Fall Kampusch: Die Staatsanwaltschaft legt alles offen

Natascha Kampusch zehn Jahre nach ihrer Flucht in die Freiheit

Natascha Kampusch zehn Jahre nach ihrer Flucht in die Freiheit

Im Kampf gegen die Verschwörungstheorien im Fall Kampusch veröffentlichte die Staatsanwaltschaft jetzt bisher vertrauliche Ermittlungsergebnisse. Das profil vorliegende 600-Seiten-Papier dokumentiert eine Tragödie, die oft zur Farce wurde.

Der „Spiegel“, Mutter aller Nachrichtenmagazine, nimmt Österreicher meist nur aus den Augenwinkeln wahr. Kommt ein österreichischer Politiker dar­in vor, hat er entweder gestohlen oder Pofel verzapft. Im Fall des ÖVP-Abgeordneten Werner Amon, 42, trifft Letzteres zu. „Aus meiner Sicht ist eine Einzeltätertheorie nur schwer aufrechtzuerhalten“, hatte der Vorsitzende des parlamentarischen Geheimausschusses zum Fall Kampusch vor drei Wochen „Spiegel“-Reportern kundgetan, Entführer Wolfgang Priklopil habe wohl Komplizen gehabt.

Dass ihn die Staatsanwaltschaft, die das ganz anders sieht, jetzt wegen eines „Druckkostenbeitrags“ der Telekom an den ÖAAB befragen will, hält Amon für eine schnöde Retourkutsche.

Dabei befindet sich der ÖVP-Abgeordnete durchaus in prominenter Gesellschaft. Der Ex-Richter und ehemalige SPÖ-Bundesrat Martin Wabl, 67, meinte erst am Freitag der Vorwoche im „Standard“, in den Fall Kampusch seien „wahrscheinlich Minister, Staatsanwälte und Polizeigeneräle verstrickt“. Der ebenfalls zweifelnde Ex-Verfassungsgerichtshofpräsident Ludwig Adamovich , 79, hat eine Evaluierungskommission geleitet, Kommissionsmitglied Johann Rze­szut, 71, früher Chef des Obersten Gerichtshofs, hat sogar in einer Sachverhaltsdarstellung schwere Vorwürfe gegen die Ermittler erhoben.
Die damit befasste Staatsanwaltschaft Innsbruck wies die Anzeige im November ab. Seit vergangener Woche liegt nun ihre Gegendarstellung vor: Auf mehr als 600 Seiten werden detailliert alle Ermittlungsergebnisse dokumentiert. Sie werfen ein neues Licht auf das Ausnahmeverbrechen – und lassen die Verschwörungstheoretiker recht alt aussehen.

Manche „Beweislage“ schien ja tatsächlich dicht.
Hatte nicht auch die renommierte deutsche Illustrierte „Stern“ von möglichen Priklopil-Komplizen in der Kinderporno- und Sadomaso-Branche berichtet? Der „Stern“ war im März 2007 von einem in Österreich irrlichternden Deutschen namens Thomas V. kontaktiert worden, der Zugang zu einem Video versprach, auf dem Natascha Kampusch mit mindestens zwei Männern in ihrem Verlies zu sehen sei.

Das passte trefflich zu den Angaben einer gewissen Nicole Sch., die sich am Tag nach der Flucht Kampuschs und der Veröffentlichung der Fotos von Wolfgang Priklopil bei der Polizei meldete. Nicole Sch. verrichtete ihre Dienste in einem Klein-Puff auf der Breitenfurter Straße in Wien-Meidling („Lady Sarah und ihre Extremsklavin Sabine“). Wolfgang Priklopil sei zwischen 2001 und 2004 alle zwei Monate gekommen, und er habe es dabei auf die „Extremsklavin“ abgesehen gehabt, gab Frau Nicole an.

