Das Ende der Liebe

Trotz der eskalierenden Freiheit der Wahl waren Beziehungen noch nie so brüchig wie heute. Denn die Liebe funktioniert zunehmend nach den brutalen Gesetzen der Konsumkultur. Verhaltensbiologen, Soziologen, Sexualforscher und Psychologen liefern neue Erklärungsmodelle für die wachsende Beziehungsunfähigkeit des Menschen und ungewöhnliche Gegenstrategien.

Romeo Montague bebte im Verona des 15. Jahrhunderts nahezu voll radikaler Romantik: „Ist Liebe ein zartes Ding? Sie ist zu rau, zu wild, zu tobend; und sie sticht wie Dorn.“ Und so: „Kein steinern Bollwerk kann der Liebe wehren.“ Der neue Romeo in David Böschs Burgtheater-Inszenierung der Shakespear’schen Teenagertragödie Daniel Sträßer sieht die Angelegenheit ein paar Jahrhunderte danach wesentlich entzauberter und pragmatischer: „Ich glaube, Beziehungen sind Konstrukte, Verabredungen innerhalb derer wir lieben oder zu lieben versuchen.“ Innerhalb dieser „Verabredungen“ müsse man „arbeiten“: „Denn so wie wir uns selbst weiterentwickeln, muss auch die Beziehung immer neu erfunden werden.“

Und wie domptiert der 24-jährige Single seinen Schmerz, wenn so eine „Verabredung“ in Brüche geht? „Ich gebe mich ihm voll hin, höre Tom Waits und trinke zu viel.“ Seine Julia, die 28-jährige Yohanna Schwertfeger, würde als Gegenstrategie „vielleicht Singen und sich irgendwann wieder neu verlieben“ empfehlen. Natürlich glaubt sie an die Möglichkeit des emotionalen Rauschs, merkt aber trotzdem an: „Wer weiß, welche Phasen die beiden noch durchlaufen hätten, wenn der einmal vorbei gewesen wäre.“

Der Verhaltensbiologe und Nachfolger von Konrad Lorenz, Kurt Kotrschal, vernichtet jegliche von Shakespeare und Hollywood entworfenen Utopien von der ewigen Liebe mit der Kälte der Sachlichkeit: „Biologisch sind lebenslange Beziehungen ohnehin nicht vorgesehen.“ Der evolutionäre Durchschnittswert läge bei sechs Jahren.

Die gesellschaftliche Realität trickst die Evolution dennoch aus: Die durchschnittliche Haltbarkeit österreichischer Ehen beläuft sich mit dem Stand von 2010 auf 10,5 Jahre, was einer Steigerung der Dauer von mehr als einem Jahr im Vergleich zu 2009 entspricht. Doch Anlass für Beziehungsoptimismus gibt der Zuwachs dennoch nicht. Denn der gestiegene Durchschnittswert ist dadurch zu erklären, dass der Anteil von Ehen, die nach 25 Jahren oder mehr geschieden werden, erheblich gestiegen ist. Je mehr getrennte Langzeitehen in die Statistik einfließen, desto höher liegt die Durchschnittsdauer. Mehr als die Hälfte aller österreichischen Trümmerehen hielt nicht einmal ein Jahrzehnt.

Der Pensionsschock, in den Loriot einst in der Gesellschaftskomödie „Pappa ante Portas“ seine Familie versetzte, dürfte ­zunehmend zum Liebes-Crashtest bei Seniorenpartnern ausarten. Da Menschen heutzutage auch weit jenseits der Lebensmitte sozial aktiv sind, ist die Bereitschaft, sich ohne Not in Konstellationen der Lieblosigkeit zu arrangieren, drastisch gesunken. Daneben sind die Belastung durch das zweite Kind und die Phase des „empty nests“ nach dem Auszug des Nachwuchses die häufigsten Ursachen für Scheidungen, die übrigens zu 90 Prozent von den Frauen betrieben werden. 2010 wurde in Österreich eine Scheidungsrate von 43 Prozent berechnet; der Höchststand lag 2006 bei 49 Prozent.

Eine aktuelle profil-Umfrage bei Wiener Scheidungsanwälten über die Ursache der sinkenden Rate ergab, dass diese Entwicklung kein Indiz für ein romantisches Revival der Zweisamkeit darstellt. Aufgrund der verschärften wirtschaftlichen Lage sitzen viele Paare eine Beziehung nämlich noch aus, denn eine Scheidung bedeutet in jedem Fall für beide Partner einen erheblichen Verlust des Lebensstandards.

„Eine feindliche Umwelt wirkt immer stabilisierend für Partnerschaften“, so Kurt Kotrschal, „je mehr sich der Mensch von außen bedroht fühlt, desto mehr sucht er Halt in einer Beziehung.“ Dass das prognostizierte Krisenjahr 2012 zu einer Liebes-Hausse führen wird, ist jedoch stark zu bezweifeln.

