Gewissenhaft

Die SPÖ bezichtigt die ÖVP doch allen Ernstes des vorsätzlichen Slogan-Klaus im Bundespräsident- schaftswahlkampf. Dabei war’s nur Pech.

Ferrero-Waldner: Politik braucht ein Gewissen.
Schüssel: Deswegen tritt i aber a net zruck. Und seit wann soll des überhaupt so sein?
Ferrero-Waldner: Des steht da in der Zeitung.
Schüssel: Ach Gott, was diese Deppen immer daherschreiben …
Ferrero-Waldner: Nein, das is ein Inserat. Es steht aber nicht dabei, von wem.
Schüssel: Hmm. Das Leben steckt doch voller Rätsel.
Ferrero-Waldner: Klingt irgendwie nach Ikea, findst nicht?
Schüssel: Möglich. Oder vielleicht do Billa?
Ferrero-Waldner: Dort hat mir die kleine Fuhrmann erst gestern drei Wurstsemmeln gholt. Des wär ihr doch aufgfallen, wenn die so einen komischen neuen Slogan hätten.
Schüssel: Is ja a Blunzn.
Ferrero-Waldner: Na ja, schon, aber sie is halt noch sehr jung, das kann ja noch werden.
Schüssel: I hab gmeint, is ja a Blunzn, von wem des Inserat is, oder?
Ferrero-Waldner: Ah so. Na ja, es tät mi aber scho interessieren, wem der Slogan ghört, weil irgendwie gfallt er mir.
Schüssel: Benita, du musst des so sehen: Allerspätestens seit der letzten Wahl ghört sowieso alles in diesem Land uns.
Ferrero-Waldner: Echt?
Schüssel: Schaust du nie die „ZiB“?
Ferrero-Waldner: Du meinst also, i kann ihn auch für mich verwenden? Einfach so?
Schüssel: Des findert i ganz o. k.
Ferrero-Waldner: Du, aber da kommt mir grad a Gedanke: Könnt er nicht vielleicht vom Fischer sein?
Schüssel: Geh, jetzt hörst aber auf!