Wahlkarte

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Österreich

Das Wichtigste zur Wahlkarte

Wie lange kann man noch eine Wahlkarte beantragen? Und wann ist der letztmögliche Zeitpunkt, sie abzuschicken?

Am Sonntag findet die Nationalratswahl statt und die Österreicher schreiten zur Wahlurne. Ein Gutteil der Wahlberechtigten hat jedoch bereits gewählt. Möglich machen das Wahlkarten, die im Vorfeld beantragt und unkompliziert, per Post oder persönlich, an die Wahlbehörden retourniert werden können. Bei der letzten Nationalratswahl wurden knapp 574.000 Stimmen durch Wahlkarten abgegeben, das entspricht etwa 12 Prozent. Bei der Wiederholung der Bundespräsidentenstichwahl waren es sogar beinahe 618.000. Um sicherzustellen, dass die eigene Stimme auch gezählt wird, gilt es einige Dinge zu beachten.

Wie gelange ich an eine Wahlkarte?

Wahlkarten können grundsätzlich schriftlich, mündlich oder online beantragt werden und werden dem Wähler zugesendet, sofern er im Wählerverzeichnis eingetragen ist. Beinahe unabdingbar ist die Wahlkarte für Auslandsösterreicher, die im Regelfall nicht extra zur Wahl anreisen wollen oder können. Doch auch für andere Österreicher, die ihren Hauptwohnsitz auch in Österreich haben, stellen Wahlkarten eine willkommene Alternative bei Ortsabwesenheit, Krankheit oder körperlichen Einschränkungen dar. Ein Wahlkartenantrag ist schriftlich und online bis 11. Oktober möglich, mündlich sogar bis 13. Oktober.

Wie gelangt die Wahlkarte zur Wahlbehörde?

Der weitaus größte Teil der Österreicher, die mit Wahlkarte wählen, gibt seine Stimme auf dem Postweg – also per Briefwahl – ab. Sämtliches Equipment dafür wird bei einem Wahlkartenantrag mitgeliefert. Der ausgefüllte Wahlzettel muss lediglich in den beiden mitgelieferten Kuverts verschlossen werden, danach kann man den Brief in den nächsten Postkasten werfen. Das Porto übernimmt der Bund. Grundsätzlich gilt, dass die Wahlkarte spätestens am Wahltag um 17 Uhr bei der zuständigen Bezirkswahlbehörde eingelangt sein muss. Ein rechtzeitiges Abschicken des Briefes ist dafür natürlich ratsam. Für Spätentschlossene bietet die Post Sonderservices an, worauf Post-Sprecher Michael Homola hinweist. So werden österreichweit die Postkästen auch am Samstag um 9 Uhr geleert und die Wahlkarten direkt an die Wahlbehörden zugestellt. Noch später können die Wiener ihre Wahlkarten aufgeben: Briefkästen in Wien leer die Post auch am Wahlsonntag um 9:30. Dieses Service gilt allerdings nur für Wiener Wähler, Exilanten aus anderen Bundesländern, die in ihrer angestammten Heimat gemeldet sind, schauen durch die Finger.

Auslandsösterreicher sollten ihre Wahlbriefe bereits abgeschickt haben beziehungsweise dies bald tun, da – je nach Standort – deutlich längere Postwege anfallen. Für die ebenfalls mögliche Abgabe der Wahlkarte bei einer Österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland ist es bereits zu spät.

Sollten jedoch alle Stricke reißen und eine Briefwahl nicht mehr möglich sein, kann man das verschlossene Wahlkuvert auch am Wahltag selbst in jedem Wahllokal in Österreich abgeben. Angesichts dieser Möglichkeiten sollte einer erfolgreichen Stimmabgabe also nichts mehr im Wege stehen.

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