Interview: „Warum müssen Klaviere wie Särge aussehen?“

Der ungarisch-österreichische Pianist András Schiff über seinen groß angelegten Beethoven-Zyklus, seinen Ärger über die unpolitische Klassik-Branche, die Fehler der Kollegen, die ungewöhnliche Mozart-Woche 2007 – und das Problem der „globalisierten“ Steinway-Flügel.

profil: Zwischen 2004 und 2006 spielten Sie fast nichts anderes als Beethovens 32 Klaviersonaten. Warum fangen Sie in Wien jetzt wieder von vorne damit an?
Schiff: Ich habe den Zyklus in zehn Städten abgeschlossen, und es wäre einfach zu traurig gewesen, wenn dies das Ende gewesen wäre. Mit Wien habe ich gewartet, weil Beethoven seine Werke hier geschrieben hat. Das jagt mir Respekt ein. Es geht um die Aura der Stadt.
profil: Die spüren Sie?
Schiff: Natürlich. Ich spüre die Tradition, die hier herrscht.
profil: Die Werke Mozarts, Beethovens und Schuberts haben Sie ebenfalls integral behandelt. Woher kommt Ihr Hang zur Vollständigkeit?
Schiff: Ich bin ein gründlicher Mensch. Würde ich ständig von einem Komponisten zum nächsten wechseln, könnte ich nicht in die Tiefe gehen. Freilich lohnt sich eine so intensive Auseinandersetzung nur mit einem halben Dutzend von Komponisten. Was die Klaviermusik betrifft, ist die Liste der Namen kurz: Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert und Schumann. Ich bin da sehr wählerisch, mehr gibt es nicht für mich.
profil: Sie wischen 90 Prozent der Musikgeschichte vom Tisch. Nicht einmal Brahms genügt Ihren Ansprüchen?
Schiff: Es gibt viele wunderbare Komponisten, aber ich bin mir in meinem Urteil recht sicher. Johannes Brahms ist ein Grenzfall. Beethoven kann man einen Abend lang hören, seine Stücke sind ungeheuer differenziert und unterschiedlich in Charakter und Tonfall. Aber bei aller Liebe, die ich für Brahms empfinde: Seine Musik trägt das nicht. Ich habe einmal seine gesamte Kammermusik an fünf Abenden gespielt. Das war wirklich zu viel. Das Werk von Brahms ist nicht vielfältig genug. Auch Chopin kann man nicht einen Abend lang spielen, obwohl das viele Pianisten tun. Ich würde nie zu einem solchen Konzert gehen, selbst wenn Rubinstein spielen würde.
profil: Halten Sie Mozart für besser als Beethoven?
Schiff: Darauf kriegen Sie keine Antwort von mir. Die beiden sind einfach zu unterschiedlich. Am schönsten hat es der Dirigent Josef Krips gesagt: „Beethoven erreicht in manchen seiner Werke den Himmel, aber Mozart kommt von dort.“
profil: Die heurige Mozart-Woche überrascht mit einem innovativen, äußert markanten Programm: Mozart wird konsequent mit Musik des 20. Jahrhunderts vermischt. Ergibt das Sinn?
Schiff: Es ist sogar sehr wichtig, dass sich Festivals wie die Mozart-Woche oder die Schubertiade entwickeln. Man muss dabei aber vorsichtig vorgehen, weil es eine Hörergemeinde gibt, die nach Salzburg pilgert, um Mozart zu hören. Schon wenn sie einen Haydn hören, ist das eine Katastrophe. Aber es kann zu Routine kommen, wenn immer die gleichen Werke aufgeführt werden. Ob die Kombinationen in Salzburg musikalisch sinnvoll sind, muss man sehen. Mozart ist heikler als Beethoven oder Bach und verträgt Fremdelemente nicht so gut. Es ist ein interessanter Test für neuere Musik: Wer kann neben Mozart bestehen?
profil: Vergangenes Jahr wurde Mozart oft mit Schostakowitsch kombiniert, weil beide runde Geburtstage hatten.
