Marcel Hirscher

Marcel Hirscher

Gesellschaft

Sport-Sprüche des Jahres 2017: Teil 1 - Wintersport

Das Sportjahr 2017 wurde von markanten Sprüchen begleitet. Teil 1: Wintersport.

SKI ALPIN:

"Killy hat mit 25 Jahren aufgehört, ich bin 25. Ich denke, ich werde nicht aufhören." Alexis Pinturault nach dem Weltcup-Riesentorlauf in Adelboden, nachdem er mit seinem 19. Sieg vor Jean-Claude Killy (18) zum erfolgreichsten französischen Alpinskiläufer im Weltcup geworden war.

"Es ist hundertprozentig so, dass die hundert Podestplätze eine Benchmark sind, die sehr lange stehen bleiben wird." Marcel Hirscher nach Erreichen des Weltcup-Jubiläums beim Riesentorlauf in Adelboden.

"Auf der Tafel sieht es aus wie bei einem Europacup-Rennen". Frederic Berthold nach dem wetterbedingten Überraschungsausgang der Wengen-Kombination: Niels Hintermann (SUI) - Maxence Muzaton (FRA) - Frederic Berthold (AUT).

"Ich glaube, da gibt es keine Kombi." Hintermann irrte, darauf angesprochen, ob er nach seinem Wengen-Sieg mit der WM-Teilnahme rechne.

"Du brauchst Respekt, sonst bekommst einen Arschtritt und bist weg vom Fenster." Max Franz dazu, wie er zur Kitzbüheler Streif steht.

"Ich habe das schon gewittert." Der Kärntner Matthias Mayer hatte seinen Sieg im Kitzbüheler Super-G vorausgeahnt.

"Das war mein komplettes Maximum." Hirscher über seinen makellosen Traumlauf zum Sieg im Kitzbühel-Slalom.

"Das war der emotionalste Sieg meiner Karriere, denn ich habe bisher noch nie im Ziel geweint." Lindsey Vonn in Garmisch-Partenkirchen nach ihrem Sieg-Comeback nach fast einjähriger Pause.

"Mir ist irgendwann am Geist gegangen, dass wir so kariert umeinander fahren. Da kriegst ja einen Vogel, wenn du hinschaust vor lauter Karos." ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel über sein Engagement für die österreichischen WM-Anzüge in Rot-weiß-Rot bzw. im Retro-Look.

"Das Unschaffbare ist machbar geworden." Hirscher nach Fixierung seines sechsten Gesamtweltcup-Sieges.

"Die wachsen nicht auf Bäumen. Es gab in jeder Ära Stars, er ist ein Star über eine sehr lange Zeit." ÖSV-Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher über Hirscher.

"Er ist einfach der Größte seiner Zeit, ob er jetzt den Olympiasieg hat oder nicht." Annemarie Moser-Pröll über Hirscher.

"Man kann es auch als logisches Ergebnis sehen, einer Kombination aus jahrelanger Erfahrung, perfekter Teamleistung, enormem Trainingsfleiß und erstaunlicher Gleichmäßigkeit." Hermann Maier über Hirscher nach dessen Fixierung des sechsten Gesamtweltcupsieges.

"Ein Doppelsieg in dem Zusammenhang ist gewaltig." Hirscher nach der Auszeichnung zu Europas und Österreichs "Sportler des Jahres" an einem Tag.

"Keine Ahnung, ob die Louise und ich nochmals richtige Freunde werden." Hannes Reichelt über seine "Beziehung" zur Weltcup-Strecke in Lake Louise.

"Der Max, der Hundling, fährt im Training wie eine lauwarme Semmel und dann paniert er uns im Rennen her." Der im Super-G von Lake Louise neuntplatzierte Vincent Kriechmayr über Rang zwei von ÖSV-Teamkollege Max Franz.

"Wenn ich ausmiste, ist es den Viechern wurscht, ob ich schnell bin oder nicht." Kriechmayr begründete nach seinem Premierensieg in Beaver Creek, warum die Arbeit daheim im Stall ein Ausgleich für ihn ist.

"Marcel ist ein Weltwunder." Marc Girardelli, nachdem Marcel Hirscher in Beaver Creek den ersten Riesentorlauf nach seinem Knöchelbruch überlegen gewonnen hatte.

"So unerwartet wie dieser Sieg war davor noch keiner." Hirscher nach seinem Riesentorlauf-Sieg in Beaver Creek.

SKISPRINGEN:

"Eigentlich hatte ich zwei versemmelte Wettkämpfe. Erstaunlich, dass ich noch Fünfter wurde." Manuel Fettner als bester Österreicher bei der Vierschanzentournee.