Die israelische Soziologin Eva Illouz, deren neues Buch „Warum die Liebe weh tut“ gerade auf der Frankfurter Buchmesse für Aufsehen sorgte, geht sogar so weit, dass sie das Ende des monogamen Beziehungsmodells ausruft. Liebe und Leidenschaft würden heute nahezu ausschließlich auf den Prinzipien der Konsum- und Wegwerfkultur basieren und dementsprechend den brutalen sowie rasanten Gesetzen von Angebot und Nachfrage unterliegen. Illouz nennt diese Entwicklung „emotionalen Kapitalismus“: „Die Tatsache, dass Menschen frei und aus einem großen Sample wählen können, behindert auch ihre Fähigkeit, sich zu binden, ­massiv.“ Denn die Freiheit der Wahl, wie sie die sexuelle Revolution und die freie Liebe im Geist der Berliner Kommune I durchsetzte, führt auch in einen ständigen Prozess von „Abwägung und Vergleich“ sowie Überforderung und Orientierungs­losigkeit. Das Internet als Partnerbörse und Balzterritorium ist aber nicht der Auslöser für diese Liebesmetamorphosen, sondern wirkt auf ohnehin unaufschiebbare Entwicklungen nur verstärkend.

„Das Internet ist auf zweifache Weise verlockend“, konstatiert der französische Soziologe Jean-Claude Kaufmann in seinem neuen Buch „Sex@mour“, in dem er Paarungsrituale im virtuellen Raum untersucht, „alles scheint möglich und leicht, und dann ist da noch die psychologische Bequemlichkeit, zumindest solange man vor dem Bildschirm sitzt.“ Für Menschen, die im realen Leben an Angst vor Zurückweisung leiden, hat das Netz zunächst die Funktion eines Schutzwalls. Doch die Dis­tanz hat auch ihre Tücken. Zwar wird das Andocken und Abkoppeln im virtuellen Raum wesentlich erleichtert, aber „man bekommt auf Distanz auch viel häufiger Abfuhren, die dann meist auch viel härter ausfallen“.

Goethes Werther hätte im 21. Jahrhundert nicht Selbstmord begangen, sondern auf seinem Facebook-Profil seinen Status-Update auf „Single“ geändert und die Bezeichnung „Is in a relationship, but it’s complicated“ gelöscht.

Doch schon lange vor dem Boom der sozialen Netzwerke lebten wir in einem Zeitalter der seriellen Beziehungsbiogra­fien. Laut Zukunftsforscher Matthias Horx sollte ein Mensch gar 16,2 Liebesgeschichten absolviert haben, um auf erwachsenem ­Niveau lieben zu können. So viel Raum ist allenfalls in Horx’ eigener Biografie.

Trotz der zigfach potenzierten Möglichkeiten des „Partner-Shoppings“ durch den Wegfall sozialer Zwänge und des „globalen Tanzlokals, wo jeder jeden auffordern kann“, so Kaufmanns Definition des Netzes, sind die Menschen so einsam und damit konsequenterweise auch so beziehungsunfähig wie nie zuvor.

Die Zahl der Single-Wohnungen ist in Österreich seit 1980 explodiert und macht heute mit nahezu 1,4 Millionen bereits 36 Prozent aller Haushalte aus – was freilich auch mit der überalternden Bevölkerung zu tun hat –, während Paare mit Kindern nur noch auf 30 Prozent kommen; 1980 waren es noch 41 Prozent.

Auch die Umfrage „Generations and Gender Survey“ der Statistik Austria vom April 2010 stellt der österreichischen Bevölkerung wenig Talent für Zweisamkeit aus: Rund ein Drittel aller österreichischen Männer und 25 Prozent aller Frauen haben, nach eigenen Angaben, noch nie mit einem Partner oder einer Partnerin zusammengelebt.

Wo sich aber schon der Schritt zur gemeinsamen Wohnung als schwierig erweist, rückt die lebenslange Verbindung zunehmend ins Reich des Fantastischen. Dem entspricht die gesellschaftliche Einschätzung der Institution der Ehe, wie eine Studie des Instituts für Familienforschung vom September 2011 feststellte: Waren 1988 noch fast 50 Prozent aller Österreicherinnen überzeugt, dass verheiratete Menschen im Allgemeinen glücklicher seien als unverheiratete, waren 15 Jahre später nur noch 30 Prozent dieser Ansicht. Den Männern geht es nicht anders.

