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Immobilien: Österreichische Unternehmen im Fokus

Bei der Immobilienmesse Mipim in Cannes präsentierten österreichische Unternehmen die Bandbreite ihrer Projekte.

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Der Krieg in der Ukraine war natürlich bei der Immobilienmesse Mipim, die vor zwei Wochen in Cannes stattfand, ein bestimmendes Thema. Auch am Austria-Pavillon wurde über die Auswirkungen der russischen Invasion diskutiert. Abgesehen davon bemühte sich die Branche allerdings darum, Optimismus zu versprühen. 26 österreichische Unternehmen waren beim rot-weiß-roten Auftritt dabei – das war schon fast wieder das Niveau von 2019, also vor der Coronakrise. Zu den Teilnehmern zählten unter anderem Erste Gruppe, EHL, S Immo, Signa und Flughafen Wien. 

Die Bandbreite der dargestellten Projekte war groß. Entwickler UBM beispielsweise errichtet gemeinsam mit der deutschen Immobilienfirma Paulus ein Bürogebäude in Frankfurt in Holz-Hybrid-Bauweise. Der sogenannte „Timber Pioneer“ mit acht Stockwerken wird von der oberösterreichischen Wiehag ausgeführt. Durch den teilweisen Ersatz von Beton und Stahl durch Holz kann die CO2-Bilanz des Gebäudes verbessert werden. UBM ist auch einer der Initiatoren der Smart Building Innovation Foundation: Diese Stiftung mit Sitz in Berlin soll Wirtschaft und Wissenschaft zur Förderung des Klimaschutzes in der Bau- und Immobilienbranche zusammenbringen. Neue Lösungsansätze sollen in der Praxis erprobt werden, um die Erkenntnisse in weiterer Folge breiter zugänglich zu machen. Ein erstes konkretes Projekt betrifft die Optimierung von Verbrauch und Kapazität von Büroimmobilien. Zu den Gründungspartnern zählen unter anderem auch die Fraunhofer Gesellschaft, die ETH Zürich und Zumtobel. 

Nachhaltigkeit und Digitalisierung waren auch Schwerpunkte beim Auftritt des Wiener Entwicklers Value One, der in Cannes unter anderem auf das Stadtentwicklungsgebiet Viertel Zwei und die Studenten-Appartements der Marke Milestone verweisen konnte. Die Immofinanz wiederum präsentierte ihr neues Konzept On Top Living: Auf eingeschossigen Handelsimmobilien werden Wohnungen errichtet, die günstigen Wohnraum bieten und außerdem klimaneutral sein sollen. Der Wohnraum soll in Holzbauweise entstehen, zudem soll erneuerbare Energie – etwa aus Photovoltaikanlagen oder Geothermie – zum Einsatz kommen. Umgesetzt wird das bei den derzeit rund hundert Retailparks der Immofinanz der Marke Top Shop, die es in zehn Ländern gibt. Rund 12.000 Wohnungen sollen auf diese Weise in den nächsten Jahren fertiggestellt werden, heißt es.  

Als erstes Gewerbegebiet in Österreich hat die Vienna Airport City das Nachhaltigkeitszertifikat der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) erlangt. Der Flughafen Wien bietet dort unter anderem Logistik- und Büroflächen; die Zahl der Betriebsansiedlungen steige, heißt es. Nun soll vermehrt die Start-up-Szene angesprochen werden, etwa mit Coworking-Arbeitsplätzen.  

Das Motto der Mipim lautete übrigens „Driving Urban Change“ – damit sollte auf die neuen Ansprüche ans Wohnen und Arbeiten hingewiesen werden, also etwa die steigende Bedeutung von Home Office und guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr. In diesem Zusammenhang hat St. Pölten seinen Masterplan als sogenannte Leading Second City hergezeigt. So werden Regionen bezeichnet, die in der Nähe von Metropolen liegen. Die niederösterreichische Hauptstadt und ihr Umland wollen in dieser Hinsicht zu einer Vorzeigeregion in Europa werden.

 

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Wiener Zinshausmarkt wächst und gedeiht

Das vorige Jahr brachte für den österreichischen Immobilienmarkt wie berichtet einen Umsatzrekord. Besonders stark entwickelt hat sich nach Angaben des Wiener Maklers Otto Immobilien der Zinshaussektor in der Hauptstadt. Demnach wurden 668 Verkäufe getätigt, das waren um fast ein Drittel mehr als 2020. Vor allem im zehnten und im 20. Bezirk gab es deutlich mehr Zinshaustransaktionen; auch die großen Bezirke 21 und 22 werden für Zinshausbesitzer immer attraktiver. Starke Preissteigerungen gab es hingegen für Objekte innerhalb des Gürtels. Inzwischen ist laut Analyse von Otto kein Zinshaus mit durchschnittlichem Zustand für weniger als 2000 Euro je Quadratmeter zu bekommen. Die Renditen alleine sind es indes längst nicht mehr, die für ein Zinshaus als Wertanlage sprechen: Mehr als drei Prozent sind nur noch ausnahmsweise zu bekommen – etwa für Häuser im elften Bezirk. Das Interesse bleibt aber hoch, so interessieren sich nun verstärkt institutionelle Investoren etwa aus Deutschland für Zinshäuser in Wien. Die Auswahl ist aber begrenzt: In Wien gibt es noch rund 13.700 solcher Häuser aus der Gründerzeit. Neben Otto Immobilien ist unter anderem auch Arnold Immobilien in diesem Segment tätig. 

Immobilien: Qualität und Digitalisierung gefragt

Die Immobilien-Plattform Findmyhome.at hat seine Kunden gefragt, welche Immobilienanbieter aus unterschiedlichen Marktbereichen die beste Qualität bieten. Dazu wurden laut dem Unternehmen rund 25.000 Rezensionen ausgewertet. Die Ergebnisse: Bei den Maklern konnte Tristar den ersten Platz erringen, gefolgt von Reas und Mayerl. In der Kategorie der Projektentwickler landen Haring Immobilientreuhand, ÖSW (Österreichisches Siedlungswerk) und Glorit auf den Stockerlplätzen. Als beste Agentur wurde Immo-Contract Wien ausgezeichnet. Nach Ansicht der Betreiber der Plattform kam es in den vergangenen Monaten vor allem auf flexible Reaktionen auf die Wünsche der Kunden an – etwa Besichtigungen über Videotelefonie  und Darstellung des Immobilienportfolios mit virtuellen Begehungen. Anbieter, die solche digitalen Möglichkeiten nutzen, haben einen Wettbewerbsvorteil.