erzählt im profil-Gespräch (siehe Seite 107), in Finnland sei es völlig normal, „dass jede Frau arbeitet, die arbeitsfähig und nicht krank ist“. In einigen Gegenden Österreichs gilt es eher als krank, wenn Mütter es ihren kleinen Kindern zumuten, dass sie ein paar Stunden von anderen verantwortungsbewussten Erwachsenen versorgt werden. Staatssekretärin Ursula Haubner antwortet auf die Frage, ab welchem Alter Kinder mit gutem Gewissen in Fremdbetreuung gegeben werden können, diplomatisch: „Diese Frage können nur die Eltern selbst beantworten, denn sie wissen selbst am besten, was für ihr Kind gut ist.“
So einfach ist das natürlich nicht. Es gibt da durchaus Experten, die das noch besser wissen, nämlich die Kinderpsychiater. Und die Kinderpsychiatrie ist bekanntlich – und die Pechstein-Expertise in der konservativen „FAZ“ beweist das – keine ideologiefreie Zone.

Allerdings gibt es natürlich auch am anderen Ende des kinderpsychologischen Spektrums Experten, welche die frühkindliche Entwicklung durch Fremdeinflüsse keineswegs ruiniert sehen. Max Friedrich etwa, der es für vertretbar hält, selbst wenige Monate alte Kinder durch andere Personen als Mutter und Vater betreuen zu lassen, solange eine Kontinuität – möglichst über Jahre – gewährleistet ist. Empfehlenswert sei die Betreuung kleiner Kinder durch Kindermädchen oder Tagesmütter – sofern diese nicht für zu viele Kinder verantwortlich seien. „Ich halte mich da immer an relativ natürliche Parameter: Eine Tagesmutter sollte nicht mehr Kinder betreuen, als sie auch physiologisch haben könnte – also vier bis fünf“, sagt Friedrich im profil-Interview.
Auch der bekannte deutsche Frühpädagogik-Experte Wassilios Fthenakis, der kürzlich im Auftrag des deutschen Familienministeriums die deutschen Kinderbetreuungssysteme auf ihre pädagogische Tauglichkeit überprüfte, fordert, dass vor allem die Qualität der Betreuung massiv verbessert werden müsse: Betreuungsinstitutionen für Kleinkinder müssten vordringlich auch die altersgerechte pädagogische Förderung der zur Obhut Überantworteten zum Ziel haben. Man lasse, meinte Fthenakis gegenüber „Focus“, die Entwicklungschancen dieses frühen Lebens- und Lernabschnitts in erschreckendem Maße verstreichen. Max Friedrich steht den Ausführungen von Fthenakis mit Skepsis gegenüber: Fthenakis laste den deutschen Kleinkindern ein „Horrorprogramm“ auf und wolle „lauter kleine Einsteins“ heranbilden, was mit Sicherheit schief gehe, da Lernen, Bildung und Weiterbildung immer eng mit der Intellektualität, der Emotionalität und der Sozialisierung eines Kindes verknüpft seien.

Kleine Einsteins oder nicht: Die Frage, ob das durchschnittliche Kleinkind von der durchschnittlichen Familie genug pädagogische Förderung erhält, ist zwar provokant, aber nicht illegitim. Wenn man fragen darf, ob ein Kind in seiner Entwicklung vielleicht beschädigt wird, wenn die Mutter sich nicht jahrelang ausschließlich seinem Wohl widmet, darf man auch darüber nachdenken, ob es nicht möglicherweise auch negative Folgen für das Kind haben könnte, wenn sie es tut.

Denn wie gut wird ein Kind, das ununterbrochen nur in der Obhut seiner Mutter ist, tatsächlich gefördert und gefordert? Man kann schließlich nicht von allen Eltern verlangen, dass sie Workshops für pädagogisch wertvolles Basteln, Mathematik- und Biologie-Auffrischungskurse und ein Triple-P-Erziehungsseminar besucht haben. Oder dass sie dem Kind eine entwicklungsfördernde Anzahl von Geschwistern produzieren, wie es etwa Professor Pechstein gerne sähe.

Vielleicht ist es für die frühkindliche Prägung förderlicher, wenn sich jemand gerne und professionell mit dem Kind beschäftigt, als wenn es von einer genervten, intellektuell unter- und von den Hausaufgaben vielleicht überforderten frustrierten Hausfrau beaufsichtigt wird. Keine Frage, es gibt viele glückliche Vollzeitmütter, und ihr Glück soll keineswegs in Abrede gestellt oder desavouiert werden. Aber wer es je probiert hat, weiß, dass dem Hausfrauen- und Full-Time-Mutterdasein ein tüchtiges Maß an intellektueller Unterforderung und Frustration immanent ist – auch dann, wenn man seine Kinder liebt.

