Firmen-Reaktionen: Ausstieg wird überlegt …

Wie die Transfett-Sünder auf die Ergebnisse der Wiener Transfett-Studie reagierten.

McDonald’s Österreich antwortete auf die Übermittlung der Testwerte mit der Feststellung, „dass McDonald’s mit seinen Lieferanten bereits seit 1990 daran arbeitet, den Prozentsatz von TransFettsäuren im pflanzlichen Frittierfett bedeutend zu reduzieren“. Neu entwickelte Mischungen aus Sonnenblumen-, Palm- und Rapsöl würden in den Restaurants laufend getestet, berichtet die Firmensprecherin Carola Ullrich-Purtscher. „Da das Angebot an diesen Ölsaaten jedoch beschränkt und die Versorgung oft unzulänglich ist, ermutigt McDonald’s immer wieder seine Lieferanten, den Anbau dieser Saaten zu unterstützen.“

Die Fast-Food-Kette Burger King sei laut Stellungnahme der Londoner Konzernzentrale derzeit dabei, „bei allen Kernprodukten auf die ausschließliche Verwendung von Transfett-freien Ölen“ umzustellen. Die Lieferung dieser Öle werde im März 2005 beginnen, wobei „Europa als internationaler Test für die Umstellung in anderen Weltregionen fungieren“ werde. Alle Burger-King-Lieferanten seien verpflichtet worden, bei dieser Anti-Transfett-Politik mitzuziehen. Und das, so heißt es in dem Schreiben, „obwohl der branchenweit empfohlene Richtwert derzeit noch bei einem Transfett-Gehalt von sieben Prozent liegt“.

Anker-Sprecherin Martina Wollersdorfer teilt im Namen des Großbäckers mit, „dass wir als Beitrag zu dieser Thematik derzeit nur die Möglichkeit sehen, auf Anbieter von Margarine mit niedrigerem Trans-Fettsäure-Gehalt auszuweichen, sofern solche am Markt zu entsprechenden Bedingungen verfügbar sind“. Am vernünftigsten wären allgemein definierte Grenzwerte, an die sich die Fettindustrie halten muss.

Spar-Sprecherin Nicole Berkmann lässt wissen, man halte sich an die derzeit geltenden Gesetze. „Das Thema beginnt gerade erst in Österreich diskutiert zu werden. Wir sind dabei, uns kundig zu machen, damit wir eventuelle Schritte einleiten können.“

Hofer verweist auf den Bericht der Europäischen Lebensmittelbehörde, der derzeit keinen Handlungsbedarf sieht.

Billa betont, dass die Produkte in ihren Feinkostabteilungen von verschiedenen Zulieferfirmen stammen.