"Die Konservativen wollten mich natürlich abschießen"
Kultur

Drahdiwaberl-Gründer gestorben: Stefan Weber in Zitaten

Stefan Weber, Gründer und Leader der Wiener Rockband Drahdiwaberl, ist tot. Seit seiner Erkrankung an Parkinson zog sich der Künstler weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Die besten Zitate:

"Ich glaub, die Jane Fonda hat einmal gesagt, sie freue sich über jede Runzel. I freu mi net."
Stefan Weber über seinen Geburtstag.

"Ich war stets politisch engagiert, hab' bis heute immer KPÖ gewählt. Ich war als Jugendlicher bei der Besetzung der Kunstakademie dabei. Unser Anliegen hieß: 'Amis raus aus Vietnam'. In Österreich lief die Protestbewegung allerdings sehr gemütlich ab - im Vergleich zu dem, was sich in Paris oder in Berlin abspielte. In Wien gingen die Leute lieber zum Heurigen als protestieren."
Über seine Prägung durch ein kommunistisches Elternhaus.

"In der Mittelschule ist es mir eingeschossen, eine Band zu gründen. Die Idee dazu kam mir, als ich auf Skikursen alle Rock 'n' Roller nachgemacht habe. Von Elvis bis Bill Haley - ich hab sie alle drauf gehabt. Ich war die Abendattraktion."
Über seine Anfänge als Musiker.

"Wir wollten anders sein. Wir hatten von Anfang an die Intention, die wildeste Band in Österreich zu werden."
Über Drahdiwaberl.

"Das war großartig! Aber plötzlich sind Omas und ihre Enkerln zu unseren Konzerten gekommen - im Glauben, wir haben lauter Alt-Elvis-Songs im Programm."
Über die Reaktion nach dem Hit "Lonely" mit Lukas Resetarits.

Drahdiwaberl - Psychoterror

"Die Konservativen wollten mich natürlich abschießen. Aber der Direktor stand am Standpunkt: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Und er wollte nichts wissen... Ich hab sicherheitshalber immer vermieden, auf der Bühne nackt zu sein. Dafür hab' ich Mikroständer zertrümmert."
Über die "Doppelfunktion" als Skandalrocker und Beruf als Lehrer für Zeichnen und Werken.

"Ich red' mir ein, dass Parkinson eh leiwand, dass Krebs viel schlimmer ist. Parkinson tut nicht weh, es schränkt mich halt ein bisserl bei den Bewegungen ein."
Über seine Krankheit.

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