Ausgerollt: Elektro-Scooter Verbot in New York
Ausland

Ausgerollt: Elektro-Scooter Verbot in New York

New York gilt als eine der hipsten Städte der Welt. Doch ausgerechnet dort sind Elektro-Scooter verboten.

Bill de Blasio mag Scooter nicht. "Wenn man sich herumbewegen will, warum macht man sich dabei nicht auch gleich fitter? Für mich sieht das sehr passiv aus", sagte der New Yorker Bürgermeister vergangenen Herbst vor Reportern über die Geräte, die sich in allen Weltstädten mit wenigen Klicks auf dem Smartphone ausborgen lassen. Nur in einer eben nicht: New York. Hier sind Elektro-Roller illegal. Wer trotzdem einen fährt, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 500 US-Dollar. Wiederholungstäter müssen fürchten, dass ihr Gerät konfisziert wird. Das scheint einige New Yorker nicht davon abzuhalten, mit privat gekauften Elektro-Scootern über die Gehsteige und Straßen zu jagen - allein in diesem Jahr sind zwei Menschen bei Unfällen mit E-Rollern gestorben, darunter ein Siebenjähriger. Doch Großverleiher wie Lime oder Bird halten sich fern.

500 US-Dollar Strafe

Zwar haben die Unternehmen laut "New York Times" bereits eine halbe Million US-Dollar in Lobbying gesteckt, um die Politik zu überzeugen, dass auch New York die Elektro- Scooter unbedingt braucht -bislang jedoch mit wenig Erfolg. Im benachbarten New Jersey wurden die Geräte kürzlich legalisiert. Für den chronisch überlasteten Verkehr in Manhattan könnten sie aber den Todesstoß bedeuten, warnen Kritiker. Zu allem Überfluss stürzte vor Kurzem auch noch Corey Johnson, der Sprecher des Stadtrates, im Urlaub in Mexico City von einem Lime-Roller aufs Gesicht. Die Scooter mögen Spaß machen, gab er zu - legalisieren wolle er sie trotzdem nicht. "Wir sind in New York, und ich habe echte Bedenken, dass Menschen verletzt werden", sagte er.

Kommentar verfassen