Einmal habe er ein Mädchen namens Gisela zu einem Hausbesuch beordert und sie dabei auch dann noch gepeitscht, als sie bereits das „Safeword“ verwendet habe. Ebenfalls noch im August 2006 meldeten zwei Verkäuferinnen eines Sexshops in der Schönbrunner Straße, Priklopil sei „mindestens halbjährlich“ im Geschäft aufgetaucht und habe Damenreizwäsche gekauft. Geld habe dabei keine Rolle gespielt. Am anderen Ende der Stadt, in der Percogasse im 22. Bezirk, erinnerte sich die Verkäuferin des „Erotic Markt“ an zehn Besuche Priklopils.

Eine Bestätigung der Mehrtätertheorie im Sadomaso-Kinderporno-Milieu? Aus dem parlamentarischen Unterausschuss wurde Journalisten jedenfalls immer wieder im Flüsterton angedeutet, es gäbe in der Causa noch allerlei Pikanterien.

Dabei waren alle diese Angaben längst als Unfug entlarvt, wie der nun vorliegende Bericht der Staatsanwaltschaft zeigt. Die Polizei hatte im „Stern“-Informanten Thomas V. den „Hellseher Aves Morus“ wiedererkannt, der schon einmal seine „Dienste“ in dieser Causa angeboten hatte. Der von ihm als eigentlicher Besitzer des „Kampusch-Pornos“ genannte Andreas Sch. gab kleinlaut zu, tatsächlich ein solches Videoband im Internet gegen eine beträchtliche Summe angeboten, aber nie eines besessen zu haben. Den Ermittlern erschien Andreas Sch. als „wirre Persönlichkeit“, seine Angaben erwiesen sich allerdings als richtig: Ein Video hatte er nie und daher auch keine Preview online gestellt, wie behauptet worden war.
Dass Priklopil selbst mit Natascha-Pornos ins Netz gegangen sein könnte, ist auszuschließen: Er besaß nur einen Commodore 64, einen Spielecomputer aus den frühen achtziger Jahren ohne Internet-Tauglichkeit. In seinem Haus fanden sich nur selbst gedrehte Videos von Weihnachts- und Osterfeiern, von Turnübungen und von einem Skiausflug.

Wenig faktentreu waren auch die Aussagen der Damen aus dem SM-Club in der Breitenfurter Straße. Es stellte sich rasch heraus, dass sie nicht Priklopil, sondern einen anderen Gast gesehen hatten und dass der Kampusch-Entführer auch nicht der Sadist mit dem Hausbesuch war.
Thomas V. alias „Hellseher Aves Morus“ sprach auch von „Mails“, in denen ihn ein Augenzeuge von Besuchen Natascha Kampuschs mit ihrer Mutter in einem Fitnesscenter informiert. Die noch kleine Natascha sei dabei immer wieder mit Männern in der Garderobe verschwunden. Unsinn, wie die Nachforschungen ergaben: Natascha saß nach Angaben von Zeugen immer im Club-Restaurant, das vom Trainingsraum aus durch eine große Glasscheibe einsehbar war.

Natascha Kampuschs Mutter Brigitta Sirny, eine Frau mit etwas gebrochenem Lebenslauf, war im sozialen Problemmilieu der Wiener Rennbahnweg-Siedlung immer wieder Zielobjekt kühner Spekulationen. Zwei ihrer Nachbarinnen waren schon nach der Entführung Nataschas zur Polizei gelaufen, um Frau Sirny der Mittäterschaft zu bezichtigen. Als nach Nataschas Flucht das Foto Wolfgang Priklopils in den Zeitungen auftauchte, gaben die Nachbarinnen an, einer ihrer Bekannten habe Priklopil mit Sirny vor dem Gemeindebau gesehen. Auch im Lift habe man ihn zweimal angetroffen. Und sie erinnerten sich, Priklopil in Sirnys Lebensmittelgeschäft gesehen zu haben, als er etwas an der Elektrik reparierte. Eine der beiden Rennbahnweg-Bewohnerinnen stellte nach Nataschas Flucht sogar eigene Ermittlungen bei Nachbarn Priklopils in Strasshof an, wo sie in Begleitung einer „Medienberaterin“ auftauchte.

