OSZE Treffen in Wien mit 40 Außenministern

Der russische Außenminister (AM) Sergej Lawrow (l.) und Österreichs AM Sebastian Kurz.

Der russische Außenminister (AM) Sergej Lawrow (l.) und Österreichs AM Sebastian Kurz.

Kurz begrüßt am Donnerstag beim OSZE-Treffen 40 Außenminister in der Hofburg, darunter Rex Tillerson (USA) und Sergej Lawrow (Russland). Rund 2.000 Polizisten sind im Einsatz.

Der österreichische Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erreicht am Donnerstag seinen Höhepunkt und informellen Abschluss: Zum jährlichen Ministerrat werden 41 Außenminister in der Wiener Hofburg erwartet, darunter Rex Tillerson (USA) und Sergej Lawrow (Russland). Österreich übergibt dem künftigen Vorsitzland Italien ein gut bestelltes Haus.

Eröffnet wird der OSZE-Ministerrat mit einer Plenarsitzung, in der sich alle Minister zu Wort melden können. Tillerson wird um 12.10 Uhr mit Kurz zusammentreffen, für 12.40 Uhr ist ein Pressegespräch geplant.

Livestream vom Pressegespräch (ab 12:35 Uhr)

Mit Spannung erwartet wird vor allem die Zusammenkunft des US-Außenministers mit seinem russischen Amtskollegen, das voraussichtlich am frühen Nachmittag stattfinden wird. Während Lawrow bis zum Abschluss des OSZE-Jahrestreffens am Freitagnachmittag in Wien bleiben wird, reisen Tillerson und eine Reihe weiterer Außenminister bereits am Donnerstag wieder ab.

Überschattet wird das Treffen, zu dem 2.000 Delegierte aus den 57 OSZE-Staaten erwartet werden, vom Nahost-Konflikt, der sich wegen der Jerusalem-Frage dramatisch zugespitzt hat. Die Sicherheitsvorkehrungen sind streng, etwa 2.000 Polizisten sind im Einsatz. Mit 1. Jänner übernimmt Italien für ein Jahr den OSZE-Vorsitz.

Großaufgebot der Polizei - 2.000 Beamte im Einsatz

Ein Großaufgebot der Polizei wird die Teilnehmer des Ministertreffens der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien schützen. Am Donnerstag werden rund 2.000 Polizeibeamte im Einsatz sein, am Freitag etwa 600.

Nach Angaben der Wiener Polizeisprecherin Irina Steirer sind die Beamten für die Abholung der Delegationen, die Eskortierung sowie die Sicherung der Strecken und der Hotels zuständig, in denen die Gäste wohnen. Im Einsatz sein werden unter anderem die Spezialeinheiten Cobra und Wega, die Verkehrsabteilung, Diensthunde, die Bereitschaftseinheit und das Landesamt für Verfassungsschutz.

Für die Zufahrt zum Tagungsort wird der Ring nach Angaben der Polizei am Donnerstag voraussichtlich von 8.00 bis 10.00 Uhr von der Urania bis zum Burgtor gesperrt. Der ÖAMTC warnte am Dienstag vor Verkehrsverzögerungen nicht nur auf der Ausweichroute, der Zweierlinie, sondern auch auf Zufahrtsstraßen zum Ring und zum Franz-Josefs-Kai. Auch in den Abendstunden sei mit Anhaltungen zu rechnen. Weitere Sperren - etwa in der Innenstadt - werde es nicht geben, sagte Steirer. Auch für Touristen, die zu Fuß rund um die Hofburg unterwegs sind, werde es keine Einschränkungen geben.