Andreas Zederbauer, Dagobertinvest

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Advertorial
02/05/2022

Crowdinvesting legt in Österreich zu

Crowdinvesting wird stärker als Alternative zu den klassischen Finanzierungsformen genutzt.

Crowdfunding liegt im Trend: Bei dieser Alternative zum klassischen Bankkredit oder zum Risikokapital investiert eine Vielzahl von Anlegern in ein bestimmtes Projekt. Kommt es zustande, gibt es eine Gegenleistung, die auch eine finanzielle Beteiligung sein kann. Eine feinere Abstufung unterscheidet zwischen Crowdfunding (kleinere Projekte bzw. Start-ups) und Crowdinvesting (größere Projekte bzw. Unternehmen, die bereits bekannt sind). Typisch ist in beiden Fällen die Abwicklung über Internet-Plattformen. Im Vorjahr haben österreichische Plattformen erstmals einen dreistelligen Millionenbetrag erreicht: Laut dem Vergleichsportal Crowdcircus betrug das Investitionsvolumen 111,6 Millionen – rund 52 Prozent mehr als 2020. Den größten Brocken machen dabei Immobilienprojekte aus; vor allem für weniger bekannte Entwickler ist diese Form der Finanzierung inzwischen attraktiv. Und Anleger werden von vergleichsweise üppigen Renditen angelockt. Dabei heißt es aber aufpassen, denn vielfach werden die Investments in Form von Nachrangdarlehen abgewickelt – scheitert das Projekt, könnten diese Investoren erst als letzte Gläubiger zum Zug kommen.

Crowd-Anleger werden in Zukunft stärker auf ESG-Kriterien achten.

Andreas Zederbauer, Dagobertinvest

Neben den Plattformen Rendity und Home Rocket hat sich der österreichische Anbieter Dagobertinvest im Immobilien-Crowdinvesting etabliert: Seit der Gründung 2015 wurden von Anlegern rund 100 Millionen Euro in 225 Kampagnen investiert. Nach einer neuen EU-Regelung wird nun die Expansion in Osteuropa angestrebt: In Zukunft wird eine nationale Konzession – also etwa von der FMA in Österreich – reichen, um auch in anderen EU-Ländern tätig zu werden. Dagobertinvest-Chef Andreas Zederbauer will in Tschechien starten. Stichwort ESG: Crowd-Anleger werden in Zukunft stärker auf ESG-Kriterien achten. Das ist Zederbauer bewusst: ESG liege im Trend, daher werde bei Dagobertinvest bereits überlegt, die Immobilien entsprechend zu klassifizieren. „Ich weiß aber noch nicht, ob es dafür schon genug Projekte gibt.“

 

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Fehlgeleitete Investitionen in den Klimaschutz

Technologien, die beim Kampf gegen den Klimawandel helfen, sind bei Investoren gefragt. Das Problem: Die Geldgeber dieser Welt haben zwar aus unterschiedlichen Gründen ihre Liebe zum Klimaschutz entdeckt, doch sie forcieren oftmals jene Technologien, die wenig Potenzial für CO2-Einsparungen bieten. Das hat eine Studie des Beratungsunternehmens Pwc herausgefunden. Nur ein Viertel der weltweiten Risikokapital-Investitionen fließen in jene fünf Technologien, auf die 80 Prozent des Einsparungspotenzials entfallen. Das sind nach Ansicht der Pwc-Experten Solar- und Windenergie, Technologien für Lebensmittelabfälle, grüner Wasserstoff und alternative Lebensmittel. Hingegen machen etwa batteriegetriebene Elektrofahrzeuge nur drei Prozent des Einsparpotenzials aus – und doch zieht dieser Bereich viele Investitionen an.

Kryptowährungen sind noch umstritten

Die Kurse von Bitcoin, Ethereum, Tether und anderen Krypto-Assets sind in jüngster Zeit ordentlich nach unten gerasselt. Dazu kommen Debatten über den Energieverbrauch bei ihrer Erzeugung. Die Einstellung der Österreicher zu dem Thema schwankt nicht nur deshalb zwischen Euphorie und Skepsis, wie eine Umfrage des Meinungsforschers Marketagent ergeben hat. Es liegt auch am mangelnden Wissen: 6 von 10 befragten Österreichern beurteilen ihren Kenntnisstand bei Bitcoin & Co. als gering. Im Vergleich zu einer Umfrage vor fünf Jahren wird das Risiko beim Investieren in diesen Bereich derzeit als höher eingestuft. Hingegen sind einige Online-Shops euphorisch und setzen auf Kryptowährungen. Immerhin kann sich schon ein Viertel der Österreicher vorstellen, beim Einkaufen oder bei Überweisungen in Zukunft Kryptowährungen zu verwenden.