René Benkos Laura Privatstiftung gehören über Zwischenfirmen neun Zinshäuser in Innsbruck. Dazu kommen noch weitere wertvolle Immobilien in Tirol – teilweise gemeinsam mit einer zweiten Benko-Stiftung.
Signa-Pleite

Jenseits von Signa: Die Innsbrucker Benko-Häuser

Während die Signa Holding ihr Hab und Gut versteigern muss, besitzen Privatstiftungen von René Benko in und um Innsbruck zahlreiche Immobilien – darunter Zinshäuser im Wert von 120 Millionen Euro. Diese haben teils interessante Mieter.

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Wäre die Tiroler Landeshauptstadt ein Monopoly-Spielbrett, man müsste in der Innsbrucker Innenstadt recht oft Miete an René Benko bezahlen. Er wäre dort der Mann mit dem Schnauzer und den vielen Grundstücken. Nicht Benko persönlich wohlgemerkt. Aber seine „Laura Privatstiftung“, die der einst gefeierte Immobilien-Tycoon Ende 2006 errichtet hat: zur „Sicherung der Versorgung der Begünstigten“. Die „Begünstigten“, das waren damals die Stifter – Benko und seine Mutter – sowie die Nachkommen des Unternehmers. Mittlerweile ist dieser Vermerk übrigens aus der Stiftungsurkunde verschwunden und einem allgemeinen Verweis auf eine nicht öffentliche Zusatzurkunde gewichen, in der nun der Kreis der Glücklichen definiert ist.

Stefan   Melichar

Stefan Melichar

ist Chefreporter bei profil. Der Investigativ- und Wirtschaftsjournalist ist Mitglied beim International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ).

Eva  Sager

Eva Sager

schreibt über Gesellschaft und Gegenwart.