Rüstungsindustrie

Ökonom: „Der Krieg ist Doping für Russlands Wirtschaft“

Russland steht an der Schwelle zur Kriegswirtschaft, und der Angriff gegen die Ukraine ist heute eine lukrative Einnahmequelle.

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Waffen, Munition, Tanks – für die Front. Socken, Konserven und Schlafsäcke – für die Soldaten an der Front. Russlands Krieg gegen die Ukraine hat nicht nur ganze Landstriche dem Erdboden gleichgemacht und viele Menschenleben gekostet. Er verschlingt auch Unmengen an Ressourcen.

„Die russische Wirtschaft hat sich an den Krieg angepasst, und die wirtschaftlichen Effekte sind in einigen Bereichen positiv“, sagt der Ökonom Vasily Astrov. Er forscht am „Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche“ (wiiw). Russland gibt heute sechs Prozent seiner gesamten Wirtschaftsleistung für Verteidigung aus. Das ist fast ein Drittel des gesamten föderalen Budgets. Zum Vergleich: In den USA sind es 3,4 Prozent, China investiert 1,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in die Landesverteidigung.

Marina  Delcheva

Marina Delcheva

leitet das Wirtschafts-Ressort. Davor war sie bei der "Wiener Zeitung".