Kernfusion: Die Rettung des Planeten?

Die Kernfusion verspricht nicht weniger als die Lösung aller Energieprobleme und die endgültige Abkehr von traditioneller Atomkraft. Derzeit wird der erstepraxis-taugliche Reaktor gebaut – das gewaltigste Energieprojekt der Menschheitsgeschichte. Experten sind sicher: Spätestens ab dem Jahr 2050 fließt Fusionsstrom in die Haushalte.

Der heißeste Platz in unserem Sonnensystem wird sich in acht Jahren im kleinen Dorf Saint-Paul-lès-Durance in Südfrankreich befinden. Bis vor kurzem bestand hier nur eine riesige, niedergewalzte Fläche. Doch seit dem Vorjahr fahren, gleich neben dem nur durch einen Waldstreifengetrennten Kernforschungszentrum Cadarache, die Bagger und Kräne auf, um den größten Fusionsreaktor der Welt zu bauen. Mit der geplanten Zündung des Plasmas im November 2020 sollen im Kern dieses Fusionsreaktors ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) schier unvorstellbare Temperaturen von mehr als 100 Millionen Grad Celsius herrschen – ein Vielfaches der 15 Millionen Grad im Inneren der Sonne. Höhere Temperaturen wurden bisher lediglich bei Versuchen in Teilchenbeschleunigern erreicht, um den Urknall nachzubilden ...

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