Belastende Partnerschaften, so sind sich die Psychiater und Psychotherapeuten ­einig, sind auch der häufigste Auslöser oder Verstärker von seelischen Störungen. Auch die Modediagnose Burn-out, der ­Etikettenschwindel für Depressionen, Angststörungen oder Panikattacken, hat ihren Ursprung weniger in deprimierenden Jobsituationen als in von zerstörerischen Dynamiken geprägten Beziehungen, wie die Stressforscherin Rotraud Perner aus ihrem ­Praxisalltag weiß. Die psychosomatischen Konsequenzen solcher Desasterkonstellationen wie Tinnitus, Migräne, Schlafstörungen, Bandscheibenvorfälle oder ein weit erhöhtes Herzinfarktrisiko sind statistisch belegbar. „Liebeskummer ist immer auch Lebenskummer“, erklärte die Soziologin Annelie Keil in einer „Stern“-­Titelgeschichte, die sich dem Phänomen widmet. Eine gescheiterte Beziehung kann den verlassenen Partner durchaus in eine physische Situation führen, die mit einem harten Drogenentzug vergleichbar ist. Eine Beziehung, die zumindest einen Beteiligten der Partner unter Dauerstress setzt, kann aber auch den Körper sukzessive vergiften. Die Psychologen und Autoren des Buchs „Wenn Liebe zum Desaster wird“, Sonja Nufer und Hans Christian Schrader, gehen im profil-Interview davon aus, dass „Mobbing-Szenarien in 80 Prozent aller Partnerschaften an der Tagesordnung sind“. Sollten sich Paare nicht aus dieser Choreografie der Abwertung befreien können, produziere dieses „Krankheitstheater“ Hormone, die den Körper „langsam zerstören“; diese Form des privaten Dauerstresses soll angeblich sogar zu Krebs führen. Der Beziehungsneurotiker Dr. House formuliert das Dilemma in der gleichnamigen TV-Serie so: „Es gibt zwei Möglichkeiten: eine Trennung mit Tränen oder eine Nicht-Trennung mit Tränen.“

Denn auch das Arrangement mit einer nicht freiwillig gelebten Einsamkeit kann krank machen. Wie bei Konrad Lorenz’ geliebten Graugänsen ist es auch beim Menschen so, dass Liebesfähigkeit und das Aus- und Erleben von gesunden Beziehungsmodellen mit Sicherheit lebensverlängernd wirkt.
Als Belastung für eine Partnerschaft identifizieren die Österreicher – laut einem Forschungsbericht des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) vom September 2011 – mangelnde gegenseitige Zuwendung, gefolgt von sexuellen Problemen. Daraus lässt sich schließen, dass eine Partnerschaft vor allem das Ego der Partner bedienen soll, wobei aber überraschenderweise kein allzu großer Exklusivitätsanspruch gestellt werden dürfte: Mangelnde Treue oder Eifersucht stellen nur für die wenigsten der vom ÖIF Befragten (nämlich 1,5 bzw. 5,8 Prozent) eine markante Beziehungsbelastung dar.

Der Sex also? Die wichtigste Erkenntnis, die der französische Sexualwissenschafter Yves Ferroul nach einer Studie von 314 Frauen zum Thema weibliches Lustempfinden gewonnen hat, lautet: „Anorgasmie, die häufigste Sexualstörung bei Frauen, ist kein Schicksal.“ Jede Frau könne lernen, zum Orgasmus zu kommen – egal, wie alt sie ist. Allerdings nur dann, wenn sie auch „den Willen entwickelt, ihren Körper zu erkunden, und herausfindet, welche Trigger sie drücken muss“. Der bloße Geschlechtsverkehr erweist sich, so Ferroul, auf dem Weg zum „absoluten Vergnügen“ in der Regel als die unsicherste Methode. Nur sechs Prozent seiner befragten Frauen gaben an, durch Penetration zum Höhepunkt zu kommen. Impotenz, vorzeitige Ejakulation und Erektionsstörungen stiegen auch bei den Männern in den letzten Jahren erheblich an – Stress, Versagensängste und der immer höher werdende Anspruch, wie sexuelles Glück auszusehen hat, irritieren.

Das Gespenst der sexuellen Unlust, das weltweit zunehmend durch die Schlafzimmer geistert, ist jedoch nur ein Symptomträger für einen gesamtgesellschaftlichen Wandel von Beziehungs- und Liebessystemen. Evolutionspsychologen und Verhaltensforscher ziehen dafür das Ende des dar­winistischen Modells zur Verantwortung, das für Frauen eine Partnerschaft als ­zwingendes Versorgungsmodell für Fortpflanzung und Brutpflege fungierte. Die wachsende finanzielle Unabhängigkeit
der Frauen und die Fortschritte der Fertilitätsmedizin haben erheblich „zur Vernebelung der weiblichen Paarungsmotive“ beigetragen, so die US-Anthropologin Helen Fisher.

