Sebastian Hofer: Management of Chaos

Sebastian Hofer: Management of Chaos

Kleines Gedankenexperiment bei der Betrachtung eines Bällebads im Mittelburgenland: Wie wäre es mal, nur so versuchsweise, mit einem Managementseminar im Kinderhotel?

Führungskräfte der Dienstwagenklasse A8 und höher erproben an Arbeitnehmervertretern der Altersklasse U6 ihre Managementkompetenz. Incentive: Auf Flipcharts und Powerpointpräsentationen wird verzichtet, dafür stehen ein reichhaltiges Würstchenbüffet und verdünnte Fruchtsäfte bereit.

Ausgangslage: Hierarchien, so flach wie ein Spielteppich. Lernziel: Managementtechniken neu justieren. Erwartete Ergebnisse: Effizientes Zeit- und Kostenmanagement? Vergiss es. Ausgeklügelte Zielvereinbarungen? Dass sie nicht lachen. Autorität ausspielen? Kein messbarer Effekt. Delegieren? Ja, aber an wen? Die Welt (im Kinderhotel) ist arbeitnehmerfreundlicher, als man glauben möchte.


Incentive: Auf Flipcharts und Powerpointpräsentationen wird verzichtet, dafür stehen ein reichhaltiges Würstchenbüffet und verdünnte Fruchtsäfte bereit.

Führungsprinzipien, die in diesem, also im echten Leben wirklich funktionieren: Frustrationstoleranz, Management of Chaos sowie fortgesetzte und jederzeitige Bonuszahlungen, gern auch in Form unbarer Gegengeschäfte (für eine genaue Abgrenzung zur Bestechung lesen Sie die Seminarbeilage und fragen Sie Ihren Kinderarzt oder Complience-Offizier).

Am allerbesten fährt der ergebnisorientierte Chef übrigens folgendermaßen: Ergebnisorientierung vergessen und Untergebene einfach machen lassen, was sie wollen. Und zwar genau so lange, wie sie halt wollen. Arbeitstitel der zwei- bis fünftägig buchbaren Veranstaltung: AIM (Anarchy in the Mittelburgenland).