Bill und Melinda Gates

Bill und Melinda Gates

Ausland

Bill Gates macht sich Sorgen

Sie gilt als die größte Privatstiftung der Welt: In die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung wurden insgesamt 37,7 Milliarden US-Dollar Vermögen eingebracht, um die Welt zu verbessern.

In einem vergangene Woche veröffentlichten Bericht warnen die Stifter, dass der Fortschritt im Kampf gegen Armut, Krankheiten und andere Menschheitsplagen ins Stocken geraten könnte. Die Gründe:

1. Die "Fruchtbarkeits-Kluft“

Statistisch gesehen bekommen Frauen in ärmeren Ländern mehr Kinder als in reicheren. Vor allem in Subsahara-Afrika ist die Geburtenrate seit mehreren Jahrzehnten unverändert hoch, sie liegt zum Beispiel in Nigeria noch immer um die sechs Kinder pro Frau. Das Bevölkerungswachstum stellt diese Länder aber vor große Probleme in der effektiven Armutsbekämpfung.

2. Die Rückkehr der Infektionen

Die wissenschaftlichen Fortschritte im Kampf gegen Malaria oder HIV könnten trügerisch sein, so die Gates-Stiftung: Vor allem in ärmeren, kinderreichen Ländern gäbe es das Risiko, dass die Infektionsraten wieder steigen.

3. Die Abkehr von der Hilfe

Es gäbe eine "Stimmung des Rückzuges“, sagt Gates selbst. Die US-Regierung hat schon begonnen, die Entwicklungshilfe zu kürzen. In Europa sind die Budgets zwar gestiegen, der Grund ist aber ein statistischer: Die Ausgaben für Flüchtlinge werden mitgerechnet.

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