Rainer Nikowitz: Der andere Wind
Österreich

Rainer Nikowitz: Der andere Wind

Die Regierungsneulinge von der FPÖ stürzen sich natürlich sofort voller Elan in die Arbeit.

Strache: So. Was mach ma jetzt als Erstes?
Kickl: Etwas, das im absoluten Interesse aller Österreicher liegt und zeigt, wie anders als die anderen wir wirklich san.
Hofer: Da bin i jetzt oba gspannt.
Kickl: Mir haun alle Roten ausse. Überall!
Strache: Pffft. Fad! Des is doch eh klar.
Hofer: Ich mach des net nur bei mir im Ressort, sondern i hau a de Ederer bei der Bahn ausse.
Strache: Mit welcher Begründung?
Hofer: Brauch i ane? Und ich mach no was: Rechtsabbiegen bei Rot. Is des net a super Symbolik? Leutln, wenn ihr Rot seht's - dann biegt's rechts ab! Höhö!
Kickl: Anfänger. Wer wird si mit solchane Kinkerlitzchen zfriedengeben, wenn er ganz andere Instrumente an der Hand hat? Bald waaß i alles über jeden Politiker, Aktivisten und Journalisten. I bin in jeden Telefon, in jeden E-Mail, auf jeder Festplatten. I werd sogar wissen, ob der Strolz auf YouPorn mehr auf Milfs oder mehr auf Teens steht. Alles werd i wissen!
Strache: Öh ... Dos machst oba hoffentlich nur bei de, de net zu uns ghören, oder?
Kickl: Na klar. Warum fragst?
Strache: Nur so.
Hofer: Und wenn ma dann alles wissen, was mach ma dann?
Kickl: Tabula rasa! Weil von nun an wird zurückregiert!
Strache: Die nächsten fünf Jahr werden herrlich!
Kickl: I hätt schon mehr an zehne gedacht.
Hofer: Ihr vergesst's, dass i beim nächsten Mal Bundespräsident werd. Und dann ghört alles uns! Für zehn mal zehn mal zehn Jahr!
Strache: Wart amoi, des san dann ...
Kickl: Genau so vüle, wie es für Leut wie uns sein sollen!

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  • Josef Lach (heraklit11.9) Di, 26. Dez. 2017 13:06

    Hoffentlich haben Sie recht

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