Rainer Nikowitz: Abendrot
Österreich

Rainer Nikowitz: Abendrot

Die eigene Partei gespalten, der Koalitionspartner auch: Michael Häupl könnte sich manchmal wünschen, er wäre doch früher gegangen.

Vassilakou: Mit geht das genauso auf den Geist wir dir. Aber ich kann auch nix dafür.
Häupl: Wer dann? Der Koffer, der euer Parteistatut verbrochen hat, in dem drinsteht, dass sieben Querulanten bestimmen, was in der Stadt passiert?
Vassilakou: Das hat damals auch die Basis gemacht. Schwarmintelligenz.
Häupl: Genau der Begriff is ma als erster dazu eingfallen. Wir in der Partei ham scho gwusst, warum ma mit unserer Basis immer anders umgangen san.
Vassilakou: Und zwar wie?
Häupl: Wir ham ihr gsagt, was ihr Meinung is - und für die hamma dann immer a offenes Ohr ghabt.
Vassilakou: Und drum ist eure Basis jetzt auch bei der FPÖ.
Häupl: Und wem verdank i des no? Euch und euren Ampelmännchen.
Vassilakou: Wenn ich dir nicht mehr recht bin, bitte! Der Blümel schläft eh schon vor deiner Tür, damit er den Fuß reinstellen kann, wenn sie aufgeht.
Häupl: Wenn der Herr Blümel seinen Fuß bei meiner Tür einestellt, dann hat er nachher nur mehr einen.
Vassilakou: Gut, was dann? Gudenus?
Häupl: I sag dir's Dass i mi mit dem allen no herumschlagen muss - womit hab i des verdient? Des is unter meiner Würde.
Vassilakou: I hab mir das auch alles anders vorgestellt.
Häupl: Nur Zores auf der ganzen Linie. Manchmal will i einfach nur mehr a Ruah. Des warat's jetzt: A Gastgarten in Stammersdorf, de Sunn geht grad unter, i schau auf Wean obe - und i hör und i siech nix.
Vassilakou: Ja. Das hätt ich manchmal auch gern.
Häupl: Oba in an andern Gastgarten.

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