Robert Buchacher im Gespräch mit Unfallchirurg Christian Fialka

Robert Buchacher im Gespräch mit Unfallchirurg Christian Fialka

Österreich

Aus der Redaktion

Robert Buchacher untersuchte das heimische Rettungssystem, Petra Ramsauer recherchierte in Rakka. Die Woche in der profil-Redaktion.

Von 100 Menschen, die in Österreich einen Herzstillstand erleiden, überleben nur zehn – für die anderen kommt jede Hilfe zu spät. Das wirft eine berechtigte Frage auf: Wie gut ist unsere Notfallmedizin? Robert Buchacher hat für die aktuelle Titelgeschichte das heimische Rettungssystem untersucht und mit zahlreichen Ärzten und Medizinexperten gesprochen. Sein Befund nach umfassender Recherche: Die Überlebenschancen von Unfall- oder Notfallopfern haben sich zuletzt erheblich verbessert, und in vielen Bereichen der Versorgung und Erstintervention rangiert Österreich heute im Spitzenfeld. Doch zugleich bestehen gravierende Defizite, etwa die extrem kurze Ausbildungszeit der Notärzte oder drohende Personalengpässe. Und: Nach wie vor hat man in ländlichen Regionen deutlich schlechtere Chancen, den Ernstfall zu überleben.

Mehrmals war Petra Ramsauer , Österreichs erfahrenste Kriegsreporterin, in den vergangenen Jahren in Syrien und dem Irak unterwegs. Ihre jüngsten Recherchen führten sie in den Bezirk Rakka, in dem bis vor Kurzem die Hauptstadt des „Islamischen Staates“ (IS) lag. Nach dessen Zusammenbruch fanden dort die Familien getöteter, verwundeter oder geflohener Kämpfer der Terrormiliz Unterschlupf im Flüchtlingslager Ain Issa. Unter schwierigen Bedingungen gelang es Ramsauer, einige der Frauen zu überreden, von ihrem Leben mit den Ultra-Islamisten zu erzählen. „Manche von ihnen wurden zu Täterinnen, manche blieben Mitläuferinnen, manche waren Opfer“, so Ramsauer über die Berichte, die ein beklemmendes Bild vom Alltag im gescheiterten „Kalifat“ zeichnen.

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