Schiff: Das ist eine Kombination, die nicht funktioniert. Ich respektiere Schostakowitsch, aber er spielt in einer anderen Liga. Seine „Vierte Symphonie“ ist oft unerträglich laut, seine „Leningrader Symphonie“ hasse ich. Sie ist bombastisch, plakativ, repetitiv und banal. Trotzdem tobt das Publikum vor Begeisterung, wenn man diese Symphonien spielt. Das enttäuscht mich. Die Menschen haben verlernt, so fantastische Werke wie Mozarts Streichquintette zu schätzen.
profil: Sie selbst kombinieren bei der heurigen Mozart-Woche Beethoven mit Bartók: Was haben die beiden denn gemeinsam?
Schiff: Bartóks Musik bezieht sich auf ein paar sehr wichtige Quellen: Von Bach hat er die Mehrstimmigkeit, von Beethoven das klassische Formgefühl. Die beiden passen also sehr gut zusammen.
profil: Der Romancier Thomas Pynchon schrieb in seinem Roman „Die Enden der Parabel“, mit Beethovens Musik im Ohr könne man perfekt in Polen einfallen. Ist Ihnen der martialische Aspekt seiner Musik unangenehm?
Schiff: Es stört mich nur, dass man daraus ein Klischee macht und nicht erkennt, dass das Titanenhafte nur eine Seite von Beethovens Charakter ist. Seine „Diabelli-Variationen“ sind sehr humorvoll. Bei den letzten drei Klaviersonaten handelt es sich um zutiefst philosophische und metaphysische Werke. Deshalb halte ich es für falsch, wenn man diese Werke mit 15 Jahren spielt. Ein junger Mensch kann noch nicht so weit sein. Heute kommen zwölfjährige Wunderkinder aus Asien und spielen alles wie Instantkaffee.
profil: Auch Genies wie der russische Pianist Jewgenij Kissin haben Beethoven von Beginn an gespielt.
Schiff: Kissin ein Genie? Das mag Ihre Meinung sein, nicht meine. Wenn er das ist, wie definieren Sie dann Mozart? Es ist ja auch nicht verboten, Beethoven früh zu spielen. Aber es ist halt meine Meinung. Man möchte auch Shakespeares König Lear nicht von einem 15-Jährigen gespielt sehen. Bei der Musik machen das die Menschen aber.
profil: Sie treten häufig mit zwei Klavieren auf. Warum spielen Sie etwa Beethovens „Sonate in As-Dur op. 110“ auf einem Bösendorfer, wechseln für die „Sonate in c-Moll op. 111“ aber auf einen Steinway?
Schiff: Diese Werke sind enorm unterschiedlich. Am liebsten würde ich jede Sonate auf einem anderen Instrument spielen. Das wäre aber praktisch kaum möglich. Ich nutze den unterschiedlichen Klangcharakter eines Bösendorfer und eines Steinway, also eines typisch wienerischen und eines globalisierten Instruments. Fast die ganze Welt spielt heute auf Steinways, und alle finden diese Globalisierung in Ordnung. Ich revoltiere auf eine ganz friedliche Art dagegen, weil ich das Bösendorfer-Lokalkolorit als wertvoll erachte.
profil: Reisen Sie mit Ihren eigenen Klavieren?
Schiff: Ja, die Instrumente lassen sich in klimatisierten Lastwägen sehr gut transportieren.
profil: Daniel Barenboim ist bei der Klavierwahl nicht so wählerisch, auch für Franz Liszt und Arthur Rubinstein war es Ehrensache, auf jedem Klavier spielen zu können.
Schiff: Ich habe das früher auch gemacht, aber wahnsinnig darunter gelitten. Ich habe auf sehr vielen guten, mittelmäßigen und schlechten Instrumenten gespielt und mich gefragt, ob das wirklich sein muss. Es muss nicht sein. Ein Streicher darf auch auf seinem Instrument spielen.
profil: Wie viele Klaviere besitzen Sie?
