Gewerkschafts-Chefin: "Ende der Sozialpartnerschaft droht"

 Barbara Teiber mit ÖGB-Chef Wolfgang Katzian

Barbara Teiber mit ÖGB-Chef Wolfgang Katzian

Die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Für GPA-Chefin naht Ende der klassischen Sozialpartnerschaft

Wien - Die neue Vorsitzende der Privatangestellten-Gewerkschaft Barbara Teiber geht ihr Amt forsch an. Im APA-Gespräch fordert sie die Regierung auf, ihren Arbeitszeit-Entwurf in den Reißwolf zu schmeißen. Werde die Gewerkschaft weiter nicht einbezogen, sieht sie ein Ende der klassischen Sozialpartnerschaft. Wenn die Koalition "weiterhin 1:1" das umsetze, was sich Industrie und Wirtschaftskammer wünschten, werde das Auswirkungen auf den sozialen Frieden haben, warnte Teiber.

Containerschiff mit Migranten legte in Italien an

Rom - Das dänische Containerschiff mit mehr als 100 geretteten Migranten an Bord hat nach tagelangem Warten in Italien angelegt. Während das Rettungsschiff "Lifeline" mit rund doppelt so vielen Insassen weiter im Meer vor Malta ausharren muss, konnte der Frachter nach Medienberichten in der Nacht auf Dienstag im sizilianischen Pozzallo ankern. Erst kurz zuvor hatte die neue Regierung Italiens dies genehmigt. Das Schiff der Reederei Maersk hatte in der Nacht auf Freitag 113 Migranten im Mittelmeer aufgenommen und die letzten Tage auf die Erlaubnis gewartet, anlegen zu dürfen.

Seehofer hält an Forderungen im deutschen Asylstreit fest

Berlin - Vor dem Treffen der Spitzen der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD am Dienstagabend im deutschen Kanzleramt hat CSU-Chef und Innenminister Horst Seehofer erneut seine Forderung zur Zurückweisung von Flüchtlingen an der deutschen Grenze bekräftigt. Zwar hoffe er "ehrlich, dass eine europäische Lösung gelingt", allerdings könne man "von der Hoffnung allein nicht leben", sagte Seehofer der "Süddeutschen Zeitung". Es wies zudem erneut zurück, dass die CSU Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Ultimatum gestellt habe.

Trump rügt Harley-Davidson für Flucht vor Zöllen

Washington - Der US-Motorradhersteller Harley-Davidson verlagert wegen der EU-Vergeltungszölle auf amerikanische Waren einen Teil seiner Produktion aus den USA ins Ausland. US-Präsident Donald Trump reagierte in der Nacht auf Dienstag irritiert. Für Trump ist der Schritt des weltbekannten Motorradherstellers ein Rückschlag. Denn eines der erklärten Ziele seiner Wirtschaftspolitik ist es, Unternehmen dazu zu bewegen, vermehrt in den USA zu produzieren und neue Jobs zu schaffen.

Parlament für Ausbau des Londoner Flughafens Heathrow

London - Das britische Parlament hat am Montag mit klarer Mehrheit für den Ausbau des Londoner Flughafens Heathrow gestimmt. Die Pläne sehen eine dritte Startbahn für den größten Airport Europas vor und dürften Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe verursachen. Der Abstimmung ging eine hitzige Debatte voraus.

Ex-Boxer wegen Mordes in Wien zu 20 Jahren Haft verurteilt

Wien - Ein ehemaliger Boxer, der im vergangenen Herbst in einer U-Bahn-Station in Wien-Ottakring einen 22-Jährigen mit einem Klappmesser erstochen und einen 25 Jahre alten Mann lebensgefährlich verletzt hat, ist am Landesgericht im Sinn der Anklage schuldig erkannt worden. Der gebürtige Tschetschene wurde wegen Mordes und versuchten Mordes zu 20 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.