Nationalratswahl: Lunacek spricht von "schwerem Debakel"

Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek

Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek

Grünen-Chefin will bei Einzug Klubchefin werden, verweist aber auf Parteigremien.

Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek hat sich am Sonntag betroffen von den in den Hochrechnungen prognostizierten schweren Verlusten für ihre Partei am Rande des Herausfliegens aus dem Nationalrat gezeigt. "Das ist für uns ein schweres Debakel, eine schwere Niederlage und eine große Enttäuschung", sagte sie im Telefonat mit der APA.

Noch gelte es, das endgültige Ergebnis und hoffentlich den Wiedereinzug ins Parlament abzuwarten. Dann sei klar: "Wir werden jetzt daran arbeiten, wie wir die Grünen als gute Opposition im Nationalrat positionieren." Es gelte, die Partei wiederaufzubauen. Noch sei man in allen Landtagen, vielen Landesregierungen, im Bundesrat und im Europaparlament vertreten, betonte sie.

Nun stehe die Analyse des Ergebnisses bevor. Gefragt, ob es personelle Konsequenzen geben werde und ob sie tatsächlich als Klubobfrau in den Nationalrat, verwies Lunacek auf die Parteigremien, sagte aber: "Das ist der Plan."

Angesprochen auf Peter Pilz, der mit einer eigenen Liste angetreten war und versuchte hatte, die Grünen aus dem Parlament zu drängen, sagte Lunacek: "Ja, das hat er versucht, und das ist ihm hoffentlich nicht gelungen."

Wiens Vizebürgermeisterin und stellvertretende Bundesparteichefin der Grünen, Maria Vassilakou, sieht angesichts des desaströsen Abschneidens ihrer Partei, die eventuell sogar aus dem Nationalrat fliegen könnte, einen "bitteren Tag für mich und die grüne Bewegung". Nun müsse man "schonungslos" analysieren und die richtigen Schlüsse ziehen, sagte sie dem "ORF Wien".