Neue Alben: Death Cab for Cutie, Action Bronson

Action Bronson: Mr. Wonderful

Action Bronson: Mr. Wonderful

Rap-Schwergewicht Action Bronson kredenzt sein wunderbar ironisches Major-Debüt „Mr. Wonderful“, während Death Cab for Cutie noch an einer Trennung laboriert: profil unerhört präsentiert die wichtigsten Alben der Woche.

Death Cab for Cutie: Kintsugi (Atlantic/Warner)

„Kintsugi“ beschreibt eine traditionelle Reparaturmethode aus Japan, bei der aus zerbrochenem Porzellan etwas Neues und Schöneres entsteht, indem einzelne Bruchstücke mit Gold, Silber oder Platin neu zusammengefügt werden. Damit haben sich die Indierock-Feingeister Death Cab for Cutie definitiv ein zu hohes Ziel gesetzt: Nach dem Ausstieg des Lead-Gitarristen Chris Walla bleibt die Band, 1997 im verschlafenen Städtchen Bellingham im US-Bundesstaat Washington gegründet, auf ihrem achten Album dann doch zu harmlos und verträumt, um ausreichend für Furore zu sorgen. Merke: Auch mit Musik lässt sich ein Bruch nicht so einfach kitten. (6.1/10) Ph. D.

Death Cab for Cutie

Action Bronson: Mr. Wonderful (Atlantic/Warner)

Der New Yorker Rap-Exzentriker Action Bronson mag zwar aussehen, als würde er in einem heruntergekommenen Fast-Food-Restaurant schwer bekömmliche Fleischleibchen braten. Als gelernter Koch weiß der albanisch-stämmige Musiker aber ganz genau, dass sich nicht nur in der High-End-Küche über Geschmack wunderbar streiten lässt. Auf seinem ersten Major-Album „Mr. Wonderful“ kocht Bronson dann auch vehement gegen den HipHop-Strom, setzt auf eine gedämpfte Akustik, psychedelische Gitarren und ein Klavier, das aus einer längst vergangenen Zeit entsprungen scheint. HipHop-Eintopf Deluxe. (7.9/10) Ph. D.

Action Bronson