Schiff: Zu viele, zehn oder zwölf. Die Lebenszeit Beethovens war die goldene Zeit der Klavierbaukunst in Wien. Es gab über hundert Baumeister, deren Instrumente sehr unterschiedlich waren. Die Einförmigkeit war damals noch keine Tugend. Ich mag die Tradition von Klavierbauern. Nur, warum die Instrumente schwarz sein müssen, das weiß ich nicht. In der alten Zeit waren Klaviere etwa aus wunderschönem Rosenholz gefertigt. Warum müssen die heute wie Särge aussehen?
profil: Sie spielen Beethovens 32 Klaviersonaten in chronologischer Reihenfolge auf drei Jahre verteilt. Daniel Barenboim spielte alle 32 an wenigen Tagen kurz hintereinander. Reizt Sie so ein Marathon?
Schiff: Nein, ich bewundere Barenboim, aber auch er sieht das nicht als eine sportliche Herausforderung. Er hat ja auch alle Wagner-Opern in zwei Wochen oder alle Bruckner-Symphonien innerhalb einiger Tage dirigiert. Für ihn sind das besonders intensive Erlebnisse. Ich brauche mehr Zeit dafür, um gute Ergebnisse zu erzielen.
profil: Zu Beginn Ihrer Karriere erregten auch Sie Aufsehen mit Klavierkonzerten, an denen Sie an zwei Abenden hintereinander beide Teile von Bachs „Wohltemperiertem Klavier“ auswendig wiedergaben.
Schiff: Da war ich noch jünger. Heute würde ich das nicht mehr riskieren. Ich spiele das „Wohltemperierte Klavier“ noch immer und beginne seit meinem 17. Lebensjahr jeden Tag damit, eine halbe Stunde Bach zu spielen. Bach bleibt das Alpha und Omega. Bei ihm wirken der emotionale, intellektuelle und physische Aspekt von Musik optimal zusammen.
profil: Sie galten an der Budapester Franz-Liszt-Akademie als Wunderkind. Wie gingen Sie damit um, bestaunt zu werden?
Schiff: Ich bin zwar schon mit 14 an die Universität gekommen, würde aber trotzdem bestreiten, dass ich ein Wunderkind war. Ich war begabt, aber nichts Außerordentliches. Es gab zu Hause ein Klavier, und weil ich ein Einzelkind war, habe ich mit fünf Jahren angefangen zu spielen. Mit zehn habe ich mich dafür entschieden, Musiker zu werden. Meine Kollegen an der Hochschule waren älter als ich und hatten mir viel voraus. Ich war in einer Umgebung, die mich sehr bescheiden machte.
profil: Muss ein klassischer Musiker zurückgezogen und konzentriert leben, um in seinem Beruf gut sein zu können?
Schiff: Man muss als Interpret ein volles Leben leben. Mich interessieren Pianisten, die mir etwas von der Welt erzählen können. Arturo Benedetti Michelangeli war ein fantastischer Musiker, aber ein Eremit. Ich habe ihn nie gerne gehört, weil mich sein Spiel paralysierte. Es ist Wahnsinn, dass ein Mensch eine kleine Hand voll Stücke auf die immer gleiche Art spielt. Michelangeli übte den ganzen Tag. Ich glaube nicht, dass er je ein Buch gelesen oder einen Menschen gesehen hat. Ein Gegentyp war Svjatoslav Richter, der mich viel mehr fasziniert hat. Wenn er ein Stück spielte, hat er uns etwas erzählt.
profil: Sie haben im Jahr 2000 aufgrund der schwarz-blauen Regierungsbildung sämtliche Konzerte in Österreich abgesagt. Bei der Mozart-Woche 2001 waren Sie wieder mit dabei. Bereuen Sie den Boykott?
