© APA/dpa/Jörg Sarbach

Advertorial
03/12/2022

Weshalb der Kfz-Markt in Österreich den Rückwärtsgang einlegt

Der Kfz-Markt ist im Umbruch – und die jüngsten Entwicklungen dürften das noch verstärken.

Wer bei Händlern nach dem Auto seiner Träume fragt, muss sich derzeit in vielen Fällen auf eine herbe Enttäuschung einstellen: Die Lieferzeiten betragen oft mehrere Monate; teilweise warten Käufer schon mal eineinhalb Jahre. Das wirkt sich nicht nur auf den Markt für Neuwagen, sondern auch auf jenen für Gebrauchtwagen aus. Teilweise werden nun Fantasiepreise für gebrauchte Autos verlangt – und bezahlt. Die jüngsten Zulassungszahlen bestätigen den dramatischen Einbruch des Marktes: Im Februar wurden in Österreich nur noch rund 16.100 Pkw neu zugelassen – ein Minus von knapp 19 Prozent gegenüber dem Februar vorigen Jahres. Der Rückgang betrifft dabei gleichermaßen benzin- wie dieselbetriebene Pkw. Hingegen wurden mehr reine Elektro-Autos (plus 16 Prozent) sowie solche mit Benzin-Hybridantrieb zugelassen (plus acht Prozent). Insgesamt machen Pkw mit alternativen Antrieben schon mehr als ein Drittel der Neuzulassungen aus.

Hauptgrund für die Schwierigkeiten sind Lieferengpässe, vor allem Mikrochips fehlen an allen Ecken und Enden. Die russische Invasion in der Ukraine könnte das Problem noch verschärfen: Nun fehlen nämlich Kabelbäume, die in großen Werken des Landes hergestellt wurden. Deutsche Autohersteller sind davon schon betroffen, auch österreichische Unternehmen wie Steyr Automotive bekommen nicht die nötigen Teile für die Produktion. Dazu kommen steigende Treibstoffpreise. Das könnte zwar die Attraktivität von Elektroautos weiter steigern, doch auch bei diesen gibt es lange Lieferzeiten. Dass die Anziehungskraft von Autos in Österreich dadurch generell sinken könnte, ist indes nicht zu erwarten. 

 

Weitere Portfolio Business News:

Klimafreundliche Verpackungen kommen

Die Lieferung ist angekommen, im Wohnzimmer türmen sich Berge von Verpackungsmaterial: Die steigende Beliebtheit des Online-Handels führt auch zu vermehrtem Müllaufkommen in Privathaushalten. Mehrwegverpackungen sind derzeit noch die Ausnahme, aber das soll sich nun ändern: Die Post, die FH Oberösterreich und fünf Handelsfirmen haben mit dem Testen von Versandpackungen begonnen, die immer wieder verwendet werden können. 

Bestimmte Waren von Tchibo, Dm, Thalia, Intersport und Interspar können damit auf umweltfreundliche Weise verschickt werden. Nach dem Auspacken der Waren werden die Öko-Verpackungen zusammengefaltet und zurückgeschickt – etwa über Briefkästen oder Post-Filialen. Die Verpackungen können bis zu hundertmal verwendet werden. Im zweiten Halbjahr soll eine erste Bilanz gezogen werden, wie sich das in der Praxis bewährt; die FH Oberösterreich wird die Ergebnisse auswerten. Zuvor waren verschiedene Verpackungslösungen ausprobiert worden. Es zeigte sich dabei, dass durch einen Mehrwegzyklus Emissionseinsparungen möglich sind.