"Jetzt habe ich zum ersten Mal vom Leben gekostet." Gregor Schlierenzauer eine Woche vor seinem Comeback über seine mehr als einjährige Weltcup-Auszeit.

"Michael Phelps hat auch über eineinhalb Jahre gebraucht, bis er wieder ganz oben war." Schlierenzauer zog Tage vor seinem Comeback einen Vergleich zum mit 23 Goldmedaillen erfolgreichsten Olympioniken.

"Ich habe gemerkt, der geht echt verdammt weit und habe gedacht: 'Bleib vorne, stehe ihn!' Ja, es war unglaublich." Stefan Kraft nach Markierung des Skiflug-Weltrekords von 253,5 m.

"Ich habe noch nie geweint wegen so was, normal nur, wenn mir etwas richtig wehtut, und das ist ganz selten. Heute hat es mir echt die Tränen rausgedrückt." Kraft nach dem Gewinn des letzten Saisonbewerbs, des Skiflug- und Gesamtweltcups.

"Das ist sicher mein Karriere-Highlight, das wollte ich schon immer mal schaffen." Kraft stellt den Gewinn des Gesamtweltcups über seine beiden WM-Titel und seinen Skiflug-Weltrekord.

NORDISCHE KOMBINATION:

"Ich habe Schuhgröße 44, Eric hat Größe 42, diese zwei Zentimeter haben vielleicht den Unterschied ausgemacht." Der Deutsche Johannes Rydzek nach seinem Fotofinish-Sieg zum Auftakt des Seefelder Triples vor seinem Landsmann Eric Frenzel.

"Genießt eure Tage, sie werden bald der Vergangenheit angehören." Der Italiener Samuel Costa nach seinem dritten Platz in Seefeld zu den damals nach 13 Weltcup-Bewerben unbesiegten Deutschen.

BIATHLON:

"Vom ersten Meter weg bis zum Schluss hat heute einfach alles perfekt gepasst." Julian Eberhard über seinen Sieg bei der Olympia-Generalprobe in Pyeongchang.

"Wir wollen das abschließen und nach vorne blicken. Ich warte darauf, dass die Russen mich zum Wodka-Trinken einladen." Der Franzose Martin Fourcade nach einem Disput sowie folgender Umarmung und Aussprache bei der Hochfilzen-WM mit dem Russen Anton Schipulin.

"Ich bin sprachlos, es ist ein Traum. Ich warte noch auf jemanden, der mich aufweckt. Das ist unglaublich." Der US-Amerikaner Lowell Bailey nach seinem überraschenden Goldgewinn im WM-Einzelbewerb.

"Ich denke, so wie bei vielen Sachen, er hat davon keine Ahnung." Bailey auf die Frage, was US-Präsident Donald Trump über Biathlon weiß.

"Schlussläufer ist das Brutalste. Da zieht es dir die Hoden bis zu den Mandeln rauf beim letzten Schießen." WM-Schlussläufer Dominik Landertinger nach Staffel-Bronze bei der Biathlon-WM.

SNOWBOARD:

"Jeder hat gesagt, man muss Geduld haben. Ich habe im Weltcup sehr viel erreicht, aber es hat noch etwas gefehlt." Der 36-jährige Andreas Prommegger nach Gewinn von WM-Gold im Parallelslalom.

"Ich habe sehr lange gekämpft. Ich bin ohne Erwartungen hergefahren. Wenn es passiert, dann passiert es - jetzt ist es doppelt passiert." Prommegger nach dem Gewinn von WM-Gold im Parallel-Riesentorlauf.

"Ich mache eine Randsportart. Und dass ich das jetzt in Händen halten darf, macht mich besonders stolz." Anna Gasser nach ihrer Wahl zu Österreichs "Sportlerin des Jahres".

RODELN:

"Wenn mir das vorher einer gesagt hätte, hätte ich ihm den Vogel gezeigt." Wolfgang Kindl nach der Fahrt zu seiner zweiten Goldmedaille bei den Heim-Weltmeisterschaften in Innsbruck-Igls.

EISHOCKEY:

"Die Burschen haben alles gemacht, was wir von ihnen verlangt haben. Das ist ein unglaubliches Gefühl, das muss man lange genießen." Vienna-Capitals-Trainer Serge Aubin nach dem Gewinn des Meistertitels ohne einzige Play-off-Niederlage.

"Ich habe der Mannschaft gesagt: Eine Weltmeisterschaft ist kein Sprint, sondern ein Steigerungslauf." Österreichs Teamchef Roger Bader nach dem bei der B-WM trotz Auftaktniederlage fixierten Aufstieg.

"Ich geniere mich für unser Spiel." Kapitän Matthias Trattnig , nachdem Salzburg seine ersten drei Matches in der EBEL-Saison verloren hatte.

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