Casinos-Affäre: Glücksspiel, Gold und Postenschacher

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts von Absprachen betreffend die Bestellung eines Casinos-Vorstandes durchgeführt.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts von Absprachen betreffend die Bestellung eines Casinos-Vorstandes durchgeführt.

Die Akte Casinos: Wie die politische und wirtschaftliche Elite Österreichs einem mäßig qualifizierten Parteigünstling zu einem Top-Job verhalf. Warum die Justiz auf Hochtouren ermittelt. Was in den belastenden Chatprotokollen steht. Welche Deals in der Regierung von Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache sonst noch liefen. Und mit wem der damalige Vizekanzler unmittelbar vor Auffliegen des Ibiza-Videos telefonierte.

Auslöser war eine zweieinhalb A4-Seiten lange anonyme Anzeige, die am 21. Mai 2019 bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien einlangte. Ein halbes Jahr später hat sich die Causa rund um die Bestellung des FPÖ-Bezirkspolitikers Peter Sidlo zum Finanzvorstand der teilstaatlichen Casinos Austria AG (Casag) zur Staatsaffäre ausgewachsen – nicht nur, weil es bereits zwei Wellen von Hausdurchsuchungen gab (unter anderem bei einem gerade zurückgetretenen Vizekanzler und zwei früheren Finanzministern) oder weil Tag für Tag weitere belastende Handyprotokolle bekannt werden, sondern vielmehr, weil die Affäre die Grundfesten der österreichischen Realverfassung erschüttert.

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Lesen Sie die Geschichte von Gernot Bauer, Stefan Melichar, Michael Nikbakhsh, Christina Pausackl und Jakob Winter in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper (www.profil.at/epaper)!