Elfriede Hammerl

Elfriede Hammerl

Gesellschaft

Aus der Redaktion

Elfriede Hammerl mit einer furiosen Polemik über die Geschichte und den Status Quo der Frauenrechte (in unserer aktuellen Titelgeschichte). Angelika Hager und Sebastian Hofer ergänzen mit Fakten und Impressionen. Die Woche in der profil-Redaktion.

In der Online-Ausgabe des „Charlotte Observer“ war am 19. Jänner ein höchst aufschlussreiches Meinungsstück zu lesen. Es handelte von Amerikas neuer First Lady Melania Trump und ihrem Beitrag zu Donalds Wahlkampf. Melania, schrieb die Autorin sinngemäß, habe sich die gendersensible Praxis von Vorgängerinnen wie Michelle Obama oder Hillary Clinton bewusst nicht zu eigen gemacht und durch diese Verweigerung gleichsam ein feministisches Statement gesetzt. Nun ja. Wer mit fake news Politik macht, schreckt auch vor fake feminism nicht zurück.

„Es gibt Tage, an denen würde sich die altgediente Frauenrechtlerin am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und
sich abmelden von der Welt“, schreibt Elfriede Hammerl in der aktuellen Titelgeschichte. Selbstverständlich meldet sich die langjährige profil-Kolumnistin nicht ab, sondern zeigt in einer furiosen und gewohnt profund argumentierten Polemik auf, wie Frauenrechte, über Jahrzehnte hinweg mühsam erkämpft, im rechtspopulistischen Überschwang plötzlich wieder umstandslos zur Disposition gestellt werden, und zwar nicht nur von unverbesserlichen Alt-Machos, sondern bestürzenderweise auch von gar nicht so wenigen jungen Frauen selbst.

Angelika Hager und Sebastian Hofer haben flankierend eine Vielzahl von Fakten und Impressionen zusammengetragen, die den anti-feministischen Backlash belegen – und er ist keinesfalls auf die USA beschränkt: In gewissen Kreisen, die man sonst für durchaus zivilisiert halten könnte, gehört es mittlerweile zum guten Ton, Quotenregelungen zu belächeln, Gender Mainstreaming zu verteufeln und lustvoll über „Emanzen“ herzuziehen. Doch Hammerl hat schon zu viel erlebt, um sich von einem wie Donald Trump alle Hoffnung rauben zu lassen: „Es könnte sein, dass ihm alternative Fakten einen Strich durch die Rechnung machen.“

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  • Christian Schmölz
    Christian Schmölz Mo, 13. Feb. 2017 15:49

    1/2
    Während die UNO permanent Empfehlungen zur Behebung der Missstände im Familienrecht - und damit der Kinderrechte aufzeigt und auch der Europarat längst zwingende Maßnahmen vorschreibt, scheinen Österreichs Medien weiterhin Unterstützer solcher Autoren wie Elfriede Hammerl zu sein, welche offenbar an der heutigen Realität weit verfehlt und mit nicht mehr zeitgemäßer Argumenation ...

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  • Christian Schmölz
    Christian Schmölz Mo, 13. Feb. 2017 15:45

    2/2
    Argumentation einer Ideologie nachhinkt, welche eher den Eindruck vermittelt sie wäre nach 70 Jahren aus dem Koma erwacht und schlage nun verzweifelt um sich. Väterrechtler als Höhlenmenschen oder Rechte zu bezeichnen legt Zeugnis davon wie sehr Frau Hammerl bis jetzt bereitet zu sein scheint, die Kamera in die Perspektive unserer Kinder zu rücken!

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  • Christian Schmölz
    Christian Schmölz Mo, 13. Feb. 2017 15:43

    der Kinder auf beide Elternteile damit in keinster Weise entsprochen. Ich denke, dass Feminismus inmittlerweile den Status einer etremistischen Ideologie erreicht hat, welche von seinen Anhängern in puncto Fairness, Logik, Moral oder Gerechtigkeit nicht mal mehr hinterfragt wird. Verhaßt läuft man auf den sich selbst erschaffenen Gegener zu, schert alle über einen Kamm. Es zählt nur noch der Kampf

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  • Christian Schmölz
    Christian Schmölz Mo, 13. Feb. 2017 15:38

    Leider reicht das Kommentarfeld nur für wenige Worte: Meines Erachtens sind sie und viele andere Feministen in Österreich, welche gerne das Kindeswohl ganz im Wirkungsfeld der Mutter definiert sehen wollen, hier ganz und gar dem Kindeswohl nicht zuträglich. Künstlich wird die Opferrolle der Frau dort gehalten, wo es Frauen möglichst garantieren soll, den Vater zu entsorgen soll und dem Recht ..

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  • Christian Schmölz
    Christian Schmölz Mo, 13. Feb. 2017 15:29

    Vielleicht wäre das mal eine Idee, die Frau Hammerl umsetzen sollte, denn ihr neuer Artikel im Profil, der mich an die Seriösität dieser Magazins zweifeln lässt, ist fast Väterverhetzend. Wir, die wir für unsere Kinder kämpfen, gegen die Willkür und die Ignoranz der Rechte unserer Kinder auf beide Elternteile werden als Nazis und "Höhlenmenschen" dargestellt. Ziehen sie die Decke hoch Fr. Hammerl!

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