Schiff: Ich bereue höchstens, dass das so sein musste. Wenn ich damals viele Menschen enttäuscht oder beleidigt habe, tut mir das leid, aber ich würde heute genau so reagieren. Es war eine Gewissensfrage.
profil: Als Hauptgrund für Ihren Boykott gaben Sie das „Nichtstun der österreichischen Klassik-Szene“ und deren Zurückhaltung bei Stellungnahmen zur neuen Regierung an. Sind Musiker oft politisch feige?
Schiff: Zum Großteil schon. Natürlich bin ich als jüdischer Musiker in diesem Punkt ganz besonders sensibel und nicht objektiv. Es ist wichtig, die gespenstische Haltung Wilhelm Furtwänglers gegenüber den Nazis zu kennen und zu diskutieren. Er hat viele Leben gerettet, aber sein affirmatives Verhalten war nicht richtig. Aus der Pop- und Theaterszene waren im Jahr 2000 sehr mutige Stimmen gegen Jörg Haider zu hören. Ich habe sogar eine mutige Meinung von Arnold Schwarzenegger gehört. Wenn der das kann: warum nicht auch klassische Musiker?
profil: Scheuen Musiker vor politischen Statements zurück, weil die Klassik Teil der Repräsentationskultur ist?
Schiff: Diese Frage macht mich ratlos. Viele glauben, dass die Klassik einem gewissen Teil der Gesellschaft gehört, die man nicht unnötig provozieren möchte. Aber Musik gehört nicht nur dem Bürgertum. Ich betrachte mich ja auch als Linken.
profil: Ist Musik per se unpolitisch?
Schiff: Nein, Beethovens „Eroica“ ist ganz und gar nicht unpolitisch, sondern bezieht sich auf Napoleon und die Französische Revolution. Hätte Beethoven im Dritten Reich leben müssen, hätte er sich entweder das Leben genommen oder drastisch reagiert. Nicht alle Musiker sind feige. Toscanini war kein Jude und hat sich trotzdem dem faschistischen Italien verweigert.
profil: Barenboim sorgte für Empörung, als er Auszüge aus „Tristan und Isolde“ in Israel dirigierte. Darf man als jüdischer Musiker die Werke des Antisemiten Richard Wagner mögen?
Schiff: Wer die Größe Wagners nicht erkennen kann, ist ein Idiot. Mir fällt der Umgang mit ihm trotzdem schwer. Er war ein schrecklicher Antisemit und ein ekelhafter Mensch. Man kann ein schwieriger Mensch sein wie Beethoven, aber Beethoven war ein wunderbarer Mensch, großzügig und ein Humanist. Seine Geisteshaltung strömt aus jedem Takt seiner Musik. Aus jedem Takt von Wagners Musik strömt etwas ganz anderes, da kann sie noch so genial gemacht sein: nämlich Egoismus. Wagners ganzes Umfeld, ob Liszt oder Berlioz, schrieb eine Art von Musik, die ich nicht liebe.
profil: Die „Neue Zürcher Zeitung“ urteilte über Ihren Beethoven-Zyklus beeindruckt: „So rasch wird man das nicht vergessen.“ Vergessen Sie Stücke je wieder?
Schiff: Stücke, die mir wichtig sind, nicht. Ich habe Gott sei Dank ein sehr gutes Gedächtnis. Aber ich bin nicht mehr so jung, und mein Kopf ist sehr voll. Da hat nicht mehr so viel Platz wie früher, was einer der Gründe ist, warum ich nur wenig zeitgenössische Musik dazulerne.
profil: Ein alter Streitpunkt bei Beethoven sind die Tempi. Beethoven wünschte sich etwa für den ersten Satz der „Mondscheinsonate“ ein „Adagio sostenuto“. Warum eilen Sie dennoch darüber hinweg?
