Rudolf Taschner soll ÖVP-Wissenschaftssprecher werden

Mathematiker Rudolf Taschner wird auf dem siebenten ÖVP-Listenplatz kandidieren und soll künftig Bildungssprecher der Volkspartei sein.

Mathematiker Rudolf Taschner soll neuer ÖVP-Sprecher für Bildung und Wissenschaft im Nationalrat werden. In der Vergangenheit fiel der Wissenschafter vor allem in seiner Kolumne für die "Presse" mit markigen Sprüchen auf.

Parteiobmann Sebastian Kurz präsentierte den Kandidaten für den siebenten Listenplatz am Dienstag in der Aula der Wissenschaften. Kurz bezeichnete Rudolf Taschner als Experten und Kenner des Bildungssystems, der sich vor allem mit dem lebenslangen Lernen auseinandersetze. Er sei ein Angebot an alle Generationen, vor allem aber für die ältere, so Kurz. Er wisse, was in der Bildung gut läuft und was verändert, verbessert werden sollte.

Für seine Ansichten stand Taschner jedoch bereits öfter in der Kritik. Vor allem seine Kolumne über die positiven Aspekte der "g'sunden Watschen" sorgte für mediale Aufregung und auch an seinen Ansichten zum Klimawandel stießen sich nicht nur die Grünen.

Rudolf Taschner in Zitaten


Auf der einen Seite das Gewitter mit dem kurzen, reinigenden Schmerz, verbunden mit dem Wissen, dass gleich danach die Sonne wieder scheinen würde. Wohl auch deshalb, weil die Eltern das Entgleiten ihrer Hand sofort danach selbst insgeheim bedauerten. Und auf der anderen Seite die lang anhaltende Düsternis der bösen, peinigenden Unwetterstimmung, die man nicht vertreiben kann und bei der kein Ende abzusehen ist. Beides erlebt: kein Vergleich!

"Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2012


Ein Lehrer soll den Kindern Karrierechancen geben und die Gschrappen wollen das vielleicht gar nicht, weil sie noch nicht den Weitblick besitzen. Wenn ich eine Minute in der Stunde loslasse, habe ich in der Klasse eine Katastrophe. Der Lehrer muss die Zügeln 50 Minuten lang fest halten.


2013 im "Kurier"


Wenn Kanzlerin Merkel sagt, der Islam gehört zu Deutschland, ist das verrückt

ÖVP-Enquete zum Thema Werte und Leitkultur, 2016


Ich bezeichne mich selbst als fromm, weil ich bete. Ich spreche kein Bittgebet, ich erwarte mir von Gott nichts. Ich habe einfach das Bedürfnis eines Lobpreisgebets zu einem Gott, den ich nicht kenne.

Anfang 2017 im "Sonntag"


Dabei wäre eine schnelle Ernüchterung vom Klimawandelwahn angesagt. Denn statt dieses Scheinproblems ist unser Kontinent mit einem akuten, echten Problem konfrontiert, von dem niemand weiß, ob wir es zum Wohl der nächsten Generationen lösen können. Wer in dieser Situation mit dem CO2-Alarmismus großes Geld macht, handelt schlimmer als nur verantwortungslos.

"Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2015


Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Angesichts der demoskopischen Entwicklung lautet sie schlicht: Die stabile Finanzierung der Pensionen wird nur dann gelingen, wenn das Antrittsalter deutlich angehoben wird. Deutlich bedeutet: auf 70 Jahre.

"Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2011