Keine dieser Angaben hielt einer Überprüfung stand:
Der „Bekannte“ bestritt, Sirny mit Priklopil vor dem Gemeindebau gesehen zu haben; der Elektriker, der tatsächlich im Lebensmittelgeschäft gearbeitet hatte, war rasch gefunden, und die Nachbarn in Strasshof waren bereits von kundigeren Ermittlern als der „Detektivin“ von der Fünfer-Stiege befragt worden.

Im Unterausschuss und bei professoralen Zweiflern an der Einzeltätertheorie wurden die Aussagen der Zeuginnen dennoch ernst genommen.

Eine spezielle Rolle spielten laut Akt der Staatsanwaltschaft Wiener Boulevard-Reporter. So verbreitete ein „heute“-Journalist, bei einer Besprechung zum Fall Kampusch im Bundeskanzleramt sei nach ihm vorliegenden Informationen im September 2006 auch ein Foto gezeigt worden, auf dem Natascha Kampusch in Ketten, flankiert von zwei Männern, zu sehen ist. Ein weiterer Mann, dessen Knie auf dem Bild sichtbar sei, habe fotografiert. Da dem „heute“-Mitarbeiter auch die angeblichen Teilnehmer der Sitzung genannt worden waren, ließ sich der Casus rasch klären: Es gab weder eine solche Besprechung noch ein derartiges Bild.

Die Ermittler mussten auch völlig jenseitigen Geschichten nachgehen. So meldete sich im Sommer 2009 ein Mann bei der Adamovich-Kommission und berichtete, einer seiner Freunde habe Natascha Kampusch kennen gelernt. Kampusch habe ihm erzählt, sie habe ein Kind von Priklopil bekommen und dieses in einer Babyklappe abgelegt. Der Freund wurde sofort befragt und gab an, er habe aufgeschnitten und Frau Kampusch gar nicht persönlich getroffen, mit ihr aber ein Jahr lang auf www.chat.de kommuniziert. Die angebliche „Natascha“ aus dem Chatroom wurde als ein Jakob S. ausgeforscht, der sich einen schlechten Scherz erlaubt hatte. Dass Natascha Kampusch nie schwanger war, hatte sich schon unmittelbar nach ihrer Flucht bei einer Untersuchung im AKH gezeigt – dennoch hält sich das Gerücht bis heute.

Eine zentrale Figur für die Ermittler wie für die Adamovich-Kommission war Ischtar A., jenes Mädchen, das am 2. März 1998 Augenzeugin der Entführung geworden war. Ihre seinerzeitige Aussage, sie habe im weißen Kastenwagen zwei Männer gesehen, wird bis heute vom früheren Oberst­-
richter Rzeszut als Beleg für die Mehrtätertheorie gewertet. Ischtar, damals zwölf, will den Wagen sogar zweimal gesehen haben: einmal, als Natascha von einem Mann in den Wagen gezerrt wurde, und dann kurz darauf noch einmal, als er nach Umrundung eines Kreisverkehrs an ihr vorbeigebraust sei. Jetzt hatte sie auch Sicht auf die Fahrerkabine: Gefahren sei ein Mann mit Stoppelglatze, sein Beifahrer sei danebengesessen. Natascha Kampusch hatte stets nur von einem Mann, eben Priklopil, erzählt, der damals einen weißen Hut getragen habe.

Die Ermittler befragten die Augenzeugin ein Dutzend Mal. Am 3. Dezember 2009 stellte die Polizei Natascha und Ischtar gegenüber. Noch einmal wurde die Szene nachgestellt. Danach hielt es laut Bericht der Staatsanwaltschaft auch Ischtar A. für wahrscheinlich, dass sie zwei verschiedene Autos gesehen hatte. Wodurch sich auch erklärt, warum sie auf einer Skizze das Täterfahrzeug mit einem „schwarzen Buckel“ in Form eines „B“ gezeichnet hatte. Priklopils Kastenwagen, ein umgebautes Rettungsauto, hatte keinen „Buckel“.

