Die Profile der Woche
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Die Profile der Woche

R2-D2, Hillsborough-Katastrophe, Paolo Sorrentino: Was Sie vergangene Woche möglicherweise verpasst haben.

Ersteigert: R2-D2

Ertragreich erweist sich das „Star Wars“-Universum nicht nur an den Kino-kassen: Vergangenen Mittwoch kam der Droide R2-D2 um 2,76 Millionen US-Dollar unter den Hammer. Der vom Auktionshaus erwartete Höchstpreis von zwei Millionen Dollar wurde damit überboten. Die aus Aluminium und Fiberglas bestehende Figur setzt sich aus in den Filmklassikern vorgekommenen Originalbauteilen zusam-men. Wer C-3POs kleinen Kollegen erstei-gert hat, bleibt ein Geheimnis. Auch für Luke Skywalkers Lichtschwert und ein Darth-Vader-Kostüm fanden sich zahlungskräftige Abnehmer.

Erhitzt: Aktivistin vs. Wirt

Nicht jedes Gasthaus beugt sich dem Trend zum Veganismus – das hat ein Mitglied des von Martin Balluch geleiteten „Vereins gegen Tierfabriken“ erfahren. Der Versuch, in einer Ebenseer Jausenstation fleischlos zu speisen, scheiterte kläglich, wie Balluch auf Facebook berichtet. Die Frage einer Aktivistin, ob sie nur einen Salat bekommen könnte, wurde vom Wirt verneint. Vollends geschehen war es aber, als sie insistierend nach Kraut fragte: „Du wüst mit oller Gewalt was erzwingen. Vegana kriagn bei uns nix!“

Martin Balluch

Erkannt: Hillsborough-Katastrophe

28 Jahre nach dem Unglück im Fußballstadion, bei dem 96 Menschen starben, kommt es nun zur Anklage. Vier Polizisten, ein Jurist und der Exgeschäftsführer des Vereins Sheffield Wednesday müssen sich vor Gericht verantworten. Beim FA Cup-Halbfinale 1989 war eine der Tribünen überfüllt gewesen, die Zuschauer wurden erdrückt. Lange galt der Unfall als von den Fans selbst verursacht. 2012 stellte sich heraus, dass viele Opfer hätten gerettet werden können. 2016 befand eine unabhängige Jury, dass die Polizei falsch vorgegangen ist.

Erschüttert: Paolo Sorrentino, 47

Der Oscarpreisträger sorgt derzeit mit dem Plan, seinen neuen Film im zerstörten Erdbebengebiet Mittelitaliens zu drehen, für Empörung. Der Dreh soll im Juli in der verwüsteten Stadt Amatrice beginnen. Viele Opfer der Katastrophe halten die Idee des Regisseurs für respektlos. Laut der italienischen Zeitung „La Repubblica“ gab der Bürgermeister der Stadt allerdings an, nur für die Kirche des Ortes eine Drehgenehmigung ausgesprochen zu haben. Vergangenen August sind durch Erdbeben 299 Menschen ums Leben gekommen. Immer wieder wird Kritik am schleppenden Wiederaufbau laut.

Paolo Sorrentino

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