Orgasmus
Oooooooohhh!

Warum Orgasmen vorgetäuscht werden

Warum Orgasmen vorgetäuscht werden

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Bislang konzentrierte sich die sexualwissenschaftliche Forschung zum vorgetäuschten Orgasmus vor allem auf dessen Frequenz und Geschlechterverteilung (letzter Stand: 76 Prozent aller Frauen, 41 Prozent aller Männer). Das ließ doch einige Fragen offen, insbesondere die allerwesentlichste: Warum, um Himmels willen?

In einem soeben im Fachjournal "Archives of Sexual Behavior“ veröffentlichten Aufsatz nähern sich Danya Goodman, Parnia Haj-Mohamadi und Omri Gillath von der University of Kansas nun einer Antwort. In mehreren psychologischen Studien konnten die Autoren eine sogenannte "Pretending Orgasm Reasons Measure“ entwickeln, was sich einerseits toll abkürzen lässt (PORM) und andererseits qualifizierte Forschungsgrundlagen für das große Menschheitsrätsel Orgasmusvortäuschung liefert. Demnach seien sechs wesentliche Begründungen für die geschlechtliche Schauspielerei zu unterscheiden: "gutes Gefühl“, "für den Partner“, "keine Lust auf Sex“, "Manipulation/Macht“, "Unsicherheit“, "emotionale Kommunikation“.