Fundstück: Der Trend zum Hausschlapfen

Heidi Klum (re.) mit ihrem Ex-Mann Seal

Heidi Klum (re.) mit ihrem Ex-Mann Seal

Man muss nur lange genug dranbleiben – irgendwann wird alles einmal zum Modetrend. Aktuell: der Schlapfenlook.

Als Heidi Klum vor elf Jahren zum ersten Mal dem deutschen Gesundheitsschuh-Hersteller Birkenstock mit Glitzersteinen, Edding-Stiften und ein paar Nieten zum Edelschliff verhalf, konnte man das für einen gelungenen Marketinggag halten. Seither engagiert sich das Top­model alljährlich für die stilistische Aufwertung des hochwertigen Hausschlapfens, der mittlerweile (auch ohne ihr Zutun) in Hipster-Kreisen Kultstatus genießt: Wer modetechnisch in der First Row marschieren will, tut dies unter anderem in Jeans, Karohemden und orthopädisch wertvollem Fußkleid.

Selbst die Glamour-Fraktion, die es mit Vernunftargumenten sonst nicht so hat, scheint in diesem Sommer dem Gesundheitsaspekt einiges abgewinnen zu können. Kein Wunder – auch Top-Designer werden älter und stellen, wie an aktuellen Schuhkollektionen zu sehen ist, an manchen Tagen Bequemlichkeit vor Ästhetik. Nur die Preise der nicht gerade charmant anmutenden Treter, die bleiben meist ungesund.