Martin Kilian

Martin Kilian

Ausland

Aus der Redaktion

Martin Kilian ist unser Mann in Amerika. Er lebt seit mehr als 30 Jahren in Charlottesville. Am vergangenen Wochenende kam es in Charlottesville bei einem Aufmarsch ultrarechter Schlägertrupps zu heftigen Ausschreitungen. Kilian schildert, wie „der Hass in unsere kleine Stadt“ einfiel.

Tal Silberstein ist kein Mann der ersten Reihe. Im Laufe seiner Karriere beriet er Politiker quer durch Europa, ohne dabei selbst in Erscheinung treten zu wollen. Interviews gibt er so gut wie keine; bis Anfang vergangener Woche existierten auch kaum öffentlich zugängliche Fotos von ihm. Im Jänner 2016 hatte Silberstein Michael Nikbakhsh um ein Treffen gebeten, nachdem er die Österreichischen Lotterien auf eine Stange Geld verklagt hatte – wegen eines „Vertrauensbruchs“, wie er im Verlauf des Gesprächs immer wieder ­betonte. Montag vergangener Woche wurde der Berater von Kanzler Christian Kern gemeinsam mit seinem langjährigen Geschäftspartner Benjamin Steinmetz in Tel Aviv vorübergehend festgenommen. Silberstein und Steinmetz sind ­Gegenstand eines Gerichtsverfahrens in Rumänien, dem sie bisher fernblieben. Die SPÖ wusste davon und hielt dennoch lange an Silberstein fest, ehe sie die Zusammenarbeit vergangene Woche beendete. Was machte Silberstein, der im ­Geschäftsverkehr gern Adressen in Steuerparadiesen nutzt, für die SPÖ so wichtig? Und welche Rolle spielte Alfred Gusenbauer dabei? Eva Linsinger, Joseph Gepp und Michael Nikbakhsh haben für die dieswöchige Titelgeschichte ein komplexes Politik- und Wirtschaftspuzzle zusammengefügt.

Martin Kilian ist unser Mann in Amerika. Seit mehr als 30 Jahren lebt er in Charlottesville, knapp zweieinhalb ­Autostunden von Washington entfernt, dem Epizentrum der US- und Weltpolitik. Am vergangenen Wochenende wurde Charlottesville selbst zum politischen Brennpunkt. Bei einem Aufmarsch ultrarechter Schlägertrupps kam es zu heftigen Ausschreitungen, die ein Todesopfer und 35 Verletzte forderten. Kilian schildert, wie „der Hass in unsere kleine Stadt“ einfiel, und lässt keinen Zweifel daran, wer eine massive Mitverantwortung dafür trägt: Präsident Donald Trump.

IHRE REDAKTION

Kommentar verfassen
  • Günter Pollak (Morgenstern) Mi, 23. Aug. 2017 19:27

    Welcher Teufel die Stadträte in Charlottesville geritten hat, eine seit 1924 dort stehende Statue von Robert E. Lee zu entfernen, bleibt unklar.

    Die "Zumutung für das afroamerikanische Fünftel der Stadtbevölkerung" wurde erst durch die Wahl von Trump unerträglich.
    Und Charlottesville: "Hauptstadt des Widerstandes.

    Alle Sicherungen durchgebrannt...

    https://www.youtube.com/watch?v=nnS9M03F-fA

    Melden