Syrische Gruppen kritisieren Einmischung in Friedensgespräche
Ausland

Syrische Gruppen kritisieren Einmischung in Friedensgespräche

In einem offenen Brief wandten sich 160 Gruppen der syrischen Zivilgesellschaft an den Sondergesandten der Vereinten Nationen für Syrien, Staffan de Mistura: Die Friedensgespräche in Genf seien zu sehr von internationalen Akteuren beeinflusst.

"Viele Mitglieder der Zivilgesellschaft sind besorgt über die Versuche internationaler Akteure, zu bestimmen, wer am Verhandlungstisch sitzt", zitiert der Guardian aus jenem offenen Brief, den eine Koalition von 160 Gruppen aus der syrischen Zivilgesellschaft an den UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, richtete. Sie fordern eine Neuausrichtung der Friedensgespräche in Genf.

In den sieben Runden, die bisher stattfanden, gab es kaum Fortschritte: "Die Zeit, die auf Diskussionen über den Prozess und die Repräsentation verwendet wird – zum Nachteil einer glaubwürdigen und realistischen Vereinbarung für einen Übergang zur Demokratie –, ist nicht nur verschwendet, es werden so auch die Bemühung der internationalen Gemeinschaft gegen den Terror in Syrien unterwandert", zitiert der Guardian weiter. Schon im Mai hatten Russland, der Iran und die Türkei bei separaten Gesprächen in Astana (Kasachstan) die Einrichtung von Schutzzonen vereinbart, auch Staffan de Mistura nahm an den Gesprächen teil. Die nächste Verhandlungsrunde in Genf soll Anfang September stattfinden.

Bild: Staffan de Mistura mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.

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