Überforderung garantiert. Um diesem Frust beizukommen, muss man aus dem Haus, möglichst zurück in einen Beruf, von dem man gefordert wird, der ein ausreichendes Selbstverwirklichungspotenzial enthält und somit einen Ausgleich und damit eine gewisse Ausgeglichenheit garantiert. Garantiert sind auch arbeitende Mütter gelegentlich Stress und zeitweiser Überforderung ausgesetzt. Dennoch ziehen das – und Psychiater Friedrich begrüßt das im Interview – viele Frauen vor, die sich vom reinen Mutterdasein unterfordert fühlen. Diese Tendenz ist auch auf dem Land steigend. Insgesamt nahm laut Statistik Austria etwa die Inanspruchnahme von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige in ganz Österreich trotz gesunkener Kinderzahl von 15.700 im Jahr 1995 auf 22.800 zu.

„Jede Mutter, die es wünscht, soll die Möglichkeit haben, ihre Kinder in außerfamiliäre Betreuung zu geben – das entspricht unserem Ziel der Wahlfreiheit“, erklärt Staatssekretärin Haubner. „Aber durch unsere Erhebung haben wir herausgefunden, dass nicht alle Mütter in Österreich für alle Kinder eine externe Betreuung wünschen.“ Man wolle daher „genau jene Plätze genau jenen Müttern zur Verfügung stellen, die ihren konkreten Bedarf angegeben haben, damit nicht leer stehende Betreuungseinrichtungen geschaffen werden“.

Schnell zu Mutter Wutzlhofer! Wenn man diese Worte ernst nimmt, bedeutet das allerdings, dass Haubners Ministerium ein paar tausend Tagesmütter und Kindergärtnerinnen im Keller versteckt, von denen, wenn Mutter Wutzlhofer aus Gramatneusiedl ihren Betreuungsbedarf bekannt gibt, umgehend eine dort stationiert werden kann. Es sei denn, man erwartet von den Frauen, dass sie schon vor der Geburt ihres Kindes bekannt geben, wann sie einen Betreuungsplatz für ihr Kind zu wünschen gedenken, damit rechtzeitig mit der Einrichtung einer Kindergruppe oder der Ausbildung einer Tagesmutter an dem jeweiligen Wohnort des Kindes begonnen werden kann. Am zielführendsten wäre es allerdings, von vornherein dafür zu sorgen, dass ausreichend Plätze vorhanden sind: Nur so kann die Politik beweisen, dass ihr der berufliche Wiedereinstieg der Mütter tatsächlich ein förderungswürdiges Anliegen ist.

So oder so: Haubners Konzept wirkt etwas fragil und unausgereift. Es wird dadurch, dass die zuvor von der Statistik Austria im Auftrag des Ministeriums für soziale Sicherheit erhobene Zahl von fehlenden Kinderbetreuungsplätzen – 47.700 – sowohl von Haubner als auch von Frauenministerin Maria Rauch-Kallat nach dem ersten Kinderbetreuungsgipfel in Abrede gestellt wurde, nicht besser: Haubner meinte, diese Zahl transportiere nur die „Wünsche der Eltern“ – aber wie anders lässt sich ein Betreuungsmanko erheben, wenn nicht auf Basis von Befragungen der Eltern, die wiederum ihre Bedürfnisse und Wünsche formulieren? Aber so, wie Haubner in diesem Fall „Wünsche“ sagt, suggeriert sie, solche seien völlig utopisch.
Insofern klingt es schon fast revolutionär – nämlich nach einem Recht auf einen Betreuungsplatz – wenn Frauenministerin Rauch-Kallat in der Ankündigung des neuerlichen Betreuungsgipfels verlauten lässt, es gehe darum, „gemeinsam mit den Ländern, die für die Kinderbetreuung zuständig sind, und den betroffenen Ministerien so rasch als möglich eine Lösung zu finden, die allen ÖsterreicherInnen die Möglichkeit einer Kinderbetreuung gibt und auch finanzierbar ist“. Allerdings geht es bei diesem Gipfel nur um flexiblere Betreuungsmöglichkeiten für Sechs- bis 15-Jährige, die durch die von der Regierung soeben beschlossene Elternteilzeit notwendig werden.

Bei den unter Dreijährigen macht man – es gibt ja das Kindergeld – naturgemäß weniger Druck. Beziehungweise stünden, laut Ursula Haubner, teilweise Infrastruktur und Betreuungsplätze leer. Dem widersprechen die SPÖ-nahen „Kinderfreunde“, die in Kindergärten und Horten österreichweit momentan rund 13.500 Kinder betreuen. „Ungenutzte Angebote in ländlichen Gegenden gibt es bei Kinderfreunde-Kindergärten nicht“, sagt Franz Prokop, Geschäftsführer der Wiener Kinderfreunde, „eher lange Wartelisten, vor allem im Westen.“

Das könnte noch eine Zeit lang so bleiben. Am Land ist der soziale Druck, unter den die arbeitenden Rabenmütter kleiner Kinder gesetzt werden, noch sehr intakt; Kinderpsychologie hin oder her.