Was Sie diese Woche verpasst haben
Gesellschaft

Was Sie diese Woche verpasst haben

Der profil-Wochenrückblick.

Geschlagen: Ke Jie, 19

Profund durchdachte Spielzüge sowie eine famose Taktik haben ihm nichts genützt: Ke Jie, Weltmeister des äußerst komplexen chinesischen Brettspiels Go, kassierte gegen das Computerprogramm „AlphaGo“ herbe Niederlagen. Erfolgreiche Go-Spieler zeichnen sich duch kreatives Denken und hohes Konzentrationsvermögen aus. All das konnte man von einem Rechner bislang nicht unbedingt erwarten. Die Siege gelten daher als richtungsweisend für den fortschreitenden Erfolg künstlicher Intelligenz.

Geprügelt: Greg Gianforte, 56

Der republikanische US-Politiker sieht sich mit dem Vorwurf der „Körperverletzung in einem minder schweren Fall“ konfrontiert. Er soll gegenüber dem „The Guardian“-Journalisten Ben Jacobs handgreiflich geworden sein. Gianforte rempelte den Redakteur an und zerstörte dabei dessen Brille. Während andere Journalisten den Vorfall bestätigten, wies der Republikaner die Anschuldigung vorerst von sich. Der Eklat ereignete sich einen Tag vor der Nachwahl für den Sitz im Repräsentantenhaus des Staates Montana. Gianforte gewann die Abstimmung – und entschuldigte sich: „Ich hätte nicht so reagieren dürfen.“

Roger Moore und seine Frau 2015 in Monaco.

Roger Moore und seine Frau 2015 in Monaco.

Gestorben: Roger Moore, 89

Als James Bond der Jahre 1973 bis 1985 erreichte der britische Schauspieler Roger Moore in immerhin sieben Spionageabenteuern mit Charme und Ironie ein Weltpublikum. Seine Karriere hatte deutlich früher begonnen: Das Exmodel Moore machte sich ab den 1950er-Jahren im Fernsehen einen Namen, Serien wie „Simon Templar“ (1962–1969) und „Die 2“ (1971/72) wurden zu internationalen Erfolgen. Nach 007 machte Moore Pause, ehe er in den 1990er-Jahren in gewohnter Eleganz weitermachte. Am Dienstag vergangener Woche, wenige Monate vor seinem 90. Geburtstag, erlag er in seinem Haus in der Schweiz einer Krebserkrankung.

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