Als Hauptverdächtiger galt allen Vertretern einer Mehrtätertheorie stets Wolfgang Priklopils einziger Freund Ernst H. Sie hatten im selben Betrieb ihre Lehre abgeschlossen und seit 1992 Wohnungen gekauft, saniert und dann weiterverkauft. H. betrieb außerdem eine kleine Veranstaltungshalle in der Perfektastraße in Wien-Liesing. Konnte ihm der Umstand, dass sein Freund im Keller ein entführtes Mädchen festhielt, verborgen bleiben? Dazu kam: Ernst H. hatte bei seiner Ersteinvernahme am Tag von Kampuschs Flucht und Priklopils Selbstmord falsch ausgesagt.

Faktum ist, dass ihn der verzweifelte Freund gegen 14.30 Uhr vom Wiener Donauzentrum aus angerufen und dringend um Abholung gebeten hatte. Priklopil habe ihm gesagt, er habe alkoholisiert einen Verkehrsunfall verursacht, die Polizei sei hinter ihm her, gab H. bei seiner ersten Aussage an. Sie seien stundenlang durch Wien gefahren, bevor er Priklopil kurz nach 20 Uhr bei der Kreuzung Taborstraße/Nordbahnstraße, unweit des Bahnhofs Praterstern, habe aussteigen lassen.

Als Ernst H. an diesem Abend zu seiner Veranstaltungshalle kam, wartete bereits die Polizei auf ihn. „Hat er s’ umbracht?“, fragte H. spontan. Im November 2009 revidierte er seine damalige Aussage über diesen dramatischen Augustnachmittag 2006: In Wahrheit habe ihm Priklopil gleich nach dem Einsteigen erzählt, dass er Natascha Kampusch entführt habe. Er habe ihm von dem Tresor mit dem Verlies dahinter erzählt und von Plänen, Natascha zu heiraten. Entführt habe er sie damals, weil er als 36-Jähriger „Torschlusspanik“ gehabt und gedacht habe, keine Frau mehr zu bekommen. Haft würde er nicht überleben, schon allein wegen der hygienischen Umstände. Priklopil bat Ernst H. um das Auto, um damit gegen eine Betonwand zu fahren. H. versuchte ihn zu überreden, sich der Polizei zu stellen. Schließlich ließ er den völlig zerrütteten Freund kurz vor Einbruch der Dunkelheit an der schon im ersten Verhör bezeichneten Stelle in der Nordbahnstraße aussteigen und fuhr weg. Wenige Minuten später überrollte ein aus dem Bahnhof Praterstern kommender Schnellbahnzug den Entführer.

In den vergangenen Wochen tauchte wieder das Gerücht auf, Komplizen hätten Priklopil nach Kampuschs Flucht als Mitwisser ermordet und schon tot auf die Geleise gelegt. Auch Werner Amon deutete das gegenüber dem „Spiegel“ an. Dem steht die Aussage des Lokführers entgegen, der sah, wie Priklopil den Kopf auf die Schienen legte. „Ausgedehntes Schädelhirntrauma mit nahezu vollständiger Abtrennung des Kopfes und Hirnlähmung“ war laut Staatsanwaltschaft die Todesursache.

Auch Natascha Kampusch war nicht sicher, ob Ernst H. nicht doch von ihrem Schicksal gewusst hat. Sie hatte – da stimmen H.s und Kampuschs Aussagen überein – Priklopils Freund einmal getroffen, als sie ihr Entführer wenige Monate vor der Flucht zur Veranstaltungshalle mitgenommen und beiläufig als Nachbarskind vorgestellt hatte. Im Haus in Strasshof hatte sie viele Telefonate zwischen Priklopil und Ernst H. mitgehört. Ein paar Monate nachdem sie wieder in Freiheit war, fragte Natascha Kampusch ihre Schwester in einem Telefonat: „Glaubst du, hat mich der Ernst vorher gekannt und gewusst, dass ich da bin?“

