NR-Wahl: Irmgard Griss will für NEOS antreten

Neos-Chef Strolz und Irmgard Griss

Neos-Chef Strolz und Irmgard Griss

Die Spekulationen haben ein Ende: Die frühere Höchstrichterin und unabhängige Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss will für die NEOS bei der Nationalratswahl antreten. Das gaben Griss und NEOS-Chef Matthias Strolz bekannt. Griss soll eine "Wild Card" für die Liste erhalten - an welcher Stelle, ist noch nicht bekannt.

Die Listenerstellung bei den NEOS läuft mehrstufig ab. Als Spitzenkandidat ging zuletzt aus den Vorwahlen Parteichef Strolz hervor. Griss soll jedenfalls einen prominenten, "wählbaren" Platz auf der Liste bekommen - welchen konkret, wird am morgigen Freitag in einem erweiterten Vorstand besprochen und dann der Mitgliederversammlung vorgeschlagen. Die Kooperation mit der ehemaligen Hofburg-Kandidatin muss nämlich noch durch die Gremien.

Halten Sie die "Allianz" zwischen Griss und den Neos für eine gute Idee?

Der Beschluss in der Mitgliederversammlung soll am Samstag über die Bühne gehen. Da es nicht nur um einen Listenplatz, sondern eine "Allianz" mit Griss geht, müssen laut Statuten zwei Drittel der Mitgliederversammlung zustimmen - das ist für "Kooperationen, Wahlbündnisse und Koalitionen" mit anderen politischen Parteien, Vereinen oder Gruppierungen auf Bundesebene in den Parteisatzungen so vorgesehen. Am Sonntag werden dann die Bundes- und die neun Landeslisten in der Mitgliederversammlung beschlossen.

Irmgard Griss bei einer bundesweiten NEOS-Mitgliederversammlung im Juni 2016.

Irmgard Griss bei einer bundesweiten NEOS-Mitgliederversammlung im Juni 2016.