+++ Nobelpreise 2013 +++: Preisträger, Wettquoten, Highlights

Mit Spannung blickt die Welt diese Woche wieder nach Stockholm und Oslo, wo die Nobelpreisträger 2013 bekannt gegeben werden. Den Auftakt macht traditionell die Medizin, gefolgt von Physik und Chemie. Der Literatur-Nobelpreisträger wird am Donnerstag bekannt gegeben, sowie am Freitag (11.10.) der Friedens-Nobelpreis. Am kommenden Montag (14.10.) wird noch der Preis für Wirtschaftswissenschaft vergeben. profil online liefert einen Überblick über die diesjährigen Preisträger:

+++ Friedensnobelpreis an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) +++

Der Friedensnobelpreis 2013 geht an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (Bild: Generalsekretär Ahmet Uzumcu). Das teilte das Nobelkomitee des norwegischen Parlaments am Freitag in Oslo mit. Der mit umgerechnet 930.000 Euro dotierte Preis gilt als prestigeträchtigste Auszeichnung der Welt. Die Organisation ist für die Umsetzung der Chemiewaffenkonvention aus dem Jahr 1997 zuständig. Sie soll die Chemiewaffenbestände der Vertragsstaaten überprüfen und deren Vernichtung kontrollieren. Im vergangenen Jahr hatte das Nobelkomitee aus fünf Parteienvertretern die EU mit dem Friedenspreis geehrt.

+++ Literaturnobelpreis an Kanadierin Alice Munro +++

Die 82-jährige Kanadierin Alice Munro erhält den Literaturnobelpreis 2013. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt. In der Begründung wird die Autorin als "Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte" bezeichnet.

+++ Chemie-Nobelpreis an US-Forscher Karplus, Levitt und Warshel +++

Der Chemie-Nobelpreis 2013 geht an den in Wien geborenen theoretischen US-Chemiker Martin Karplus sowie seine beiden US-Kollegen Michael Levitt und Arieh Warshel . Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt. Sie bekamen die Auszeichnung für die Grundlagen für Computermodelle, die zum Verständnis und zur Vorhersage chemischer Prozesse verwendet werden.

+++ Versuch und Irrtum +++

Nicht nur Preisträger begehen Fehler. Auch das Nobelkomitee liegt mitunter schwer daneben.

+++ „Higgs-Teilchen”: Physik-Nobelpreis 2013 für Francois Englert und Peter Higgs +++

Der Physik-Nobelpreis 2013 geht an den belgischen Physiker Francois Englert und seinen britischen Kollegen Peter Higgs . Sie erhalten die Auszeichnung für die "Entdeckung eines Mechanismus, der zum Verständnis beiträgt, woher subatomare Teilchen ihre Masse bekommen". Dieser Mechanismus sei kürzlich "durch die Entdeckung des vorhergesagten Elementarteilchens in den Experimenten ATLAS und CMS im Teilchenbeschleuniger LHC des Kernforschungszentrums CERN bestätigt worden". Dieses Teilchen wird nach einem der beiden Nobelpreisträger "Higgs-Teilchen" genannt.

+++ Medizin-Nobelpreis an drei Zellforscher +++

Ein Deutscher und zwei Amerikaner gewinnen Nobelpreis für Medizin: Die drei Zellforscher James E. Rothman (USA), Randy W. Schekman (USA) und der Deutsche Thomas C. Südhof teilen sich den Nobelpreis 2013 für Physiologie und Medizin. Das gab das Nobelpreiskomitee bekannt. Die Wissenschafter erhalten den Preis für Entdeckungen zu den Mechanismen, wie in allen Zellen Proteine transportiert werden und damit an die für Stoffwechselabläufe richtige Stelle kommen.

+++ Wettbüros sehen Murakami als Preisträger +++

Geht es nach den Wettbüros haben erneut der japanische Romancier Haruki Murakami (64) und die Weißrussin Swetlana Alexijewitsch Grund darauf zu achten, dass sie am Donnerstag telefonisch erreichbar sind.

+++ Genies auf Abwegen +++

Nobelpreisträger gelten als untadelige Instanzen, deren Forschung unser Weltbild revolutioniert. Doch zahlreiche Beispiele zeigen: Nicht wenige Preisträger trieben später abstrusen Unfug.

Link: nobelprize.org

(Red)