Die untersuchenden Behörden kalkulierten diese Möglichkeit ein: In Kampuschs Verlies und an dessen Zugängen wurden zahlreiche DNA-Proben und Fingerabdrücke genommen. Jene von Ernst H. waren nicht dabei. Von den Ermittlern eruierte Telefonate von Ernst H. mit der Besitzerin eines Erotik-Shops (Ex-Richter Rzeszut führt sie in seiner Sachverhaltsdarstellung an) hatten ebenfalls nichts mit dem Fall zu tun: Die Ladenbesitzerin hatte von H. eine Wohnung gemietet, bei den Telefonaten hatte sie H. wegen ihrer Mietrückstände getadelt.
Auch bei einer anderen erstmals im 600-Seiten-Akt der Staatsanwaltschaft dokumentierten Episode wurde anfangs eine Beteiligung von H. angenommen. Wolfgang Priklopil hatte sich am zweiten Tag der Gefangenschaft Natascha Kampuschs beim Verschieben des Tresors schwer an der rechten Hand verletzt: Das erste Glied des rechten Mittelfingers hing nur noch an der Haut. Die Rettung brachte Priklopil ins etwa 30 Kilometer entfernte Spital von Korneuburg. Nach einer Erstversorgung musste er die Nacht im Krankenhaus verbringen. Die Ärzte wollten Priklopil ­wegen der Schwere der Verletzung einige Tage lang stationär behandeln, was für die unversorgte Gefangene im Kellerverlies den Tod bedeutet hätte. Der Verletzte bestand darauf, nach Hause zu fahren und am nächsten Tag wiederzukommen.

Die Fahnder vermuteten, Ernst H. habe Priklopil aus dem Spital geholt und tags darauf wieder nach Korneuburg gefahren – dann konnte ihm aber auch die Gefangene im Keller untergekommen sein. H. bestritt hartnäckig, Priklopil chauffiert zu haben. 2009 fanden die Ermittler heraus, dass ein Strasshofer Nachbar Priklopils den Verletzten aus dem Spital abgeholt und ihn am nächsten Tag wieder dorthin gebracht hatte.

Die Protagonisten der Mehrtäterversion verstiegen sich bei ihren Aussagen sogar bis zur Täter/Opfer-Umkehr. Der ehemalige Oberstrichter Johann Rzeszut attestierte Natascha Kampusch ein „Glaubwürdigkeitsproblem“, weil sie behauptet hätte, bis zuletzt im Verlies gewohnt zu haben, wo es doch ab 2006 eine „wesentliche Lockerung“ gegeben habe und sie sich oft im Haus habe aufhalten dürfen.

Priklopil hatte laut Bericht der Staatsanwaltschaft sein Opfer im letzten Jahr tatsächlich manchmal mitgenommen: in eine Billa-Filiale, zum Flohmarkt in Großenzersdorf, in ein Hornbach-Gartencenter, zum Radfahren in Strasshof und einmal sogar zum Skilaufen auf das Hochkar. Die Skihose für Natascha wurde im Donauzentrum gekauft, sie musste dabei eine blonde Perücke tragen. Priklopil hatte kurz überlegt, sie in eine Burka zu stecken oder in einen Rollstuhl zu setzen.

Er hatte ihr immer wieder gedroht, sie bei einem Fluchtversuch entweder sofort mit seinem langen Schraubenzieher zu töten oder sie für immer ins Kellerverlies zu stecken. Vor Natascha Kampuschs Flucht hatte er sie eineinhalb Tage lang mit Nahrungsentzug gequält. Ihre Bitte, sie hätte gern eine im Garten wachsende Zucchini, schlug er mit der Bemerkung aus, die müsse sie sich erst einmal verdienen.
Da rannte sie weg.

Werden sich nun die Aktendeckel schließen? Eher nicht. Unlängst ging in der Notrufzentrale der Grazer Polizei ein Anruf ein, wonach sich Wolfgang Priklopil und Natascha Kampusch im Nachbarhaus aufhielten.
Elvis lebt schließlich auch noch.