Nationalratswahl

Was der Kampf um die besten Listenplätze über die Parteien verrät

Der Kampf um die Listenplätze für die Nationalratswahl hat begonnen: Er lässt tief in die Parteien blicken.

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Viereinhalb Kilometer oder sieben Autominuten trennen die Rathäuser von Traiskirchen und Trumau in Niederösterreich. Weiter liegen die Büros der zwei Bürgermeister Andreas Babler (in Traiskirchen) und Andreas Kollross (in Trumau) nicht auseinander. Die beiden sind aber nicht nur Stadtchefs: Babler ist seit bald neun Monaten SPÖ-Vorsitzender, Kollross sitzt seit sieben Jahren im Nationalrat, aktuell ist er einer von sieben niederösterreichischen SPÖ-Abgeordneten. Aktuell sorgen ihre beiden Listenplätze im Bund und im Wahlkreis der kommenden Nationalratswahl für angeregte Diskussionen, an denen man erkennt, wie die SPÖ funktioniert und wo es parteiintern zwickt. 

Sechs Monate vor dem geplanten Termin der Nationalratswahl ist das Ringen um die besten Listenplätze entbrannt – nicht nur in der SPÖ, sondern bei allen Parlamentsparteien. Intensiver laufen die Duelle traditionellerweise bei jenen Parteien an, die mit Verlusten rechnen müssen. So könnten die Grünen beispielsweise ein Drittel ihrer 26 Abgeordneten einbüßen, umso begehrter sind vermeintlich „sichere Listenplätze“. Doch nicht nur die Wahlarithmetik beeinflusst die Kandidaturen, der Kampf um die Plätze offenbart auch Blicke in die Feinheiten der Wahlordnung – und die Untiefen der Parteistatuten.

Moritz Ablinger

Moritz Ablinger

war bis April 2024 Redakteur im Österreich-Ressort. Schreibt gerne über Abgründe, spielt gerne Schach und schaut gerne Fußball. Davor beim ballesterer.

Iris Bonavida

Iris Bonavida

ist seit September 2022 als Innenpolitik-Redakteurin bei profil. Davor war sie bei der Tageszeitung "Die Presse" tätig.