Schiff: Weil es „alla breve“ notiert ist, was eben bedeutet, dass es schneller gehört. Auch dass die Harmonien nicht sehr oft wechseln, spricht für ein rascheres Tempo. Gott weiß, dass jeder Pianist beteuert, er hätte die Noten genau gelesen und würde genau das spielen, was der Komponist geschrieben hat. Trotzdem tun sie es oft nicht. Beethoven schreibt etwa ganz klar, dass man den ganzen ersten Satz dieser cis-Moll-Sonate „senza sordino“, das heißt mit Pedal, spielen muss. Trotzdem ignorieren 99 Prozent der Pianisten diese Anweisung und behaupten, dass das nicht wirken würde. Ich schwöre aber, dass es wirkt. Man muss Beethoven wortwörtlich nehmen.
profil: Der junge Pianist Martin Stadtfeld flickt Bach am Zeug, ebenso wie sich Glenn Gould extreme Freiheiten erlaubte. Ist das legitim?
Schiff: Was Herr Stadtfeld mit den „Goldberg-Variationen“ macht, ist für mich unakzeptabel. Es ist nicht ad libitum, was eine Bassstimme und was eine Oberstimme ist. Man kann Kopf und Fuß nicht einfach vertauschen. Ich bin irritiert und böse, dass das viele Leute so toll finden.
profil: Bei Glenn Gould ist es anders?
Schiff: Gould erlaubte sich nie solche Freiheiten mit dem Bach’schen Notentext wie Stadtfeld und bewegte sich auf einem ganz anderen Niveau. Aber auch er machte unglaublich ärgerliche Sachen, vor allem was Mozart betrifft. Ich weiß nicht, warum er Mozart überhaupt gespielt hat. Er hielt ihn für einen überschätzten Komponisten. Allein so etwas zu sagen ist schon fast Blasphemie. Aber es ist noch perverser, Mozarts Musik zu spielen, bloß um zu zeigen, wie mittelmäßig diese sei.
profil: Gould nahm ausschließlich im Studio auf, Sie schneiden Beethovens Sonaten live mit. Hand aufs Herz: Bessern Sie kleine Fehler am Schneidetisch nach?
Schiff: Ich mag meine eigenen Fehler natürlich überhaupt nicht. Aber all die Aufnahmen, die ich wirklich schätze und höre, stammen aus viel früheren Jahren und sind voll mit Fehlern. Die Beethoven-Sonaten von Artur Schnabel oder Edwin Fischer sind nicht alle stubenrein. Trotzdem kommen sehr viele von uns ganz nostalgisch auf diese Aufnahmen zurück, weil sie etwas Zauberhaftes und Einmaliges haben. Das sind meine Vorbilder. Wenn ich ein Konzert aufnehme und es wirklich nicht gelungen ist, habe ich noch immer die Freiheit, den Mitschnitt nicht zu veröffentlichen.
profil: Viele Hörer haben eine Gesamteinspielung von Schnabel, Kempff, Gulda, Brendel oder Pollini schon im Schrank. Wer soll Ihre Beethoven-CDs noch kaufen?
Schiff: Ich fühle, dass ich zu diesen Werken etwas zu sagen habe, sonst würde ich das wirklich nicht machen. Es gibt noch Platz für andere Versionen und Meinungen. Insgesamt gibt es rund 60 Einspielungen der Beethoven-Sonaten. Aber das ist wie mit dem Neuen Testament: Man streitet und interpretiert immer weiter.
profil: Was soll nach Beethoven nun noch kommen? Droht Ihnen der berühmte Sturz ins große Loch?
Schiff: Ich wiederhole Beethoven jetzt noch ein paar Mal und muss sehen, was dann kommt. Aber dieses Projekt war sicher die größte Herausforderung meines Lebens.
profil: Ab jetzt wird’s gemütlich?
Schiff: Nein, sicher nicht. Ich werde die „Diabelli-Variationen“ lernen und Bachs „Kunst der Fuge“, zwei Gipfelwerke der Klavierliteratur, die ich noch nicht gespielt habe. Das genügt dann.

Interview: Peter Schneeberger