Farewell Dear Ghost

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Kultur

Neue Alben: Farewell Dear Ghost

Mit “Neon Nature” präsentieren Farewell Dear Ghost ihr zweites Album und überzeugen einmal mehr mit ihrem blumigen Indiepop.

Farewell Dear Ghost konnten in den vergangenen Monaten nicht zuletzt aufgrund ihrer erfolgreichen Single “We Were Wild Once” beachtliche Erfolge und Festivalauftritte einheimsen. Mit “Neon Nature” haben sie vor kurzem - nach eigenen Angaben ganz zufällig an einem Freitag den 13. - ihr zweites Album veröffentlicht. Insgesamt eine über weite Strecken sehr gute, wenn auch eher unspektakuläre Platte.

MOONGLASS // Farewell Dear Ghost (Official Lyric Video)

Wer schon einmal die Möglichkeit hatte, Farewell Dear Ghost kennenzulernen, dem dürfte mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit aufgefallen sein, dass es sich dabei einfach um ganz normale Typen handelt. Das ist gerade deshalb so interessant, weil man oft den Eindruck hat, dass sie nach außen hin versuchen, eine Art “süße Jungs”-Image zu vermitteln. Gespreizte Lippen und Schlafzimmer-Blick auf den Bandfotos, verträumte Lyrics und ihr himmlischer Indiepop leisten dazu einen großen Beitrag. “I’ve always been a romantic man with a dirty mind” lautet zum Beispiel eine Zeile aus “Bad Ideas”, einem Song auf ihrem neuen Album. Dieser Satz scheint die ganze Band, ihre Musik und die Texte sehr gut zusammenzufassen. Das ist nicht zuletzt deshalb sehr gut möglich, weil die Songs zum Großteil sehr homogen sind.

Plüschweicher Indiepop

“Neon Nature” ist generell eine durchaus stimmige Ansammlung an plüschweichem Indiepop, nicht glattgebügelt, aber letztlich doch unspektakulär. Großer Hit des Albums dürfte wohl die Single “Moonglass” sein, die sogar ähnliches Potenzial hat wie “We Were Wild Once”. Der Mix und die Produktion sind gelungen, Songs wie “Prince of Saigon” mit dem Sci-Fi-Höhepunkt oder “Pink Noise” mit psychedelischen Einschüben haben durchaus ihre Stärken, stechen nur nicht so stark aus dem Gesamtbild hervor.

Blumig, zart und veträumt: “Neon Nature” zeigt jedenfalls, wie verführerisch der Indiepop von Farewell Dear Ghost auch ohne große Höhepunkte sein kann.

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