Der Gründer der Alibaba Group, Jack Ma (l.) und Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Der Gründer der Alibaba Group, Jack Ma (l.) und Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Ausland

12-Stunden-Tag, made in China

Der Tech-Multimilliardär Jack Ma fordert, dass die Chinesen mindestens 72 Stunden in der Woche arbeiten sollten. Diese Woche trifft er auf einen anderen Verfechter längerer Arbeitszeiten: den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Am besten um neun Uhr in der Früh anfangen und erst um neun Uhr am Abend aufhören, das Ganze verpflichtend sechs Tage in der Woche. So stellt sich Jack Ma die chinesische Arbeitswelt vor. Wer das könne, habe eine "Leidenschaft jenseits von finanziellen Zugewinnen" gefunden, schrieb Ma online.

"Unfair und unpraktikabel"

Seit vergangener Woche schlägt dem 54-Jährigen Multimilliardär in den sozialen Medien Chinas massive Kritik entgegen. "Sich für harte Arbeit und Einsatz auszusprechen, bedeutet nicht, Überstunden zu erzwingen", schreibt auch die Staatszeitung "Renmin Ribao". Der Vorschlag reflektiere nicht nur "die Arroganz von Managern, sondern ist auch unfair und unpraktikabel". Ma zeigt sich davon unbeeindruckt: Viel zu arbeiten, sei "ein Segen".

Mit seiner Alibaba Group wurde Jack Ma zu einem der reichsten Chinesen. Vergangenes Jahr enthüllte die chinesische Regierung, dass er außerdem seit Langem Mitglied der Kommunistischen Partei ist. Diese Woche wird Ma laut Angaben des österreichischen Bundeskanzleramtes mit Sebastian Kurz zusammentreffen. Ob sich die beiden über ihre Zugänge zum 12-Stunden-Tag austauschen werden, ist nicht bekannt.

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  • Margarete Nihsl (margretni)
    Margarete Nihsl (margretni) Do., 25. Apr.. 2019 09:17

    Es ist unerträglich unerträglich, dass Herr Kurz in der Weltgeschichte herumgondelt - viel zu viel übrigens und unnötig - während sich Österreich mit der untersten Schublade herumschlägt - politisch und menschlich! Wer macht den Spuk ein Ende?

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    • Do., 25. Apr.. 2019 10:46

      sei froh, dass der kanzler neue gschäfterl für euch alle bei den chinesern aufreisst, gretl! in china gibt's mehr $-millionäre als össi-reich einwohner hat. sollte uns zu denken geben :)

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    • Friedrich Fuhs So., 05. Mai. 2019 20:26

      Nur Bildung nutzt.

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  • Do., 25. Apr.. 2019 00:50

    dieser alibaba-milliardär (es gibt auch ein witziges kungfu-video auf youtube mit ihm:)) ist ja wirklich ein vorbildlicher genosse für alle unsre lnkslinken pseudo-kummerln: von china lernen, heisst siegen lernen :))
    ...
    kurz, schreib's dir hinter deine ohrwascheln!

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