Die Versäumnisse von Politik und Staat, in eine qualitätsvolle Frühbetreuung zu investieren, trägt indirekt auch zu einer wachsenden Bindungsunfähigkeit der Menschen bei. Denn längst darf man aufgrund der verschärften Arbeits- und Existenzbedingungen die Mütter nicht mehr allein für Sozialstörungen bei den Kindern in die Pflicht nehmen. Das Erlernen von unsicheren Bindungsmustern in der menschlichen Frühphase durch „desorganisierte primäre Bezugspersonen“, so Kurt Kotrschal, prägt das spätere Paarungs- und Beziehungsverhalten massiv, könne aber durch hochwertige Krabbelstuben und Kindergärten durchaus abgefedert werden.
Durch die fortschreitende Psychologisierung des Individuums mithilfe von Ratgebern und dem erleichterten Zugang zu Psychotherapie kam es in den letzten Jahrzehnten zusätzlich zu einem radikalen Wandel, was die Anforderungen für dauerhaftes Liebesglück betrifft.

„Das ist das große Missverständnis dieses Jahrhunderts“ , erklärt die Wiener Scheidungsanwältin Helene Klaar, „die Menschen tendieren häufig dazu, ihren Partner für ihre eigene Unzufriedenheit zur Verantwortung zu ziehen. Außerdem erliegen sie dem Trugschluss, Liebe wäre die notwendige Voraussetzung für eine Ehe. Doch im Bürgerlichen Gesetzbuch steht davon nichts.“

In der vormodernen Zeit, also bis ins 19. Jahrhundert, war das Liebeswerben in erster Linie unter rationalen und moralischen Blickpunkten organisiert: Mitgift, Familienpolitik, soziale und moralische Vorgaben, denen eine Partnerschaft entsprechen musste. Dieser Rationalisierungsprozess der Emotionen schloss unglückliche Lieben und desaströse Ehen keineswegs aus. Amouröses Elend traf damit aber auch nicht den Einzelnen in seinem Selbstwertgefühl, sondern konnte in einem größeren Zusammenhang gerechtfertigt werden. Früher waren die Menschen also durch Liebesleid nicht weniger unglücklich, sie nahmen es aber weniger persönlich. Liebe wider alle gesellschaftlichen Zwänge, für die der britische Thronfolger Eduard VIII. 1936 sogar auf den ­Königsthron verzichtete und die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson heiratete, gehörte noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zur emotionalen Avantgarde.

Der Wiener Sexualhistoriker Franz X. Eder, Autor mehrerer Standardwerke zum Thema, begründet die Reibungslosigkeit früherer Paarkonstellationen an einem Beispiel: „Für den oberösterreichischen Bauern und die oberösterreichische Bäuerin des 18. Jahrhunderts bedeutete Beziehungsglück vor allem, ihren ökonomischen Status zu halten oder zu verbessern, die Kinder weiter zu verheiraten und ansonsten ihren Platz im lokalen Sozialgefüge einzunehmen. Das Individuum mit seinen Begierden und Leiden war zwar in dieses Gefüge integriert, aber nicht als maßgebliche Kategorie.“ Auch der Begriff der „Liebe“ war, den sozialen Umständen entsprechend, ein anderer: „Diese Lebenswelten hatten sehr wenig mit dem Liebesdiskurs zu tun, wie wir ihn kennen: Seelenverwandtschaft, Leidenschaft, sexuelle Erfüllung, Beziehungsglück.“

Eine skandalöse Eheschließung wie jüngst die der 85-jährigen Herzogin von Alba, der reichsten Frau Spaniens, mit einem 60-jährigen bürgerlichen Angestellten ist ein skurriles Beispiel dafür, wohin die Freiheit der Wahl führen kann.

Hinzu kommt, dass eine „erfüllte Beziehung“ heute zum Statussymbol-Repertoire gehört und diejenigen, die auf diesem ­Gebiet versagen, als emotionale Modernisierungsverlierer stigmatisiert werden. Langzeit-Singles würde, so Jean-Claude Kaufmann, das gleiche Schicksal wie ­Langzeit-Arbeitslose erleiden: „Je länger sie weg vom Markt sind, desto dubioser wirken sie.“

Aus paartherapeutischer Sicht hilft, um die Haltbarkeit der Liebe zu stabilisieren, nur eines: radikale „Downshifting“-Maßnahmen bei den Beziehungsansprüchen.

Der deutsche Paartherapeut Arno Retzer geht sogar so weit, als Gegenstrategie für die Kluft zwischen Illusion und Alltag „das Lob der Vernunftehe“ anzustimmen. In seinem gleichnamigen Buch fordert er „den schnellen Abschied von allzu hohen Erwartungen“: „Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum.“ Um etwas Pepp in solche Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen: „Es gibt natürlich auch Paare, vor allem aus der ­gebildeten Mittelschicht, die sich zu Tode diagnostizieren. Solchen diskursverliebten Paaren rate ich dann, neue Pfade der Streitkultur zu betreten, denn zu viel Harmonie kann auch tödlich sein.“