Geldanlage: Das Vorsorge-Lexikon

Private Zukunftsvorsorge gewinnt rapide an Bedeutung. Die folgenden Seiten bieten zentrale Basisinformationen zum Thema: die wichtigsten Fachbegriffe und Vorsorgemodelle, wie sie funktionieren, welche Renditen möglich und welche Vor- und Nachteile zu beachten sind.

Einen Aktienfonds oder eine Unternehmensanleihe? Lieber ein solides Produkt wie Bausparen oder das traditionelle Sparbuch? Oder gar ein vergleichsweise exotisches Instrument der Geldanlage wie Dachfonds, High-Yield-Bonds oder Hedgefonds? Die Kapitalanlagegesellschaften bieten eine oftmals schwer überblickbare Vielfalt von Anlage- und Vorsorgeprodukten – für die verschiedensten Zielgruppen und nahezu alle denkbaren Sparziele. Zwar legt nach wie vor eine große Mehrheit der Österreicher ihr Geld aufs Sparbuch, und gerade acht Prozent der heimischen Bevölkerung investieren in Aktien. Doch allmählich scheint auch das Interesse an anderen – kreativeren, tendenziell ertragreicheren und freilich auch riskanteren – Formen der Geldanlage zu wachsen.

Der steigende Zuspruch liegt wohl nicht zuletzt am parallel dazu schwindenden Vertrauen ins staatliche Pensionssystem. Zwei Drittel der Österreicher sind einer im vergangenen Februar publizierten Umfrage zufolge inzwischen der Meinung, dass sie privat für ihren Ruhestand vorsorgen müssen. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, bereits entsprechende Produkte zur Altersvorsorge zu besitzen. Und während im Vorjahr in vielen Bereichen des täglichen Konsums massiv gespart wurde, so zeigt eine Erhebung des Consulting-Unternehmens RegioPlan, stiegen die Ausgaben für die private Pensionsvorsorge beträchtlich: Pro Haushalt wurden im Schnitt 601 Euro dafür investiert.

Zumindest teilweise spiegeln sich diese Trends auch in den Entwicklungen der Fondsgesellschaften. Insgesamt verwalteten die 23 Kapitalanlagegesellschaften Österreichs im Vorjahr 1909 Wertpapierfonds, von den 199 neu aufgelegten Fonds waren 78 reine Publikumsfonds – also für die Masse der Anleger gedacht. „Eine Analyse des Kaufverhaltens beweist für 2003 eine starke Dominanz des Publikumssektors“, heißt es denn auch in einer VÖIG-Analyse.

Angesichts dieser Entwicklungen bietet dieses Vorsorge-Lexikon einen Leitfaden durch die wichtigsten Produkte der Geldanlage – und zeigt, für welchen Zweck und welche Zielgruppen sie gedacht sind, welche Erträge und Risken möglich sind und welche typischen Vor- und Nachteile Fachleute den einzelnen Produkten zuordnen. Spezielle Buchtipps für weiterführende Lektüre, Internetservices und Expertenkommentare runden das Informationsangebot ab.